Modern und voll im Trend: Das Pultdachhaus

Modern und voll im Trend: Das Pultdachhaus

Ein echter Hingucker

Das Pultdach galt lange als einfache, preiswert wirkende Dachabdeckung. Früher war es Kennzeichen von Nutzgebäuden in Gewerbegebieten und wurde vorwiegend für Lagerhallen, Schuppen und später Garagen und Carports verwendet. Heute ist dies jedoch nicht mehr ausschließlich so.

Viele Baufirmen die Pultdächer anbieten, sind meist im Gewerbebau aktiv und haben das Pultdach für das private Eigenheim übernommen beziehungsweise adaptiert. Das Pultdach wurde durch den Einsatz im Wohnungsbau deutlich aufgewertet und ist heute Symbol für moderne Architektur – es besticht durch klare Formen und viel Licht.

Das Pultdachhaus kommt mehr und mehr in Mode, nicht nur bei Mehrfamilienhäusern, sondern eben auch als besonderer Akzent auf dem Einfamilienhaus. Viele angehende Eigenheimbesitzer wollen heute ein besonderes Einfamilienhaus und nicht mehr das Standardhaus, welches sich kaum von dem des Nachbarn unterscheidet. Mit dem Pultdach liegt man aktuell voll im Trend.

Was ist ein Pultdach?

Das Markenzeichen des Pultdachs ist die einseitig geneigte Dachfläche mit einem Neigungswinkel, der mit 20 – 45 Grad relativ gering ist.

Seinen Namen trägt das Pultdach, weil es wie ein Schreibpult aussieht. Das sogenannte „versetzte Pultdach“ besitzt zwei gegenläufige Dächer und ähnelt optisch dem Satteldach. Funktional besticht es, im Gegenteil zu diesem, jedoch durch die Möglichkeit der Kombination von unterschiedlichen Dachschrägen. Mit versetzten Pultdächern lassen sich unterschiedlich hohe Gebäudeteile optimal strukturieren. Hinsichtlich der Materialverwendung, egal ob Schiefer, Keramikziegel oder Metall, sind beim Bau des Pultdachs keine Grenzen gesetzt. Auch eine Dach-Begrünung ist möglich.

Die Vorteile des Pultdachs

Das Pultdachhaus besticht nicht nur durch seine moderne Optik. Vor allem wirtschaftliche und funktionelle Gründe sprechen für den Bau dieser Dachform. Dachstuhl, -eindeckung und -entwässerung lassen sich kostengünstiger realisieren als bei anderen Dachformen. Im Hinblick auf den Witterungsschutz fördert das Pultdach durch die Schräge des Daches den Wasserabfluss. So lassen sich Dichtungsprobleme, wie z.B. beim Flachdach, vermeiden. Hinzu kommt, dass durch das Fehlen des Stoßes am Dachfirst nicht, wie z.B. beim Sattel- oder Walmdach, besondere Schutzmaßnahmen gegen das Eindringen von Wasser erforderlich sind.

Während beim Satteldach die Stehhöhe und Wohnfläche im Obergeschoss eingeschränkt ist, bietet das Pultdach, bei gleicher Hausgröße, deutlich mehr Freiheiten. Im ganzen Haus kann die volle Stehhöhe genutzt werden. Dies bietet mehr Wohnkomfort und Bewegungsfreiheit und der Positionierung von Möbeln sind kaum Grenzen gesetzt. Die hohe Wand, die den Dachfirst bildet, bietet darüber hinaus die Möglichkeit der Errichtung von Emporen und somit die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum.

Auch im Hinblick auf die Durchleuchtung bietet das Pultdach besondere Möglichkeiten. Durch die Integration bodentiefer Fenster zur Gartenseite ist die Versorgung mit reichlich Licht gewährleistet.

Das Pultdachhaus ist ein Energiesparer. Dank kleinerer Umfassungsfläche des Gebäudes ist die Wärmeabstrahlung geringer und durch die großen Glasflächen im Dachversatz ist der solare Wärmegewinn im Obergeschoss groß. Für die Nutzung von Solaranlagen ist das Pultdach bestens geeignet, da diese gezielt auf die Sonne ausgerichtet werden können. Auch im Winter kann man so die flach einfallenden Sonnenstrahlen optimal nutzen.

Die heutige Wohnlandschaft

Heutige Neubaugebiete sehen vielerorts noch recht gleich aus. Es gibt kaum optische Variationen. Durch das Pultdach kommt aber Bewegung in diese gleichmäßige Gestaltung von Neubaugebieten. Pultdachhäuser zu bauen, bedeutet also, mit der Zeit zu gehen, Geld zu sparen und Platz zu gewinnen!



Schlagworte: Häuser, Pultdach, Schön

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