Friesenhaus
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Friesenhaus

Friesenhäuser trotzen seit Jahrhunderten Wind und Wetter an der Küste – und sämtlichen Modetrends, denn sie sind eigentlich seit jeher total beliebt. Meist ist das Friesenhaus aus rotem oder hellem Klinker, hat zwei Etagen und drei Giebel. Und ursprünglich ein Reetdach, heute jedoch fast immer ein Dach aus Ziegeln.

Das Friesenhaus – Nordisch herb und urgemütlich

Traditionell wohnen wie beim Urlaub an der Nordsee, aber mit allen Vorteilen eines Neubaus: Das moderne Friesenhaus ist nicht nur was für Norddeutsche.

„Sturmfest und erdverwachsen“, so sind sie laut ihrer Hymne, die Küstenbewohner aus Niedersachsen – genauso, wie ihre traditionellen Häuser. Neben den Fachwerkhäusern sind die Nordlichter vor allem für ihre schönen Friesenhäuser berühmt, die jeder aus dem Nordseeurlaub kennt. Und die sich mittlerweile ein jeder – als Fertighaus oder Massivhaus – als seinen persönlichen Wohntraum verwirklichen kann, und zwar nicht nur im Norden. Seinen Ursprung hat das Friesenhaus im Uthlandhaus, das schon seit dem 17. Jahrhundert an der Nordseeküste gebaut wurde. Dieses traditionelle Friesenhaus wurde in Holzständerbauweise errichtet mit steilen reetgedeckten Dächern und einem Schornstein. Um gegen die stürmischen Westwinde an der Küste gewappnet zu sein, wurden die Häuser in West-Ostlage gebaut und boten zuverlässig Schutz vor jedem Wetter.

Besonders markantes Merkmal des Friesenhauses ist der spitze und vorgezogene Zwerchgiebel, vorne am Haus quer zum Dachfirst. Dieser sogenannte Friesengiebel ist heute im Wesentlichen nur noch ein architektonisches Stilmittel, hatte aber früher die wichtige Aufgabe, bei einem Brand des feuerempfindlichen Reetdaches den Eingang als Fluchtweg vor brennenden Dachteilen zu schützen. Bei genauerer Betrachtung hat ein Haus mit drei Giebeln allerdings noch einige Vorteile mehr, denn der dritte Giebel bringt zusätzlichen Raum im Obergeschoss und mehr Licht. Aktuelle Friesenhäuser bringen traditionelles norddeutsches Wohnen und die Vorteile moderner Bauweisen perfekt zusammen – unter einem beeindruckenden und stolzen Giebel.

Friesenhäuser

Eine Übersicht mit Bildern, Grundrissen und Preisen

Weitere Friesenhäuser findest Du hier!

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Die drei Dachformen des Friesenhauses

Traditionell gehört ein Reetdach auf das Friesenhaus. Doch in der Praxis haben sich moderne Dachziegel und Dachformen auch hier durchgesetzt.

Friesenhaus mit Zwerchdach/Satteldach

Klassiker trifft Klassiker: Das Satteldach ist die allgemein bekannteste Dachform, seine Variante Zwerchdach mit zusätzlichem Giebel ist typisch für viele moderne Friesenhäuser. Hier zeichnet es sich, passend zum Friesengiebel, durch eine besonders steile Bauweise aus, also durch eine große Dachneigung.

Friesenhaus mit Satteldach

Friesenhaus mit Krüppelwalmdach

Ebenfalls durchgesetzt hat sich das Krüppelwalmdach mit seinen geneigten Giebelflächen, das traditionell in Norddeutschland genutzt wird. Es ist besonders robust und langlebig und schafft zusätzlichen Wohnraum unter dem Friesenhausdach. Und es wirkt besonders gut im Zusammenspiel mit den typischen weißen Sprossenfenstern.

Friesenhaus mir Krüppelwalmdach

Friesenhaus mit Reetdach

Der Traum vieler Bauherren ist das klassische Reetdach. Die stolzen Schilfdächer sehen besonders schön aus, sind umweltfreundlich und bieten ein einmaliges Wohnklima. Allerdings sind sie sehr wartungsintensiv sowie feuergefährdet und deshalb nicht überall erlaubt.

Traditionelles Friesenhaus mit Reetdach
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VORTEILE UND NACHTEILE DES FRIESENHAUSES

Warum solltet Ihr Euch für ein Friesenhaus entscheiden, was spricht möglicherweise doch dagegen? Hier die Vorteile und Nachteile im schnellen Check:

Vorteile eines Friesenhauses

  • Jeden Tag Urlaubsfeeling: Wohnen, wie an der Nordseeküste
  • Urige Gemütlichkeit und Behaglichkeit
  • Angenehmes Wohnklima
  • Viele regionaltypische Stile zur Auswahl
  • Ausbaureserve im Spitzboden

Nachteile eines Friesenhauses

  • Passt nicht zu jeder Region/in jedes Baugebiet
  • Klassisches Reetdach ist wartungsintensiv, feuergefährdet und teuer
  • Kein Keller und damit wenig Lagerfläche

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TYPISCHE MERKMALE DES FRIESENHAUSES

Das charakteristische Einfamilienhaus mit Friesengiebel besteht in der Regel aus zwei Stockwerken und hat keinen Keller. Es ist traditionell langgestreckt gebaut und hat recht wenig Raumtiefe.

Neben dem Friesengiebel sind die Friesenhäuser besonders für ihre schönen Fassaden bekannt. Klassisch ist der rote, extraharte Klinker-Ziegel im Zusammenspiel mit weißen oder blauen Sprossenfenstern und Türen. Seit ein paar Jahren werden jedoch immer öfter verschiedene Farbtöne genutzt und nach Systemen gemauert: aus unterschiedlichen Rot- und Beigetönen entstehen so schöne, individuelle Muster.

Die Form des Giebels ist übrigens das wichtigste Kriterium für den Unterschied zwischen Friesenhaus und dem ebenfalls sehr beliebten Kapitänshaus: Beim Friesenhaus beginnt der Giebel direkt über der Haustür beziehungsweise dem Eingangsbereich, beim Kapitänshaus mitunter deutlich weiter oben.

Friesengiebel

Wer sich ein schickes Friesenhaus baut, der spart meist auch nicht an der Inneneinrichtung. Der großzügige und freundliche Eingangsbereich macht sich zum Beispiel hervorragend mit gemusterten Zementfliesen, wie sie in Friesland im letzten Jahrhundert in Mode waren. Helle oder weiß gestrichene Treppen und urige Dielenböden sind ebenfalls typisch für das Friesenhaus.

Auch im Inneren des Hauses sind maritime Farben und Motive dann die erste Wahl: zu weiß wird viel mit blau kombiniert. Alles was mit dem Meer, seinen Bewohnern und den Häfen an der Küste zu tun hat, bringt Urlaubsstimmung in die eigenen vier Wände.

Der Wohnbereich wird nicht selten mit einer offenen Küche kombiniert – besonders gerne natürlich im rustikalen Landhausstil. Ein reich verzierter Kachelofen, auf dem dann und wann eine Kanne Tee gekocht und zum Klönschnack gereicht wird, oder ein gemütlicher Kamin im Wohnzimmer machen das norddeutsche Wohnfeeling perfekt.

Großzügiger und freundlicher Eingangsbereich

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