Gesund bauen, gesund wohnen – aber wie?

Gesund bauen und wohnen

Wohngesundheit entsteht nicht von alleine

Millionen Menschen leiden unter Allergien und wollen wenigstens zu Hause gesund wohnen. Doch nicht immer sind Staub, Pollen oder Tierhaare die Wurzel des nervenden Übels. Schadstoffe – schon beim Bauen verwendet und täglich im direkten Wohnumfeld – gelten zunehmend als Allergie-Faktor Nummer 1. Darauf weist jetzt der Ratgeber „Gesund Bauen – Gesund wohnen“ des Verbandes privater Bauherren (VpB) hin.

Farben, Lacke, Teppichkleber oder Dichtungsmassen – wer von den Bauherren und Hausbesitzern weiß schon, was wirklich in diesen Stoffen steckt, die Tag für Tag beim Hausbau, Ausbau und Renovierung arglos verwendet werden?

„Viele Menschen machen sich gar keine Gedanken über Schadstoffe. Sie kommen in feucht eingebauten Baustoffen vor und gehen beim Austrocknen in die Raumluft über. Diese Produkte werden millionenfach von Heimwerkern verwendet. Kaum einer interessiert sich dafür, was er sich mit einem bestimmten Baustoff in die eigenen vier Wände holt“, wissen die Experten des VpB.

Auch „trockene“ Innenausbaustoffe haben es in sich. Beispielsweise der Mottenschutz im Teppichboden, der Flammschutz im Vorhangstoff. Alle diese Hilfsstoffe bleiben lange im Raum und gelangen so auch in den Körper des Menschen.

Gegenmittel: Aufmerksamkeit bei Materialauswahl – und lüften, lüften, lüften!

Doch kann man überhaupt gesund bauen – und dann gesund wohnen? Man kann! Schadstoffe sollten möglichst schon beim Einkauf vermieden werden, rät der VPB. Werden sie aber doch eingebaut, dann hilft nur konsequentes Lüften, um die Schadstoffe nach und nach aus dem Wohnraum zu entfernen. „Wer neu gebaut oder frisch renoviert hat, der sollte besonders sorgfältig lüften, damit Restfeuchte aus Putz und Estrich sowie eventuelle Schadstoffe aus Klebern und Dichtungsmassen möglichst schnell aus den Räumen entweichen können.“

Auch der Sachverständige hilft…

Fazit: Wer baut oder saniert, der sollte sich immer vorher informieren, welche alten Baustoffe er möglicherweise bei seinem Umbau vorfindet und welche neuen Materialien er in Zukunft verwenden will. Bei der Materialauswahl können sich empfindliche Menschen auch vorab vom Sachverständigen beraten lassen.

(Quelle: vbp)


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