Den Umzug richtig planen

Stressfrei ins neue Eigenheim:

Der perfekte Umzugs-Ratgeber – inkl. Checkliste

Der Innenausbau des Eigenheims geht in die letzte Phase – der Countdown für den Umzug läuft. Wer nun frühzeitig mit der Planung des Wohnungswechsels beginnt, spart Nerven und vermeidet unnötige Kosten.

Um den reibungslosen Ablauf zu planen, haben wir für Euch einen hilfreichen Umzugs-Ratgeber inklusive detaillierter Checkliste zum Ausdrucken erstellt.

Schritt 1:

Die Planungsphase für den Umzug

Energieversorger, Telefonanbieter, Vermieter – beim Wohnungswechsel müssen jede Menge Vertragspartner von dem Umzug erfahren. Diese Verträge solltet Ihr mit ausreichend Vorlaufzeit kündigen oder anpassen:

Urlaub einreichen:

Falls Ihr für den Umzug Urlaub einreichen müsst, sollte das erledigt werden, sobald das Einzugsdatum feststeht. In speziellen Fällen stehen Arbeitnehmern für den Umzug einige Tage Sonderurlaub zu.

Mietvertrag:

Bei einer ordentlichen Kündigung gilt gewöhnlich eine gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Die Kündigung muss dem Vermieter – wenn vertraglich nicht anders vereinbart – am dritten Werktag des Monats vorliegen. Andernfalls verlängert sich die Kündigungsfrist um einen Monat.

Telefon-,TV und Internetanbieter:

Die Kündigungsfristen von Telefon-, TV- und Internetanbietern variieren je nach Tarif und Unternehmen. Meist liegen sie zwischen zwei Wochen und drei Monaten. Schaut deshalb rechtzeitig in den Vertrag, um die Kündigung fristgerecht einzureichen. Möchtet Ihr den Anbieter nicht wechseln, müsst Ihr ihn dennoch vier bis sechs Wochen vor dem Umzug ins neue Eigenheim über den bevorstehenden Wohnungswechsel informieren. Nur so kann der Anbieter Euren Anschluss pünktlich zum Einzug umschalten.

Strom- und Gasanbieter:

Ähnlich wie bei Internetanbietern schwanken die Kündigungsfristen abhängig von Vertragspartnern und dem gewählten Tarif. Möchtet Ihr lediglich die Adressänderung bekannt geben und den aktuellen Vertrag weiterführen, erfahrt Ihr auf der Homepage des Anbieters, ob dieser Strom bzw. Gas auch in die neue Anschrift liefern kann oder ob Euer neuer Wohnort aus dem Versorgungsnetz herausfällt.

Nachsendeauftrag:

Damit Euch auch Briefe von Absendern erreichen, die keine Kenntnis von Eurem Umzug haben, solltet Ihr einen Nachsendeauftrag bei der Post beantragen. Je nach gewählter Dauer wird die Post dann für drei, sechs oder zwölf Monate an Eure neue Adresse umgeleitet. Der Nachsendeauftrag sollte in etwa eine Woche vor dem Umzug eingereicht werden.

Wasserversorger:

Die städtischen Wasserwerke versorgen flächendeckend alle Haushalte. Hier ist lediglich eine Adressummeldung nötig, da es keine privaten Anbieter als Alternative gibt. Beim Bau eines Eigenheims durch einen Bauträger übernimmt in der Regel der Installationsbetrieb die Anmeldung von Wasser und Abwasser für Euer neues Zuhause.

Abonnements von Zeitschriften und Zeitungen:

Habt Ihr einen Nachsendeauftrag eingerichtet, erreichen Euch die abonnierten Zeitungen und Zeitschriften auch in Eurem neuen Domizil. Informiert Ihr den Absender jedoch rechtzeitig über Euren Wohnortwechsel, müsst Ihr später nicht mehr daran denken.


Umzugskosten realistisch kalkulieren und Preisfallen umschiffen

Bei einem Umzug fallen verschiedene Kosten an. Einige sind offensichtlich, andere eher versteckt. Eine sorgfältig zusammengetragene Liste über die anfallenden Ausgaben hilft, im Kostenchaos den Überblick zu behalten. Dabei gilt jedoch: Schätzt die Kosten nicht nur, sondern macht Euch die Mühe, diese konkret zu ermitteln. Sonst tappt Ihr schnell in die Preisfalle. Mögliche Kostenverursacher sind:

Renovieren der alten Wohnung

Umzugsunternehmen

Anmieten eines Umzugswagens

Renovierung der alten Wohnung

Umzugskartons oder Kisten und Verpackungsmaterial

Benzinkosten für Umzugshelfer

Einrichten einer Halteverbotszone (Kosten dafür: ca. 90,-€)

Essen und Trinken für die Helfer

Ein Online-Umzugsrechner liefert eine grobe Orientierung über die Kosten, die beim Transport der Möbel und des Hausrates anfallen. Hier könnt Ihr Eure Kosten in wenigen Sekunden grob berechnen lassen.

Löst Ihr ein Mietverhältnis auf, könnt Ihr auch mit einer größeren Einnahme rechnen: der Mietkaution. Das hinterlegte Geld in Höhe von oftmals drei Monatskaltmieten plus angefallenen Zinsen muss der Vermieter Euch nach Abnahme der Wohnung auszahlen. Das kann sich jedoch ganz schön in die Länge ziehen. Für die Rückzahlung hat er im Normalfall bis zu sechs Monate Zeit.

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Umzugshelfer: Profiunternehmen oder lieber Freunde?

Es braucht viele helfende Hände, um bei einem Umzug ins Einfamilienhaus einen ganzen Haushalt in kurzer Zeit von A nach B zu verfrachten. Aber wer soll mit anpacken: Profis oder Freunde?

Für die Wahl eines professionellen Umzugsunternehmens sprechen:

  • das Unternehmen verpackt in Rekordzeit Euer Hab und Gut
  • nach Absprache demontieren und montieren die Experten professionell
  • der Möbeltransport verläuft in der Regel reibungslos
  • sperrige und schwere Möbel wie Klavier, Kühlschrank oder Waschmaschine werden von Profis verladen
  • bei anfallenden Schäden springt die Versicherung des Unternehmens ein

Dieser Rundum-Service schröpft die Umzugskasse jedoch erheblich. Ein sorgfältiger Vergleich von unterschiedlichen Anbietern lohnt sich im Vorfeld auf jeden Fall.

Sollen lieber Freunde mit anpacken, solltet ihr ihnen rechtzeitig den Tag des Umzugs mitteilen, damit sie sich diesen freihalten. Auch einen Umzugswagen zu organisieren und ggf. Halteverbotszonen einzurichten, benötigt eine gewisse Vorlaufzeit. Die Genehmigung sowie die entsprechenden Straßenschilder erhältst du von der Straßenverkehrsbehörde des jeweiligen Ortes.

Nicht vergessen: Harte Arbeit macht hungrig und durstig. Was möchtet Ihr den Umzugshelfern an Verköstigung anbieten? Auch eine Betreuung für das Haustier sollte man rechtzeitig organisieren, um dem tierischen Hausgenossen am Umzugstag unnötigen Stress zu ersparen.


Umzugsmaterial günstig besorgen und Kartons richtig packen

Umzugskartons richtig packen

Clever gepackte Umzugskartons sind das A und O für einen schnellen Umzug. Doch richtig zu packen will gelernt sein. Vermeidet folgende Fehler:

unkoordiniertes Hineinwerfen

Die Handtücher für das Gästebad sorglos zu den Kinderspielsachen und den Kochtöpfen zu packen, ist keine gute Idee. So müsst Ihr beim Auspacken gleich in drei verschiedene Zimmer laufen, um diese Dinge einzuräumen. Als eiserne Packregel gilt deshalb: In einen Karton kommt nur das, was auch in einen Raum gehört.

falsche Kartonart wählen

Muss die gesamte Enzyklopädie mit umziehen, verstaut man die dicken Wälzer am besten in speziellen Kartons für Bücher. Diese haben einen besonders reißfesten Boden. Auch für Gläser, Kleidung und Bilder gibt es spezielle Umzugskartons.

Kartons überladen

Als maximales Gewicht gelten für die verschiedenen Kartongrößen unterschiedliche Traglasten. Um die Helfer nicht zu überfordern, sollten die Kartons ein Gewicht von 20 Kilogramm nicht überschreiten.

Beschriftung vergessen

Ein paar Buchstaben auf jedem Karton erleichtern die Arbeit beim Einzug erheblich. Das kann ein Stichwort zum Inhalt oder auch eine Zahl sein. Im neuen Eigenheim klebt Ihr einfach einen Zettel mit den zugeordneten Zahlen an die jeweilige Zimmertür. So können die Umzugshelfer die Kartons gleich in den richtigen Raum tragen – und im Flur entsteht kein Kistenstau.

Unser Tipp: Ihr könnt beim Verpackungsmaterial Geld sparen, wenn Ihr Euch im Vorfeld bei Freunden, Kollegen und Bekannten umhört, ob diese noch leere Umzugskartons im Keller geparkt haben, die sie Euch leihen würden. Eine weitere Möglichkeit um Geld zu sparen ist, die Umzugskartons einfach gebraucht zu kaufen.

Schritt 2:

Am Umzugstag

Bei einer durchdachten Vorbereitung geht das Aus- und Einräumen reibungslos über die Bühne. Jetzt gilt es nur noch, den Ablauf zu optimieren und beim Einzug ins Eigenheim an alles zu denken.

Helferteams einteilen

Schränke ab- und aufbauen, Elektrik installieren, Sofas schleppen, Kisten tragen – für jeden freiwilligen Helfer findet sich eine Aufgabe, die seinen Fähigkeiten entspricht. Am besten teilt Ihr Eure Freunde gleich zu Beginn in entsprechende Teams ein.


Schäden dokumentieren

Werden schwere und sperrige Gegenstände durch die Gegend getragen, geht schnell einmal etwas zu Bruch. Denkt daran, Schäden wie Kratzer im Parkett, eine umgestoßene Weglaterne oder auch eine zerbrochene Glastür sorgfältig mit Fotos zu dokumentieren. Diesen Nachweis benötigt man später, um die Schäden ggf. bei der Haftpflicht- oder Hausratsversicherung geltend zu machen. Verursachen Möbelpacker einen Schaden, greift die Versicherung des Unternehmens. Die Haftpflichtversicherung von befreundeten Helfern springt in solchen Fällen übrigens nicht ein.


Verköstigung

Sind die Möbel in der neuen Wohnung angekommen, ist Umzugshalbzeit. Jetzt steht erst einmal eine Stärkung auf dem Programm. Leckeres Fingerfood oder Pizza vom örtlichen Lieferdienst motivieren die Helfer, in der zweiten Halbzeit wieder zu Hochtouren aufzulaufen. Alkoholfreie Getränke sollten jederzeit bereit stehen.


Möbel aufbauen

Möbel zusammenbauen

Nutzt die Gunst der Stunde und bittet eine Handvoll Freunde, Euch beim Möbelaufbau zu unterstützen.


Trinkgelder

Haben die Möbelpacker einen guten Job gemacht, freuen sie sich nach vollendeter Arbeit über ein Trinkgeld. Je nach Aufwand und Zufriedenheit lässt der Auftraggeber in der Regel zwischen 10 und 20 Euro für jeden Packer springen.


Transporter zurück bringen

Es ist vollbracht. Das gesamtes Hab und Gut steht im neuen Eigenheim – zumindest im zerlegten Zustand – am vorgesehen Platz. Jetzt gilt es nur noch, den Transporter innerhalb der vereinbarten Mietzeitspanne zum Verleihunternehmen zurückzubringen. Nicht vergessen: In der Regel muss dieser dort vollgetankt abgegeben werden.


Alte Wohnung reinigen

Sobald die alte Wohnung leer ist, wird es Zeit, den Besen zu schwingen. Gängige Mietverträge fordern, die Wohnung „besenrein“ zu übergeben. Das heißt, sie muss ordentlich und sauber, aber nicht auf Hochglanz poliert sein. Genaueres dazu erfährt man beim Mieterbund.

Schritt 3:

Nach dem Umzugstag

Nach dem Möbeltransport ins neue Eigenheim ist der anstrengendste Teil des Umzuges überstanden. Jetzt steht noch etwas Bürokratie auf dem Programm:

Das Einwohnermeldeamt, die GEZ, die Bank, Versicherungen, das Finanzamt sowie ggf. das Bafög-Amt müssen von Eurem Adresswechsel erfahren. Besitzt Ihr ein Auto oder ein anderes Kraftfahrzeug, muss dieses beim Straßenverkehrsamt umgemeldet werden.

Habt Ihr Eure alte Wohnung im renovierten Zustand vom Vormieter übernommen, müsst Ihr diese aller Wahrscheinlichkeit nach auch im renovierten Zustand übergeben. Ein Blick in den Mietvertrag verrät, ob Ihr zu Farbrolle und Eimer greifen müsst und ob auch das Lackieren der Fensterrahmen zu den vereinbarten Pflichten bei einer Renovierung gehört.

Mehr zu den Mieterpflichten bei einer Wohnungsrückgabe erfährt man hier.


Die Schlüsselübergabe

Vor der Rückgabe der Wohnungsschlüssel begutachtet Ihr noch einmal gemeinsam mit dem Vermieter die Wohnräume. Dieser kontrolliert den Zustand der Wohnung, liest die aktuellen Stände von Wasseruhren, Gas- und Stromzähler ab und notiert alles im Übergabeprotokoll. Übermitteln müsst Ihr später die finalen Zählerstände an den Versorger. Sobald Ihr das Protokoll sorgfältig durchgelesen und unterschrieben habt, ist die Wohnungsübergabe geschafft.

Checkliste für Euren Umzug

Mit unserer Checkliste vergisst Du garantiert nichts. Alle To-Dos für Euren Umzug auf einen Blick.

  • Musterhaus.net Checkliste für den Umzug

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Schlagworte: Hausbau

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