Die unerkannte Gefahr: Feuchtigkeit im Baustoff

Feuchtigkeit im Baustoff

Bauschäden rechtzeitig vermeiden…

Zeit ist Geld – und beides möchte der Bauherr von heute nur allzu gern sparen. Doch dabei sollte er nicht an den notwendigen Trocknungszeiten der Baustoffe sparen. Zuviel Feuchtigkeit zum Beispiel im Boden-Estrich kann erhebliche Bauschäden verursachen. Abhilfe schaffen innovative Messgeräte, die den Restfeuchtewert exakt bestimmen.

Beim Hausbau müssen sich Bauherren oft in Geduld üben. Mal spielt das Wetter nicht mit, ein anderes Mal kommen Bauteile zu spät auf der Baustelle an. Am Ende soll es darum umso schneller gehen, man wartet darauf, endlich einziehen zu können. Doch gerade in der Endphase ist es wichtig, die Geduld nicht zu verlieren. Bei der Verlegung des Bodenbelags ist die Trocknungszeit des Estrichs dringend zu beachten. Wird der Bodenbelag zu früh verlegt, sind Bauschäden die Folge, die nicht nur den Geldbeutel und die Nerven belasten, sondern unter Umständen sogar die Gesundheit der Bewohner.

Die Feuchtigkeit des Estrichs ist von dessen Zusammensetzung und der relativen Luftfeuchtigkeit abhängig. Bei konstanter Temperatur stellt sich zwischen beiden ein Gleichgewicht – der Ausgleichsfeuchtewert – ein, der zumindest an unbeheizbaren Estrichsorten für Bodenbeläge ungefährlich ist. Hersteller geben diesen Wert für jeden ihrer Estriche an. Anhand dieses Wertes kann der Handwerker anschließend beurteilen, ob die Restfeuchte im Estrich noch zu hoch ist, oder ob der Estrich bereits „belegreif“, also trocken genug ist. Immer vorausgesetzt natürlich, dass der Handwerker ein Gerät besitzt, das die Ausgleichsfeuchte des vor-Ort-Baustoffs anzeigt.

Und genau hier liegt der Kern des Problems: die weit verbreitete CM-Methode kann diesen Wert nicht anzeigen. Aufgrund dieses Fakts und weiterer negativ zu bewertender Punkte, wie beispielsweise der Veränderung des Feuchtigkeits-Gehalts im Estrich durch die Probeentnahme ist die CM-Methode als ungenau einzustufen. Sie wiegt Bauherren und Handwerker in falscher Sicherheit. Gerade für den Handwerker kann dies auch existentielle Gefahren bergen. Verlässt sich der Handwerker auf den ungenauen Wert der CM-Methode und tritt anschließend ein Feuchteschaden auf, muss er dafür haften. Das Risiko eines zu hohen Restfeuchtegehalts kann mit dem Messgerät von DNS-Denzel auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Das Gerät zeigt den für den vor-Ort-Baustoff geltenden Ausgleichsfeuchtewert bei angenommenen Wohnklima-Verhältnissen von 20°C bei 55% r.F. an. Der Handwerker kann auf der Grundlage dieses Vergleichwerts das Risiko besser einschätzen und den Auftrag entsprechend schadensfrei ausführen. Innerhalb weniger Sekunden kann er mit dem Gerät von DNS-Denzel an mehreren Stellen zerstörungsfrei bis zu einer Tiefe von mehr als 6cm den durchschnittlichen Feuchtegehalt messen und selbst kleinere, aber gefährliche Feuchtenester aufspüren, die zum Beispiel durch Abdeckfolien oder dort abgestellte Bau-Materialien nicht gut genug trocknen konnten.

Der Gehalt der Feuchtigkeit wird dabei auf 0,02 Prozent genau ausgewiesen. Das Messgerät ist von der Universität Weimar geprüft und findet unter Handwerkern immer mehr Verbreitung. Die gängigsten Baustoffe, wie Zement, Anhydrit und Fliessanhydrit sind im Gerät bereits vorprogrammiert, andere Stoffe sowie Putze und Spachtelmassen können auf Anfrage programmiert werden.

(Quelle: TDX)


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