Kommt bald das Baukindergeld?

Baukindergeld

Ein Update zur Eigenheimförderung

Seit Jahren wird davon gesprochen – jetzt zeigt sich Bewegung in Sachen „Baukindergeld“. Dem Koalitionsvertrag der Regierung aus Union und SPD lässt sich eine Einigung auf Bauförderung entnehmen. Können Familien schon bald mit dem langersehnten Baukindergeld rechnen?

In Deutschland ist der Wohnraum knapp und für viele kaum bezahlbar. Das Problem hat auch die Bundesregierung erkannt und in der Prioritätenliste nach oben gesetzt. Mit verschiedenen Maßnahmen will der Staat den Erwerb von Wohneigentum unterstützen.

Hierzu zählt das Baukindergeld für junge Familien. Laut Koalitionsvertrag soll der Hausbau oder -kauf jährlich mit 1.200 Euro pro Kind über zehn Jahre subventioniert werden. Anspruchsberechtigt sind Familien, deren Jahreseinkommen unter 75.000 Euro liegt. Zusätzlich ist ein Freibetrag von 15.000 Euro pro Kind angesetzt – bedeutet, dass das Jahreseinkommen bei zwei Kindern maximal 105.000 Euro betragen darf.

Am Beispiel:
Eine Familie mit einem Kind erhält über den Zeitraum von zehn Jahren 12.000 Euro. Bei zwei Kindern ergibt sich eine Fördersumme von 24.000 Euro, eine fünfköpfige Familie könnte mit 36.000 Euro rechnen, usw.

Zudem gilt die Förderung nur für den Ersterwerb von Wohneigentum. Rückwirkende Anträge sind ausgeschlossen. Die Bundesregierung lässt derzeit offen, bis zu welchem Alter der Nachwuchs als Kind gilt.

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Bund rechnet mit 200.000 Familien

Das zusätzliche Budget würde viele Familien finanziell entlasten oder den Traum vom Eigenheim überhaupt erst ermöglichen. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums rechne man mit mehr als 200.000 Empfängern und etwa 300.000 Kindern. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters könnte das Baukindergeld ein großes Loch in den Bundeshaushalt reißen. Von anfänglich 400 Millionen Euro Fördervolumen im Jahr, würden sich die Ausgaben des Bundes für diese Einzelsubvention auf 22 Milliarden Euro steigern.

Die Förderung ist aber auch umstritten. Kritiker vermuten, dass das Baukindergeld an der Wohnraumknappheit in Ballungsgebieten wenig ändern wird. Der Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern könne zur Landschaftszersiedelung beitragen, heißt es. Ökonomen befürchten, dass vor allem die Bauindustrie von der Eigenheimzulage profitiert und höhere Preise verlangen könnte.

Dennoch drängte Union-Fraktionschef Volker Kauder in der vergangenen Woche auf Eile bei der Verabschiedung des Gesetzesentwurfs. Im Mai 2018 will das Bundeskabinett den Etat für 2018 beschließen. Möglichweise könnte das Baukindergeld schon vor der Sommerpause durchgesetzt werden. Die ernüchternde Nachricht: Es heißt also weiterhin abwarten.



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