Das intelligente Zuhause – Doppelt Smart mit Bequemlichkeit und Energieeffizienz

UNABHÄNGIGKEIT UND EINSPARPOTENZIAL

Smart Home und intelligente Wohnsteuerung: Das ist schon lange kein Wunschtraum mehr, sondern Realität für viele Häuslebauer. Mit Applikationen und einem vernetzten Zuhause kann so auch von unterwegs aus die Heizung runtergeregelt werden und falls ein Regen aufkommt, das Fenster geschlossen werden. Vieles ist damit nicht mehr von der Anwesenheit des Bewohners abhängig.

Fenster, die sich automatisch schließen wenn es zu kalt wird, eine Heizung, die es genau dann kuschelig warm macht, wenn die Bewohner nach Hause zurückkehren und Licht, das ganz ohne Bewegungsmelder an ist, wenn es benötigt wird. Die digitale Steuerung des eigenen Zuhauses ist Alltag und vereint Bequemlichkeit und Zeitersparnis mit Effizienz. Möglichkeiten zur Vernetzung gibt es dabei in jedem Haus und jedem Raum, was sich besonders bei Neubauten anbietet.

Mit dem Einbau intelligenter Geräte und deren Vernetzung kann viel vom Smartphone oder Tablet aus geregelt werden. Da gibt die Spülmaschine eine Meldung, wenn sie fertig ist und die Waschmaschine zeigt an, wie viel Strom derzeit durch sie verbraucht wird. Durch die Energiewende ist diese Vernetzung mehr als nur Schnickschnack und Spielerei, denn seit dem 1. Januar 2010 muss jeder Neubau einen intelligenten Haushaltszähler haben, der jederzeit Aufschluss über den aktuellen Verbrauch liefert. Ein Smart Home bietet damit eine Menge Einsparpotenzial. Schließlich wird viel Energie gespart, wenn die Heizung sich bei geöffnetem Fenster automatisch abschaltet und jedes Zimmer über eine eigene Heizungssteuerung verfügt, die weiß, wann der Raum genutzt wird und wann er kühl bleiben kann.

Zuhause bequem in Hausbau-Katalogen stöbern …

Die Technik geht dabei weit über Bewegungsmelder hinaus, die das Licht anschalten, wenn das Treppenhaus betreten wird und nach 30 Sekunden wieder abschalten – unabhängig davon, ob noch jemand auf der Treppe steht oder nicht. Sogenannte Präsenzmelder sorgen dafür, dass selten genutzte Räume aufgeheizt werden, wenn sie in Benutzung sind und verhindern, dass das Licht im Büro ausgeht, weil der Bewegungsmelder lange keine Regung mehr bemerkt hat. Interessant wird es vor allem dann, wenn die Geräte untereinander kommunizieren und sich gegenseitig regeln. So entsteht Unabhängigkeit vom Bewohner und das Einsparpotenzial kann voll ausgeschöpft werden. Und auch die Kaffeemaschine, die sich morgens automatisch einschaltet wenn das Licht im Bad angemacht wird und weil gleich koffeindurstige Bewohner auf ihr Lebenselixier warten, ist am Ende einfach nur praktisch.

HOHE EINSPARUNGEN DURCH INTERNE KOMMUNIKATION

Auch wenn es so scheint als würden dadurch hohe Kosten entstehen, wird am Ende tatsächlich gespart. Die sogenannten Wächter regeln die Kommunikation untereinander mit ihrer regulären Aufgabe, wodurch der Stromverbrauch aber nicht ansteigt. Durch die Bereichskontrolle und Vernetzung können bis zu 58 Prozent des regulären Stromverbrauchs eines Einfamilienhauses erreicht werden. Besonders effizient wird es dann, wenn die Technik nicht nachgerüstet werden muss, sondern bereits beim Bau installiert wird. Das heißt zwar, dass etwa zehn bis 15 Prozent der Bausumme für eine moderne Elektroinstallation in Anspruch genommen werden sollten, auf Dauer aber amortisiert sich diese Summe durch die intelligente Steuerung und die dadurch erreichten Einsparungen. Da ein Haus eine lange Lebensdauer hat und durch die moderne Vernetzung auch eine Wertsteigerung erfährt, sind die Kosten am Ende deutlich geringer als die eingesparten Energie-Kosten.

Das Szenario in den Urlaub zu fahren und bei der Rückkehr festzustellen, dass das Licht noch gebrannt hat, wird damit ausgeschlossen. Schließlich weiß das System, wenn alle Bewohner das Haus verlassen haben und selbst wenn das mal nicht registriert wurde: Vom Tablet oder dem Smartphone aus, das auch im Urlaub mit dabei ist, kann gecheckt werden, ob noch unnötige Energieverbraucher eingeschaltet sind.

Fenster öffnen

Das Lüften kann ebenfalls automatisch geregelt werden.

SICHERHEIT – MIT WISSEN GEFAHREN BANNEN

Kritiker bemängeln immer wieder, dass ein Smart Home große Angriffsfläche für Hacker und damit auch für potenzielle Einbrecher bietet. Das stimmt nur zum Teil, schließlich können die meisten Daten, die über Internet oder Bluetooth ausgetauscht werden, abgefangen werden und damit auch auf Geräten landen, die dafür nicht vorgesehen waren. Das Gute ist jedoch: Wer um die Gefahr weiß, kann sie bannen. So können Schwachstellen identifiziert werden bevor etwas passiert und moderne Abschirmtechnik sorgt dafür, dass Daten nur über verschlüsselte Verbindungen und nur auf die im Vorfeld definierten Geräte gesendet werden. Auch die Hersteller wissen um mögliche Probleme und sorgen so ständig für eine Weiterentwicklung der Technik.

Diese wird ohnehin immer weiter ausgebaut. So wird ein Smart Home jetzt zum Smart Building, das mit Sonnen-, Wind- oder Erdwärme ausgestattet dafür sorgt, dass es energieautark bleibt und die Waschmaschine nur dann anschaltet, wenn die Solarkollektoren melden, das genügend Strom dafür da ist. Das Smarthome ermöglicht, dass das Auto dem Garagentor die Ankunft signalisiert, was wiederum im Haus meldet, dass der Bewohner gleich ein beleuchtetes Heim vorfinden möchte. Voreinstellbare Lichtstimmungen sorgen außerdem dafür, dass beim Fernsehen kein störendes Gegenlicht auftritt oder die Leselampe, die zum Lesen der Zeitung benötigt wird, das einzige ist, was eingeschaltet ist. Die Technik für all diese Szenarien ist bereits entwickelt, die Zukunft ist greifbar.

IMMER MEHR MÖGLICHKEITEN

So wird stetig weiter an der modernen Haustechnik gefeilt, was dem Bewohner immer mehr Bequemlichkeit, Sicherheit und Einsparungen verspricht. Irgendwann wird vermutlich sogar der Kühlschrank melden, wenn die Milch verbraucht ist, damit rechtzeitig für Nachschub gesorgt werden kann. Vielleicht gibt es die passenden Rezeptideen oder Vorschläge zur gesunden Ernährung gleich mit dazu – denn nicht nur das Haus, auch die Bewohner streben nach Optimierung. Besonders für Hausbau-Interessierte ist es deshalb spannend, sich regelmäßig zu informieren, was im zukünftigen Heim möglich ist und was direkt mit eingebaut werden sollte – denn ohne Vernetzung wird in Zukunft vermutlich gar nichts gehen. Es wird sogar bereits daran gearbeitet, ganze Stadtteile miteinander zu verbinden.

Kurz zusammengefasst

  • Smart Home vernetzt Geräte mit intelligenten Stromzählern, dem mobilen Endgerät und auch untereinander
  • Die Bewohner können vom Smartphone oder Tablet aus die Haustechnik steuern, sogar wenn sie nicht zu Hause sind
  • Kommunizierende Geräte ermöglichen maximales Einsparpotenzial
  • Immer neue Entwicklungen sorgen für mehr Sicherheit und mehr Vernetzung, künftig wohl über das eigene Zuhause hinaus

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