Weitere Einschränkungen beim Baukindergeld

Einschränkungen beim Baukindergeld

Scholz will Flächenobergenze setzen

Nach Informationen der Welt und des Handelsblatts geht aus einem Bereinigungsentwurf des Bundeshaushalts hervor, dass die Voraussetzungen zur Baukindergeld-Förderung stärker eingeschränkt werden könnten.

Zuletzt freute man sich über die Aussicht, die geplante Eigenheimförderung rückwirkend zum Jahresbeginn beantragen zu können. Nun folgt diesem Jubel ein Kopfschütteln. Der Grund: Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will eine Obergrenze bei der Quadratmeterfläche ziehen. Demnach könnte eine Familie mit zwei Kindern die jährliche Förderung von 1.200 Euro pro Kind beantragen – vorausgesetzt die Wohnfläche beträgt nicht mehr als 120 Quadratmetern. Bei jedem weiteren Kind erhöht sich die Grenze um jeweils 10 Quadratmeter.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Bezugsberechtigt sind Familien, die zum ersten Mal ein Haus bauen
  • Das zu versteuernde Jahreseinkommen darf 75.000 Euro nicht übersteigen. Hinzu kommt ein Freibetrag von 15.000 Euro je Kind
  • Jährlich werden Eigenheimimmobilien pro Kind mit 1.200 Euro gefördert
  • Förderzeitraum: 10 Jahre

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Dabei liegt die durchschnittliche Wohnfläche bei Einfamilienhaus-Neubauten bei rund 150 Quadratmetern, wie der Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) mitteilt. Die angesetzte Obergrenze rangiert also unterhalb des Bundesdurchschnitts.

„Eine Begrenzung der Wohnfläche beim Baukindergeld wäre ungerecht. Mit einer Quadratmeter-Obergrenze würde die Regierungskoalition ihr angestrebtes und höchst sinnvolles Förderziel, mehr Familien die Bildung von Wohneigentum zu ermöglichen, wieder in Frage stellen.“

Achim Hannott und Georg Lange, Geschäftsführer des BDFs

Aus dem Finanzminsterium heißt es, dass diese Pläne bereits zwischen Scholz und Bauminister Horst Seehofer (CSU) abgestimmt seien. Die Verabschiedung des Gesetztesentwurfs ist für Ende des Sommers geplant. Es bleibt also weiterhin spannend. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Update 27.06.2018:

Die Übereinkunft über eine Flächenobergrenze beim Baukindergeld zwischen Scholz und Seehofer sollte die Belastung für den Bundeshaushalt begrenzen. Nach teilweise heftiger Kritik wurde das Thema beim Koalitionsauschuss gestern erneut auf die Agenda gesetzt. Nun haben die Koalitionsspitzen im Streit um das Baukindergeld eine Einigung erzielt. Nach neuesten Informationen des ARD Morgenmagazins soll es keine Begrenzung auf 120 Quadratmeter mehr geben. Unionsfraktionschef Kauder dazu: „Es wird in der Zeit vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2020 gezahlt werden und zwar ohne eine Begrenzung auf Quadratmeter.“


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