Das passende Grundstück finden

Grundstückssuche

So findet man das passende Grundstück fürs Eigenheim

Für die Verwirklichung des Traumhauses benötigt man natürlich auch das passende Grundstück. Die Suche nach einem solchen ist jedoch sehr zeitaufwändig und man kann schnell den Überblick verlieren. Wir stellen Möglichkeiten vor, um das ideale Grundstück fürs Eigenheim zu finden.

Stadt, Land, Fluss…

…Standort bestimmen: Zunächst sollte man sich genau überlegen, in welcher Region das zukünftige Haus stehen soll. Möchten man eher Ruhe und vergleichsweise niedrige Grundstückskosten? Dann wäre das Leben auf dem Land vielleicht das Richtige. Oder will man lieber dort wohnen, wo das Leben jeden Tag tobt und der Weg zur Arbeitsstelle kurz ist? Auch das Wohnen inmitten einer Stadt bietet einige Vorteile.

Viele Wege führen nach Rom…

…und zum eigenen Grundstück: Hat man sich für einen Standort für das Eigenheim entschieden, kann die eigentliche Grundstückssuche beginnen. Doch wo anfangen? Es gibt mehrere Möglichkeiten:

1. Baulückenfeststellung

Die sogenannte Baulückenfeststellung führt man eigenständig durch. Ob mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß – bei der Baulückenfeststellung schaut man sich die gewünschte Region persönlich an und sucht freie Bauplätze, für die man sich interessiert.

Mehr noch kann man bei Nachbarn nach den Kontaktdaten des Eigentümers eines unbebauten Grundstückes nachfragen oder man geht auf die Katasterämter zu, um diese Informationen zu bekommen. Liegt ein „berechtigtes Interesse“ vor, geben diese in der Regel auch Auskunft über den Eigentümer. Diese Suche auf eigene Faust hat den Vorteil, dass man in der Regel ohne Konkurrenz ist. Häufig haben Grundstückseigentümer gar nicht daran gedacht, ihr Grundstück zu veräußern, durch das eigene Interesse kann sich diese Meinung aber ändern.

2. Suchanzeigen im Internet

Auch im Internet ist die Grundstückssuche möglich. Oft sind mehrere Grundstücke zum Verkauf ausgeschrieben, die direkt angefragt werden können. Zudem besteht auch die Möglichkeit, selber eine Suchanzeige aufzugeben.

3. Tageszeitungen

Wie für die Internetrecherche gilt auch hier: Man findet sowohl Anzeigen, kann aber genauso gut selber welche aufgeben. In der Regel ist das Aufgeben eigener Anzeigen besonders wirkungsvoll, wenn auch mit Kosten verbunden. Diese sind jedoch eher gering und der Erfolg eines Zeitungs-Inserates umso höher. Es lohnt sich also, ein paar Euro in die Hand zu nehmen und so zu seinem Traumgrundstück zu finden.

4. Kontakte nutzen

Menschen, die häufig mit anderen Personen zu tun haben, wissen in der Regel viel über die Region und aktuelle Geschehnisse. Sie kennen vielleicht Grundstückseigentümer, die mit dem Gedanken spielen, ihr Grundstück zu verkaufen. Zu solchen Personen, zählen beispielsweise:

  • Nachbarn von bebauten Grundstücken
  • Schornsteinfeger
  • Landwirte
  • Gastronomen
  • Briefträger
  • Friseure

Aber auch Institutionen wie die Stadt oder Gemeinde, Bauämter, Vereine oder auch die Kirche können oft bei der Grundstückssuche behilflich sein.

5. Versteigerungen

Aktuelle Versteigerungen finden sich in den Schaukästen der Amtsgerichte, in Zeitungen oder auch im Argetra-Veranstaltungskalender der eigenen Region, der sich in der Regel im Internet befindet.

Hat man ein Grundstück gefunden, für das man sich interessiert, so kann bei Gericht die Gerichtsakte zu dem Grundstück eingesehen werden. Dort erhält man außerdem Informationen über das Grundstück, seinen wahrscheinlichen Verkehrswert und Grundbuchauszüge mit Hinweisen zu möglichen Lasten, die auf dem Grundstück liegen. Bevor man einer Versteigerung beiwohnt, sollte man jedoch einige Dinge beachten:

  • Grundstück vor Ort vor dem Versteigerungstermin genau anschauwn: Bestenfalls führt man die Besichtigung zu verschiedenen Wochentagen und Uhrzeiten durch, um ein reales Bild der Umgebung zu bekommen.
  • Im Vorfeld unbedingt die Finanzierung abklären: Welches Baubudget kann man maximal nutzen? Etwa 10 % der Kaufsumme ist direkt bei der Versteigerung fällig, den Rest kann nach circa 4-6Wochen nach dem Termin bezahlt werden.
  • Vergewissern , dass der Termin auch statt findet: Manchmal kommt es vor, dass der Grundstückseigentümer seinen Forderungen kurz vor dem geplanten Versteigerungstermin doch noch nachkommen kann.
  • Im Vorfeld an anderen Versteigerungen teilnehmen: Um ein Gefühl für das Prozedere von Versteigerungen zu erhalten, ist es ratsam, bereits vor dem eigentlichen Termin Erfahrungen zu sammeln. Wie läuft eine Versteigerung überhaupt genau ab? Wie verhalten sich die Bieter?

Konnte das Wunschgrundstück ersteigert werden, muss der sogenannte „Verteilungstermin“ abgewartet werden. Bei dem Verteilungstermin entscheidet der Gläubiger darüber, ob er beispielsweise mit dem erzielten Verkaufspreis einverstanden ist. Man wird also nicht automatisch der neue Eigentümer des Grundstücks, sondern muss sich noch etwas gedulden, bevor der Verkauf dann letztlich komplett abgewickelt wird.

6. Anfragen bei Kommunen und Gemeinden

Gemeinden sind grundsätzlich zur Unterstützung bei der Grundstückssuche verpflichtet. Der Vorteil an dieser Methode der Grundstückssuche ist eindeutig, dass die untere Bauaufsichtsbehörde die Grundstücke in der Region kennt und daher gut Auskunft, z.B. über Altlasten, die Lage oder Beschaffenheit des Grundstücks geben kann.

Des Weiteren besitzen die Gemeinden noch die Option „einheimische Grundstücke“ anbieten zu können. Dies sind Grundstücke, die speziell für Personen oder Personengruppen gedacht sind, die schon längere Zeit in der Gemeinde leben. Hierbei müssen jedoch ein paar Rahmenbedingungen erfüllt werden:

  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Mindestens 10 Jahre in der Gemeinde wohnhaft
  • Kein Eigentum anderer Grundstücke oder Immobilien, die nicht selbst bewohnt werden
  • Das Privatvermögen darf eine bestimmte Höhe nicht überschreiten (wird in Gemeindesatzungen unterschiedlich gehandhabt)
  • Die Finanzierung muss realisiert werden können
  • Innerhalb von 5 Jahren muss auf dem Grundstück ein bezugsfertiges Haus erstellt werden
  • Es ist eine fristgerechte Bewerbung nötig (unterschiedliche Regelungen in den Gemeindesatzungen)

7. Beauftragung eines Maklers

Sollten sich Schwierigkeiten bei der Grundstückssuche ergeben, gibt es immer noch die Möglichkeit, einen Makler mit der Suche zu beauftragen. Diese Lösung ist kostenpflichtig, häufig aber auch sehr aussichtsreich. Diese Tipps und Informationen zeigen, mit welchen Methoden eine Vorauswahl passender Grundstücke getroffen werden kann, um so einen großen Schritt in Richtung Traumgrundstück zu gehen.

Worauf bei der Auswahl des passenden Grundstücks geachtet werden sollte und wie Stolperfallen vermieden werden: Jetzt nachlesen!


Schlagworte: Grundstück, wissenswert

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