12 Gründe für ein edles Ambiente mit Naturstein

Naturstein – Mehr Freude im Eigenheim

Naturstein ist ein außergewöhnlicher Baustoff. Er ist edel, vielseitig verwendbar und langlebig – im Haus, davor oder drumherum. Wir haben ein ganzes Dutzend guter Gründe für Naturstein zusammengestellt.

1. Naturwerkstein fasziniert

Stein ist ein Naturprodukt, dessen individuelle Eigenschaften durch die Art und die Bindung der Mineralien bestimmt wird, aus denen der Naturstein besteht. Unter allen Baustoffen nimmt der Naturstein eine herausragende Stellung ein: Bauteile aus Naturstein sind Unikate, die man untereinander und mit vielen anderen Materialien kombinieren kann. Naturwerkstein, der für Fassaden, Bodenbeläge, Treppen, Fensterbänke und Küchenabdeckungen bearbeitete Naturstein, ist kein uniformes Industrieprodukt, sondern zeigt seine Entstehungsgeschichte. So geben die dunklen Einschlüsse im Granit Hinweise auf das Einschmelzen von Gestein in das noch flüssige Magma.

Die Schichtung im Sandstein zeugt von den Ablagerungen der Sedimente in Meeren, Flussdelten und großen Wasserbecken. Die Versteinerungen in den Kalksteinen berichten von lange ausgestorbenen Tieren und die Fältelungen mancher Gneise von intensiven Bewegungskräften in deren Folge Gebirge entstanden sind.

Ohne den Naturstein, der die feste Kruste unserer Kontinente bildet, würde es kein Leben auf unserer Erde geben. Naturstein ist im wahrsten Sinne des Wortes die Grundlage unserer Existenz und der Rohstoff für viele andere Baustoffe.

Naturwerksteinwand

Naturstein ist kein normiertes Produkt. Jeder Stein ist einzigartig.

2. Naturstein ist ökologisch

Naturwerkstein findet sich als Baustoff in nahezu fertiger Form in der Natur. Es ist ein im Laufe von Jahrmillionen gewachsenes lebendiges Material. Für seine eigentliche Herstellung ist kein Energiebedarf notwendig. Lediglich bei der Gewinnung und Bearbeitung wird Energie verbraucht; der Anteil ist jedoch im Vergleich mit anderen Baustoffen gering. Der Abbau erfolgt meist in relativ kleinen Steinbrüchen ohne große Sprengungen. Nicht verwendeter Abraum kann unmittelbar zum Verfüllen abgebauter Teile des Steinbruchs eingesetzt werden. Falls das nutzbare Vorkommen erschöpft ist, kann sich eine weitere Nutzung des Steinbruchs in vielfältiger Form anschließen.

Es gibt Zeugnisse für die Nutzung ehemaliger Steinbrüche zum Beispiel als Freizeitgelände und als Seen; daneben ist eine komplette Rekultivierung und Rückführung des Geländes an die Land- und Forstwirtschaft möglich. Die beim Abbau und der Verarbeitung anfallenden Reste sind natürliches Gestein und können wirtschaftlich zum Beispiel im Garten- und Landschaftsbau, für Mauerwerk, zum Belegen von Terrassen, für den Wasserbau sowie zur Herstellung von Schotter genutzt werden. Nicht mehr nutzbare Abfälle dienen in Steinbrüchen zum Verfüllen.

Alte Bauteile aus Naturwerkstein wurden früher nach dem Abriss eines Bauwerks häufig erneut bearbeitet und verwendet. Sie können daneben ohne Belastung der Umwelt in Steinbrüchen, das heißt an den Orten ihrer Herkunft, deponiert werden. Im gesamten Kreislauf der Naturwerkstein-Gewinnung, -Bearbeitung und -Rückführung an die Natur geht nichts verloren. Hier besitzt der Naturwerkstein in den Jahrtausenden seiner Nutzung eine Sonderstellung vor vielen anderen Stoffen.

3. Naturstein ist umweltverträglich

Als natürlicher Baustoff enthält der Naturstein keine gesundheitsgefährdende Schadstoffe. Naturstein kann problemlos in Lebensmittelbereichen verwendet werden. Er entspricht der Baustoffklasse A nach DIN 4102, ist somit nicht brennbar. Chemischen Hilfsstoffe wie Schutzanstriche, Imprägnierungen und Beschichtungen für die Verwendung als Baumaterial sind nicht notwendig.

4. Naturstein ist vielfältig

Es gibt keinen Baustoff, der so viele unterschiedliche Farben und Strukturen zeigt wie der Naturstein. Diese Vielfalt steigt ins Grenzenlose durch die Möglicheiten der Oberflächenbearbeitung. Bauherren und Architekten verfügen so über eine Palette, die eine Abstimmung auf jedes gewünschtes Erscheinungsbild oder Ambiente erlaubt.

Edles Ambiente mit Naturstein.

Edles Ambiente mit Naturstein

Naturwerksteine werden oft wegen ihren hohen optischen und technischen Qualitäten ausgewählt. Er steht in einer Vielzahl unterschiedlicher Farben, Strukturen und Texturen zur Verfügung. Hinzu kommen hochglanzpolierte oder raue und strukturierte Oberflächen, die das Aussehen und die Charakteristik eines bestimmten Natursteins wesentlich beeinflussen. Während ein Naturstein mittels Politurbehandlung edel und elegant wirkt, kann der gleiche Naturstein mit einer rauen Oberfläche Kraft und Stärke ausdrücken. So ist der Baustoff ebenso für ein stilvolles Marmor-Badezimmer wie für eine moderne bruchraue Gartenmauer verwendbar.

Naturwerkstein ist vielfältig einsetzbar im Garten

Vielfältig: Naturstein kann auch im Garten eingesetzt werden.

Es gibt für nahezu jede Anforderung an einen Baustoff den geeigneten Naturstein:

  1. Mauerwerk
  2. Fassadenbekleidung
  3. Bodenbeläge
  4. Treppenbeläge
  5. Innenwandbekleidung
  6. Innenausstattung (Tische, Arbeitsplatten)
  7. Möblierungen im Außenbereich (Bänke, Skulpturen)

5. Naturstein ist individuell

Natursteine werden in großformatigen Blöcken im Steinbruch gewonnen und in den Naturwerksteinbetrieben auf das gewünschte Format geschnitten. Das Format der Platten wird nur durch die Größe der Rohblöcke begrenzt und nicht durch Standardmaße eingeschränkt, die über die Produktion vorgegeben sind. Die Plattenformate können individuell den Bedürfnissen der Planung angepasst werden. Ebenso sind nicht nur quadratische oder rechteckige Platten lieferbar, sondern alle beliebigen Formen wie Dreiecksplatten und Kreise.

Moderne Bearbeitungsmaschinen wie Hochdruckwasserstrahlanlagen erlauben Einlegearbeiten im Naturstein – beispielsweise Schriftzüge, die aus anderen Materialien in die Natursteinplatte eingearbeitet werden.

Die Bearbeitung von Naturwerkstein hat eine Jahrtausend alte Tradition. Dabei wurde die anstrengende körperliche Arbeit fortschreitend durch moderne und wirtschaftlichere Fertigungsmethoden ersetzt. Trotzdem wird der bearbeitete Naturwerkstein nie ein Massenprodukt sein. Die bunte Vielfalt der Gesteine sowie die individuellen Bearbeitungs- und Gestaltungsmöglichkeiten machen die Einzigartigkeit des Naturwerksteins aus.

6. Naturstein ist dreidimensional

Neben den Plattenformaten können auch beliebige Massivsteine hergestellt werden. Treppenstufen können aus massiven Blockstufen hergestellt werden und nicht nur als dünne, plattenförmige Treppenbeläge.

Naturwerkstein ist überall einsetzbar, sogar im Wellness oder Sauna bereich.

Ob glatt oder rauh, eckig oder abgerundet, hell oder dunkel – Naturstein ist überall einsetzbar.

Durch das Einfräsen von Nuten und Kanneluren in den Steinoberflächen werden interessante Licht- und Schatteneffekte erzielt wodurch das Gebäude Kraft und Massivität ausstrahlt. Massive Bauteile wie Gesimse, Umrahmungen und Pfosten ermöglichen eine ästhetische Gliederung der Fassade.

7. Naturstein ist alterungsfähig

Während viele Baustoffe im Laufe der Jahre unansehnlich werden, erhält der Naturstein eine natürliche Patina, die der Schönheit des Natursteins keinsfalls abträglich ist. Viele Natursteine sind wie guter Wein: Erst mit den Jahren erhalten sie ihre volle Eleganz. Naturstein kann aber auch einfach und kostengünstig gereinigt werden.

Naturwerkstein als Außenanlage

Auch für Außenanlagen geeigent, da langlebig und leicht zu reinigen.

Selbst Jahrhunderte alte Bodenbeläge aus Naturstein können abgeschliffen und somit wieder in den Originalzustand gebracht werden. Die Lebensdauer ist extrem hoch. Bei der richtigen Planung und Ausführung halten Bauwerke aus Naturstein nachweisbar mehrere tausend Jahre.

8. Naturstein ist kostengünstig

Betrachtet man die Gesamtkosten eines Baustoffes über einer Nutzungsdauer von 30 Jahren und mehr, beweisen unabhängige Untersuchungen: Naturstein ist nicht teurer als vergleichbare künstliche Baustoffe ist. Den relativ hohen Investitionskosten stehen die langfristig günstigen Unterhaltskosten sowie die hohe Lebensdauer gegenüber. Der Aufwand für Reinigungs- und Wartungskosten ist sehr gering.

9. Naturstein ist physikalisch sinnvoll

Naturstein weist eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit und ein hohe Wärmespeicherkapazität auf. Er ist daher besonders für Fußbodenheizungen und Kamine geeignet. Selbst Heizkörper werden aus Naturstein hergestellt, wobei dessen gute Wärmestrahlung genutzt wird. Als Fassadenmaterial absorbiert der Naturstein die Wärmestrahlung der Sonne und verhindert die ungewollte Aufheizung der Gebäude.

Untersuchungen belegen, dass der Energiebedarf von Hochhäusern mit Steinfassaden bei 100 bis 150 kWh/m² liegt, dagegen bei Glasfassaden ein Energiebedarf für die erforderliche Heizung und Kühlung von 300 bis 700 kWh/m² erforderlich ist (siehe Spiegel Nr. 47 vom 15.11.2004). In einer aufwendigen Studie hat der DNV die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit von Fassadenkonstruktionen mit Naturstein nachgewiesen.

10. Naturstein ist belastbar

Naturwerkstein im Eingangsbereich und als Treppe

Auch im Eingangsbreich und der Treppe gut einsetzbar.

Die enorm hohen Druckfestigkeiten von Naturstein haben ihm den Ruf des ewigen Baustoffs verschafft. Die Festigkeiten werden nur vom Stahl übertroffen, der jedoch korrosionsgefährdet ist. Nur die so genannten nichtrostenden Stähle, die produktionsbedingt extrem kostspielig sind, erreichen eine vergleichbare Haltbarkeit. Auch bei den Bodenbelägen kann der Naturstein die höchste Belastbarkeit und geringsten Abriebwerte aufweisen. Bei Belägen aus Granit oder ähnlichen Hartgesteinen sind auch nach Jahrzehnten kaum Nutzungsspuren zu sehen. Auch bei den Küchenarbeitsplatten ist die enorme Härte der Natursteine gefragt, da selbst beim Schneiden mit Messern kaum Kratzer auf den Steinoberflächen entstehen. Ebenso sind die meisten Natursteine völlig unempfindlich gegen Säure, Salze und aggressive Reinigungsmittel.

11. Naturstein ist sozial

Naturstein wird oft dezentral verarbeitet und das in Gegenden ohne großes Wirtschaftspotenzial. Die Natursteinwirtschaft schafft dort Arbeits- und Ausbildungsplätze. Darüber hinaus könne man in europäischen Natursteinbetrieben die geforderten Standards bei den Arbeitsbedingungen und dem Arbeitsschutz voraussetzen.

12. Naturstein ist recyclebar

Beschädigte oder durch die Nutzung stark beanspruchte Natursteine können durch Abschleifen renoviert werden; das ist bei vielen anderen Baustoffen keine Option. Natursteine, die für einen bestimmten Einsatzzweck nicht mehr gebraucht werden, kann man als Werkstein oder Schotter wiederverwenden.


Ausführliche Informationen zu Naturstein finden Sie beim

Über den Autor


Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V.
Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V.

Der Deutsche Naturwerkstein-Verband DNV vertritt die Interessen der deutschen Naturwerkstein-Industrie. Er berät und unterstützt in allen fachlichen Fragen zur Verwendung von Naturwerksteinen, einschließlich der Versetz- und Verlegetechnik.

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