Schnee auf dem Dach – Das gilt es zu beachten

Anstrengend und tückisch zugleich - Schneefegen auf dem Dach

Winter-Wetter legt Süddeutschland lahm

Einige Teile der Bundesrepublik versinken momentan im Schneechaos. Aus diesem Grund machen sich viele Bauherren – und solche die es werden wollen – begründete Sorgen über die Traglast und Verfassung ihrer Dächer. Wir zeigen Ihnen, wie Ihr Dach sicher durch den Winter kommt.

Welcher Schneemasse sollte ein Dach standhalten?

Dächer von modernen Häusern können heute immense Lasten von 400 bis 500 Kilogramm pro Quadratmeter tragen. Dies entspricht in etwa einer Schneedecke von 150 bis 220 Zentimetern. Wie dick die Schneedecke genau sein darf, hängt in großem Maße von der Feuchtigkeit des Schnees ab.

Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gebäude ein Flachdach oder ein Steildach besitzt. Die grundlegende Traglast ist nämlich bei jeder Dachform gleich. Bei einem Flachdach ist es nur wichtig, das Dach regelmäßig zu räumen, da der Schnee logischerweise nicht herunterfallen kann. Um herauszufinden, bei welcher Schneemasse dies vonnöten ist, genügt ein Blick in die Statikpapiere der jeweiligen Immobilie. Steildächer müssen aufgrund ihres Neigungswinkels eher selten geräumt werden, bringen allerdings andere Probleme mit sich: Umgeräumte Steildächer können zu gefährlichen Dachlawinen führen.

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Schneelastzonen in Deutschland

Wer in der Bundesrepublik bauen möchte, sollte die unterschiedlichen Schneelastzonen beachten. So müssen beispielsweise Dächer in Bayern einer größeren Masse Schnee standhalten als Dächer in Mittel-, oder Norddeutschland. Die Schneelastzonen in Deutschland sind dabei folgendermaßen eingeteilt: 1, 1a, 2, 2a und 3. Je kleiner die Nummer ist, desto weniger Schneelast müssen die Dächer in dieser Zone bewältigen. Der zusätzliche Buchstabe „a“ bedeutet, dass die Schneelast im Vergleich zur eigentlichen Schneelastzone um 25 Prozent erhöht ist.

Zur Berechnung der potenziell maximalen Schneelast eines Daches benötigen Sie lediglich die Höhe der Immobilie über dem Meeresspiegel, die jeweilige Schneelastzone sowie die Dachneigung. Beachten Sie zudem, dass auch ein Flachdach eine minimale Neigung von mindestens drei Grad besitzt.

Tipp: Hier können Sie anhand einer Karte ermitteln in welcher Schneelastzone Ihre Gemeinde liegt und hier anschließend die höchstmögliche Schneelast Ihres Daches berechnen.

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Schlagworte: Eigenheim, Hausbau

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