Fachwerkhaus – Deutsche Tradition

Fachwerkhaus – ewig währt am längsten

Das Fachwerkhaus verkörpert deutsche Bautradition in besonderem Maße. Bei keiner anderen ist die Handwerkskunst auch so deutlich von außen sichtbar. Seit dem Mittelalter werden sie in sogenannter Skelettkonstruktion erbaut. Heute gibt es noch mehr als zwei Millionen Fachwerkhäuser in Deutschland. Das älteste steht seit mehr als 700 Jahren.

Vor allem in nadelholzreichen Gegenden bestehen die tragenden Elemente der Skelettkonstruktion aus dicken Eichen- oder Tannenholzbalken. Das Holzgerüst mit seinen Zwischenräumen, den Gefachen, wird gefüllt mit einem verputzten Holzgeflecht oder Mauerwerk.

Moderner Nachfolger des Fachwerkbaus ist die Holzrahmenbauweise (Holzständerbau). Das Prinzip ist dasselbe wie beim Skelettbau. Die neuen Fachwerkhäuser werden von innen gedämmt, damit die Balkenkonstruktion von außen sichtbar bleibt. So kann auch die Energieeinsparverordnung (EnEV) eingehalten werden.

In Deutschland werden Fachwerkhäuser schon seit dem frühen 13. Jahrhundert gebaut. Die ältesten ihrer Art stehen in Esslingen am Neckar (Baden-Württemberg). Ihren Baumaterialien und der Kunst der Handwerker im Mittelalter verdanken sie ihre außerordentlich hohe Langlebigkeit.

Damit die Holzbalken vor Verfall geschützt sind, sollte auf eine gute Qualität und ausreichend Lasur geachtet werden. Die Pflege dürfte um Einiges leichter fallen als damals im Mittelalter.

Hier gibt es viele Beispiele mit Fachwerkhäusern von erfahrenen Hausbau-Firmen.

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