Steuern sparen mit Handwerkerrechnungen

Steuern sparen mit Handwerkerrechnungen

Sparfüchse aufgepasst: Hausbau und Rechnungen steuerlich absetzen

Alljährlich steht sie wieder vor der Tür: die leidige Steuererklärung. Doch Bauherren können gegenüber dem Finanzamt alle Reparaturen oder Modernisierungen am eigenen Haus geltend machen. Also: Handwerkerrechnungen einreichen nicht vergessen, erinnert der Verband privater Bauherren (vpb).

Seit Anfang 2009 dürfen 20 Prozent von maximal 6.000 Euro Handwerker-Lohnkosten pro Jahr von der Steuerschuld abgezogen werden. Das entspricht einer maximal möglichen Ersparnis von 1.200 Euro. Absetzbar sind nur die reinen Lohn- und Arbeitskosten, nicht das vom Handwerker verbaute Material. Abzugsfähig sind außerdem Fahrtkosten und die auf die Lohn- und Fahrtkosten anfallende Mehrwertsteuer. Immer vorausgesetzt, es liegt eine ordentliche Rechnung vor, in der Lohn- und Materialkosten sowie Fahrtkosten und Mehrwertsteuer auch getrennt aufgeführt sind.

Zweite Voraussetzung für die Anerkennung der Rechnung beim Finanzamt: Die Forderung muss per Überweisung beglichen worden sein und nicht bar auf die Hand. Beides, sowohl Rechnung als auch Buchungsbeleg will das Finanzamt vom Steuerpflichtigen sehen. Damit nämlich soll der Schwarzarbeit ein Riegel vorgeschoben werden.

Was kann man als Bauherr und Hausbesitzer anrechnen und was nicht?

Steuerlich abzugsfähig sind alle Handwerkerrechungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen im inländischen, selbst bewohnten Haushalt. Dazu zählen Maler-, Tapezier- und Fliesenarbeiten, alle Arbeiten am Dach und an der Fassade wie auch Gartengestaltungsarbeiten bis hin zu Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen, dem Einbau einer neuen Küche oder eines neuen Bades. Steuermindernd erkennt das Finanzamt auch Schornsteinfegergebühren an. Sogar die Rechnung für das Überprüfen von Blitzschutzeinrichtungen dürfen von der Steuerschuld abgezogen werden, ebenso der Handwerkeranteil für Kabel-, Strom- oder Fernsehanschlüsse, sofern die Zuleitungen zu einem bestehenden Haus führen und nicht zu einem Neubau.

Auch das ist wichtig, denn steuerlich absetzen lassen sich nur Handwerkerarbeiten im Bestand. Wer neu baut oder Nutz- und Wohnflächen erweitert, der kann die Rechnungen dafür nicht zur Steuersenkung nutzen.

(Quelle: vpb)


Schlagworte: Haushalt, Sparen, wissenswert

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