Blower-Door-Test

Mit dem Blower-Door-Test (auch Differenzdruck-Messverfahren) wird die Luftdichtigkeit einer Immobilie gemessen. Der Luftdichtigkeitstest ist insofern von Bedeutung, als nur eine luftdichte Gebäudehülle vor dem Verlust von Heizenergie schützt.

Blower-Door-Test – Messung der Luftdichtigkeit einer Immobilie

Nur mit dem Blower-Door-Test kann nachgewiesen werden, wie luftdicht ein Gebäude ist. Die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle ist ein entscheidendes Qualitätskennzeichen. Schließlich entweicht durch Leckagen ungehindert wertvolle Heizenergie, sodass die Gebäudehülle ihre Effizienz einbüßt.

Der Luftdichtigkeitstest zeigt Fehlstellen der Gebäudehülle an und gibt Gelegenheit zur Ausbesserung. Wie funktioniert der Blower-Door-Test? Bei dem Test wird ein großer Ventilator („Blower“) in eine Tür- („Door“) oder Fensteröffnung eingebracht, um Druckunterschiede zu erzeugen. Deshalb heißt der Test auch Differenzdruck-Verfahren. Der Ventilator befindet sich in einem verstellbaren und von einer luftundurchlässigen Plane umgebenen Metallrahmen. Beim Einsetzen drückt sich dieser über die Gummidichtungen im Tür- oder Fensterrahmen fest. Die Tür oder das Fenster, in der die Messanlage platziert ist, kann dann natürlich nicht mitgemessen werden. Weil es oft sehr wichtig ist, dass speziell die großen Haustüren in die Messung einfließen, kann das Blower-Door-Gerät z.B auch in eine Balkontür eingesetzt werden. Beim Test erzeugt das Gebläse im Ventilator selbst durch die Messblenden einen Überdruck.

Blower-Door-Test

Blower-Door-Test

Die 3 Phasen der Blower-Door-Untersuchung

Der Blower Door-Test teilt sich in 3 Phasen. In Phase 1 wird ein konstanter Unterdruck von 50 Pascal (Pa) oder etwas mehr hergestellt und beibehalten. Währenddessen wird die Gebäudehüllfläche auf Leckagen (undichte Stellen) untersucht, durch die Luft ungewollt hereinströmt. Beim späteren Wohnen im Massivhaus oder Fertighaus entweicht durch diese Leckagen beheizte Raumluft. Größere Fehlstellen sind mit der Hand erfühlbar, kleinere werden mittels Rauchspender (Rauchmaschine) oder Luftgeschwindigkeitsmesser ermittelt. Genaueste Messungen von Leckagen gelingen mit Hilfe einer Infrarotkamera. In Phase 2 des Tests wird schrittweise ein Unterdruck aufgebaut und dabei der Luftstrom in Relation zum Gebäudedruck gemessen. In Phase 3 wird ein Überdruck hergestellt und die Messung analog zur Unterdruckmessung durchgeführt. Abschließend wird aus den protokollierten Ergebnissen des Über- und Unterdrucks der Immobilie die mittlere Luftwechselrate 50 Pa, also 50n (Newton) pro m² berechnet. Sie zeigt an, wie häufig pro Stunde die Luft in der Immobilie durch Leckagen beim Referenzdruck von 50 Pa ausgetauscht wird. Den Ablauf des Blower-Door-Tests regeln die ISO 9972:1996 und die die DIN EN 13829. Bei Immobilien ohne Lüftungsanlage darf die Luftwechselzahl den Kennwert 3, bei Gebäuden mit Lüftungsanlage den Kennwert 1,5 nicht überschreiten.

Die 3 Phasen der Blower-Door-Untersuchung

Der Blower Door-Test teilt sich in 3 Phasen. In Phase 1 wird ein konstanter Unterdruck von 50 Pascal (Pa) oder etwas mehr hergestellt und beibehalten. Währenddessen wird die Gebäudehüllfläche auf Leckagen (undichte Stellen) untersucht, durch die Luft ungewollt hereinströmt. Beim späteren Wohnen im Massivhaus oder Fertighaus entweicht durch diese Leckagen beheizte Raumluft. Größere Fehlstellen sind mit der Hand erfühlbar, kleinere werden mittels Rauchspender (Rauchmaschine) oder Luftgeschwindigkeitsmesser ermittelt. Genaueste Messungen von Leckagen gelingen mit Hilfe einer Infrarotkamera. In Phase 2 des Tests wird schrittweise ein Unterdruck aufgebaut und dabei der Luftstrom in Relation zum Gebäudedruck gemessen. In Phase 3 wird ein Überdruck hergestellt und die Messung analog zur Unterdruckmessung durchgeführt. Abschließend wird aus den protokollierten Ergebnissen des Über- und Unterdrucks der Immobilie die mittlere Luftwechselrate 50 Pa, also 50n (Newton) pro m² berechnet. Sie zeigt an, wie häufig pro Stunde die Luft in der Immobilie durch Leckagen beim Referenzdruck von 50 Pa ausgetauscht wird. Den Ablauf des Blower-Door-Tests regeln die ISO 9972:1996 und die die DIN EN 13829. Bei Immobilien ohne Lüftungsanlage darf die Luftwechselzahl den Kennwert 3, bei Gebäuden mit Lüftungsanlage den Kennwert 1,5 nicht überschreiten.

Ist der Blower-Door-Test Pflicht?

2015 gaben bei einer Umfrage des Fachverbands Luftdichtigkeit im Bauwesen (FLiB) unter Messdienstleistern noch 60% der Befragten an, über zwei Drittel der Blower-Door-Tests als Schlussmessungen einer Immobilie durchzuführen. Bei der neuen Befragung Anfang 2017 erreichte ihr Anteil 80%. Zwar werden beim normgerechten Blower-Door-Test größere Leckagen aufgespürt. Wird er aber erst bei Fertigstellung von einem Massivhaus oder Fertighaus absolviert, bleiben kleinere Fehlstellen unentdeckt oder lassen sich nur mit erheblichem Aufwand ausbessern. Daher empfehlen Experten, beim Hausbau zur Qualitätssicherung zu verschiedenen Zeitpunkten bis zu 3 Blower-Door-Tests durchzuführen. Der Luftdichtigkeitstest ist keineswegs gesetzlich vorgeschrieben. Für die Erteilung der Baugenehmigung und die behördliche Schlussabnahme reicht der rechnerische Nachweis aus. Jedoch besteht eine Blower-Door-Test Pflicht bei mechanischen Lüftungsanlagen wenn diese in der Energiebedarfsrechnung berücksichtigt werden sollen. Beantragt der Bauherr für den Bau von einem Effizienzhaus die Kfw-Förderung, fordert die KfW die Erbringung des Luftdichtigkeitsnachweises nach Fertigstellung der Gebäudehülle. Die Blower-Door-Untersuchung für ein Einfamilienhaus dauert etwa 3 Stunden. Der Hausbesitzer erhält nach Abschluss der Messungen ein Zertifikat über die Qualität der Gebäudehülle.

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