Trockenbau mit Lehmbauplatte

Fachwerkhaus im Lehmbau

Baustoff Lehm…

Lehm zieht ein in den Trockenbau: Mit der Lehmbauplatte als Wand- Decken- oder Außenwandverkleidung erreicht der Hausbau eine neue Stufe der bauphysikalisch und baubiologisch wertvollen Bio Trockenbau Bauweise.

Im Lehm vereinen sich Sand, Schluff und Ton zu annähernd gleichen Anteilen. Kein anderer der Naturbaustoffe besitzt eine derartig ausgeprägte Fähigkeit, Wärme und Feuchtigkeit zu regulieren. Allerdings stellte es sich bisher als schwer dar, Lehm im Trockenbau zu verarbeiten. Mehr Informationen über den einzigartigen Baustoff, der den Trockenbau atmen lässt und Raumtemperaturen ausgleicht, gibt es hier!

Lehmbauplatten – Herstellung

Die Lehmbauplatte ist mittlerweile bei unterschiedlichen Herstellern in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Entweder wird bei der Lehmbauplatten Herstellung der Lehm mittels einer Schilfrohrmatte verstärkt oder mittels Stroh oder Holzfasern stabilisiert. Überdies können auch weitere Naturstoffe pflanzlicher oder mineralischer Art Bestandteile der Lehmbauplatte bilden. Da Trockenbau Lehmbauplatten keiner Wärmebehandlung unterzogen werden, bleiben die positiven Lehm-Eigenschaften in ihnen in vollem Ausmaß erhalten.

Lehmbauplatte – Eigenschaften

Neben ihren feuchtigkeitsregulierenden und wärmedämmenden Eigenschaften verfügt – die als „warm“ empfundene – Lehmbauplatte außerdem über ausgezeichnete Schallschutzeigenschaften sowie über die Fähigkeiten, Gerüche zu absorbieren und vor Strahlung abzuschirmen. Lehmplatten lassen sich, je nach Ausführung, in die Baustoffklassen B1 (brennbar) bis A1 (nicht brennbar) einordnen.

Lehmbauplatten – Verbauung

Die als Wand-, Decken- oder Außenwandverkleidung verbaubare Lehmbauplatte wird mit Hilfe von Nägeln oder Schrauben auf einer Holzrahmenkonstruktion oder einem Stahlprofil fixiert. Als Deckenverkleidung verwendet, bedarf die Platte aus Lehm je nach Typ einer Unterlegscheibe.

Lehmplatten können mit allgemein gebräuchlichen Werkzeugen auf das gewünschte Maß gebracht werden. Zur leichteren Verbauung besitzen sie oft Nut und Feder. Ihre Stöße sind mit einem Jutegewebe oder einem Glasfasergewebe zu verstärken und mit Lehm-Feinputzmörtel zu verspachteln. Im Anschluss kann die Lehm-Trockenbau-Wand mit Lehmputz verputzt oder gleich mit Lehmfarbe gestrichen werden.


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