Energiestandards: Geringer Verbrauch für mehr Leben!

Energiestandards

Der Energiestandard legt fest, wie hoch der Energiebedarf eines Hauses sein darf. Neben den förderfähigen Effizienzhaus-Standards der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt es eine ganze Reihe weiterer Haustypen mit für sie charakteristischen Energiestandards.

Energiestandards – Vielfalt mit Nachhaltigkeit

Die große Bandbreite energiesparender Haustypen auf einen Blick:

  • Energiesparhaus

    Energiesparhaus

  • Effizienzhäuser

    Effizienzhaus

  • Niedrigenergiehaus

    Niedrigenergiehaus

  • Passivhaus Bauweise

    Passivhaus

  • Plusenergiehaus Haustypen

    Plusenergiehaus

  • Öko-Biohaus Bauweise

    Öko-Biohaus


Energiestandards - Das Prinzip

Der KfW-Effizienzhaus-Standard

Im Bereich Hausbau gibt es viele Energiestandards. Alle Klassen können dem Energiesparhaus oder Niedrigenergiehaus zugeordnet werden. Selbst die kleinste Stufe der Energieeinsparverordnung, die „EnEV 2014/2016“ bezeichnet man als Energiesparhaus. Die aktuellen Effizienzklassen der EnEV 2016 werden zudem in KfW 55, KfW 40 und KfW 40 Plus unterteilt. Ein Einfamilienhaus in der Effizienzklasse KfW 55 hat einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 55 % im Vergleich zum EnEV Haus. Es gilt also: Je kleiner die Zahl, desto besser der Energiestandard und umso höher die Förderung. Baut man z.B. ein KfW 55 Haus, erhält man von der KfW Bank bis zu 5.000 Euro Tilgungszuschuss plus max. 100.000 Euro Kredit. Beim KfW 40 Plus-Standard gibt es bis zu 15.000 Euro Tilgungszuschuss.

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Wissenswertes zum Thema Energiestandards.

Angehende Bauherren können die hohen Investitionen für ihre neuen vier Wände senken, wenn sie auf Nachhaltigkeit achten. Energieeffizienz heißt das Stichwort. Für deren Umsetzung gewährt der Staat privaten Hausbauern attraktive Fördermöglichkeiten. Die Höhe der Zuschüsse variiert gemäß der unterschiedlichen Energiestandards. Der Energiestandard definiert den Energiebedarf eines Hauses pro Quadratmeter und Jahr.

Hauptdarlehensgeber für einen Großteil nachhaltiger Haustypen ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die KfW ist als nationale Förderbank für die wirtschaftliche Belebung des Bausektors mitverantwortlich. Hierzu gehört auch der private Hausbau. Das Institut hat eigene Bezeichnungen entwickelt, wonach es Kredite und Zuschüsse vergibt: die sogenannten KfW-Effizienzhaus-Standards.

Maßgebend für die Einstufung von Neubauten in die unterschiedlichen KfW-Standards ist die Energieeinsparverordnung (EnEV). In ihr werden die Höchstwerte für den Energieverbrauch festgelegt. So sind die energetischen Mindestanforderungen in einem „KfW-Effizienzhaus 100“ zu 100 Prozent umgesetzt.

Für die möglichen Zuschüsse durch die KfW gilt das Prinzip: Je mehr, desto weniger. Verbraucht zum Beispiel ein neues Einfamilienaus nur 55 Prozent des von der EnEV vorgegebenen Maximalwerts, dann erfüllt es den „KfW-Effizienzhaus-Standard 55“. Bei 40 Prozent ist entsprechend der Effizienzhaus-Standard 40 erreicht. Zusätzliche Energie erzeugt das Haus, wenn es nach dem KfW-Effizienzhaus-Standard 40 Plus gebaut wurde – dies wird in der Regel durch die Installation einer Photovoltaikanlage möglich.

Ein aktuelles Faktenbeispiel (Stand: Juni 2017) verdeutlicht die Fördermöglichkeiten durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau am Beispiel eines KfW-Effizienzhauses 55:

• Zinssatz: 1,21 Prozent (effektiv)
• Kreditrahmen: bis 100.000 €
• Tilgungsszuschuss: bis zu 5.000 € – zur Verkürzung der Laufzeit des Kredites
Für die strengeren Effizienzhausstandards gelten die selben Zinssätze und Kreditrahmen. Ihr Vorteil liegt in den höheren Tilgungszuschüssen:
• Tilgungszuschuss Effizienzhaus 40: bis zu 10.000 €
• Tilgungszuschuss Effizienzhaus 40 Plus: bis zu 15.000 €
Die meisten Hausbauunternehmen haben sich auf die Vorgaben der KfW eingestellt und ihre Produkte entsprechend technologisch angepasst. In den Angeboten vieler Firmen ist der Tilgungszuschuss bereits fester Bestandteil. Als Service wird auch die Antragstellung bei der KfW mit übernommen. Kunden müssen dann lediglich noch unterschreiben.

Die Kriterien für die KfW-Effizienzhaus-Standards werden im Laufe der Jahre immer strenger werden. Dies ist das Ergebnis der weltweiten und nationalen Klimaschutzpolitik, die auch den privaten Hausbausektor ergreift. Hierzu sind zunächst EU-weit gültige Richtlinien beschlossen worden, die in Deutschland weitgehend in der EnEV 2014 umgesetzt wurden. Demgemäß soll ab 2021 für private Neubauten nur noch der „Niedrigstenergie“-Standard gelten.

Der Niedrigstenergiestandard ist ein Blick in die nahe Zukunft. Hier sind die Punkte im Einzelnen:
• Verbindlich gültiger Standard ab 2021
• Endenergiebedarf (!) für ein Wohnhaus im Jahr 2030: maximal 30 kWh/m2
• Energiedeckung überwiegend aus regenerativen Ressourcen
• Heizsysteme mit fossilen Brennstoffen werden nicht mehr installiert
• Stärkere Förderung neuer Wohngebäude mit Effizienzhaus Plus-Standard
• Einspeisung von Energieüberschüssen ins lokale Netz

Das Plusenergiehaus bezeichnet vor allem ein Haus, das einen Energieüberschuss erzeugt. In behördlichen Blättern ist es ein umgangssprachliches Synonym für ein Effizienzhaus Plus. Zu Missverständnissen kommt es beim Begriffsvergleich mit den Effizienzhaus-Standards der KfW. So ist ein Neubau nach dem Standard 55 zwar energieeffizient, das Gebäude selbst aber erzeugt keinen Energieüberschuss – so wie es der Begriff „PLUSenergiehaus“ einfordert.

Die Hausbauanbieter verwenden den Begriff gerne für den förderfähigen KfW-Effizienzhaus-Standard 40 Plus, der – wie erwähnt – seinen Energieüberschuss meist durch Photovoltaik erzielt.

Passivhäuser sind hervorragend gedämmte Häuser mit einem auf 15 kW/h begrenzten Primärenergiebedarf (!) pro Quadratmeter und Jahr. Die Wärme fürs Haus wird unter anderem durch die Sonneneinstrahlung und durch den Gebrauch elektrischer Geräte im Haus erzeugt – das macht das Haus „passiv“. Förderungen durch die KfW sind durch die aktuellen Standards möglich. Beim Standard 40 Plus muss eine bautechnische Lösung gefunden werden, die den erforderlichen Energieüberschuss erzielt. In der Regel reicht die Installation einer entsprechenden Photovoltaik-Anlage aus.

Energieeffizientes Bauen nach höchstem Standard macht sich bezahlt. Neben dem Schonen der Ressourcen können Bauherren durch die KfW günstige Darlehen bis 100.000 erhalten und einen Tilgungszuschuss bis 15.000 Euro. Wer eine möglichst energieautarke Zukunft anstrebt, sollte sich für ein Passivhaus mit Plusenergie entscheiden!

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