Tonnendach
Eine runde Sache

Satteldach

Das Tonnendach ist zwar nach wie vor überwiegend auf Bahnhöfen, Einkaufszentren und großen Lager- und Fabrikhallen zu finden. Doch mittlerweile entscheiden sich vermehrt auch private Bauherren für diese Dachform.

Satteldach

Wissenswertes über die ungewöhnliche Dachform

Tonnendächer tragen ihren Namen aus gutem Grund: Ihre Wölbung bildet im Querschnitt einen Halbkreis, oder zumindest einen großen Teil davon. Diese Form erinnert stark an eine halbierte, auf der Seite liegende Tonne. Durch die runde Konstruktion bringt es besondere statische Vorteile mit sich, die es ermöglichen sehr große Flächen zu überspannen.

Das macht Tonnendächer primär für die Überdachung von großen Hallen oder Industriegebäuden attraktiv, doch auch im privaten Hausbau finden sie in den vergangenen Jahren zusehends Verwendung. Waren es zunächst überwiegend Carports und Garagen, entdecken Bauherren nun auch die Vorteile eines Tonnendaches für ihr Eigenheim. Das exotische Aussehen macht das Tonnendach zu einem wahren Blickfang, sodass das Gebäude aus der Masse hervorsticht.

Durch seine Statik ist es extrem stabil und kann sogar große Häuser problemlos überdachen. Dabei hat es den Vorteil, dass kaum Wohnfläche verloren geht. Der Raum unter dem Dach lässt sich sehr gut nutzen und ermöglicht den Innenausbau mit hohen, gewölbten Decken. Diese lassen den Raum großzügig und offen erscheinen. Unterschieden wird beim Tonnendach zwischen zwei Formen. Das Rundtonnendach beschreibt eine Rundung mit gleichbleibendem Radius. Das Spitztonnendach hingegen läuft – wie der Name schon sagt – oben spitz zu und ist eher oval gewölbt.

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Viel Raum zum Wohnen

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Vorteile und Nachteile Tonnendach

Hier noch einmal die Vor- und Nachteile des Tonnendachs auf einen Blick zusammengefasst.

Vorteile des Tonnendachs

  • Sehr gute Statik
  • Auffälliges und interessantes Aussehen
  • Große Flächen können problemlos überdacht werden
  • Wenig Verlust von Wohnraum

Nachteile des Tonnendachs

  • Eingeschränkte Auswahl an Materialien für die Eindeckung…
  • Nicht gut für Solartechnik geeignet
  • Kann zu Problemen bei der Genehmigung führen

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Weitere Infos für Deinen Hausbau

Das Tonnendach bringt zwar durch die Bogenform viele positive Faktoren mit sich, doch macht die Wölbung es zu einer baulichen Herausforderung.

Für die Eindeckung kommen nur relativ wenige Materialien infrage. Übliche Dachziegel können nur bis zu einem bestimmten Wölbungsgrad verwendet werden und sind daher nur in Ausnahmefällen zu finden. In der Regel werden Metall, Edelstahl oder Titanzink genutzt, was mit Nachteilen verbunden ist. Zum einen sind die Materialkosten relativ hoch, zum anderen sind das Dämmen und Isolierung bei diesen Werkstoffen sehr schwierig. Außerdem benötigt ein Metalldach eine besonders gute Schalldämmung. Besonders bei Regen kann sonst sehr laut werden. Diese Faktoren sorgen dafür, dass der Preis für die reine Eindeckung im Vergleich zu anderen Dachformen sehr hoch ist. Hinzu kommen erhebliche Arbeitskosten bei Planung und Umsetzung. Werden diese nicht fachgerecht ausgeführt entstehen zusätzliche Kosten für nachträgliche Reparaturen und Baumaßnahmen.

Die Nutzung von Solarmodulen gestaltet sich bei einem Tonnendach schwierig und ist nur mit hohem Aufwand durchführbar. Hinzu kommt, dass in vielen Gebieten der Bebauungsplan keine Tonnendächer aufgeführt sind und diese Dachform dort nicht zulässig ist. Eine Genehmigung ist oft in Neubaugebieten leichter zu bekommen, da dort oft moderne und extravagante Architektur erlaubt ist.

Tonnendach auf Staffelgeschoss

Ein mehrere tausend Jahre altes Vorbild für das heutige Tonnendach findet man unter anderem in Jericho. In Indien befinden sich ebenfalls Tonnendächer, die aus der Zeit vor Christi stammen – zu den ältesten erhaltenen gehören Überdachungen buddhistischer Tempel aus dem 2. Jhd. Weit verbreitet war und ist die Dachform auch in orientalischen Ländern, wo sie Basarstraßen überspannen. Im Süden des Irak werden in den Sumpfgebieten Gebäude nach mesopotamischer Tradition mit Tonnendächern versehen, die mit Schilfrohr eingedeckt werden. Andere ursprüngliche Deckmaterialien waren unter anderem Stampflehm oder Holz.
Mit der Verwendung von Stahlträgern und Gusseisen wurde es möglich noch größere Flächen mit Tonnendächern zu überdachen. So verbreitete sich das Tonnendach ab dem 19. Jahrhundert schnell weltweit und wurde besonders durch die Industrialisierung viel für Industrie- und Lagerhallen und Fabrikgebäude verwendet. Auch auf Großmärkten, Ausstellungshallen und Bahnhöfen findet es bis heute Anwendung. Mittlerweile hat es seinen Weg in den privaten Hausbau gefunden.

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