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Hausbau-Planung

Die wichtigsten Tipps für Ihren Hausbau

Der Hausbau, die vermutlich weitreichendste Entscheidung Ihres Lebens. Die nächsten zwölf bis 18 Monate haben Sie neben all den anderen Verpflichtungen einen äußerst anspruchsvollen Nebenjob: als Teilzeit-Bauherr.

Das eigene Haus zu haben, ist Ihr Traum. Das persönliche Traumhaus zu bauen, ist wohl eine der schönsten Herausforderungen im Leben. Damit Sie bei der Planung und in der Bauphase alles im Blick behalten, haben wir Ihnen auf dieser Seite grundlegende Tipps für den Hausbau zusammengestellt. Von der Grundstückssuche bis zum Einzug sehen Sie hier das Allerwichtigste auf einen Blick. So wird Ihr Hausbau ein Erfolg wird.

Vor dem Hausbau

Grundstück & Baufinanzierung

Das passende Grundstück finden

Bevor der Hausbau gestartet werden kann, brauchen Sie natürlich Grund und Boden. Eine ungeheuer wichtige Entscheidung, schließlich werden Sie hier für viel Geld eine Immobilie errichten. Zu berücksichtigen sind vor allem bauliche Vorgaben und die Nachbarschaft, die Verkehrsanbindung sowie die Lage. Um das bestmögliche Grundstück zu finden, informieren Sie sich bitte mithilfe unserer umfangreichen Ratgeber. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein passendes Grundstück finden und welche Kosten nach dem Kauf auf Sie zukommen werden.

Bebauungsplan

Bebauungsplan richtig lesen

Was beim Hausbau architektonisch erlaubt ist und was nicht, das regelt der örtliche Bebauungsplan (B-Plan). Und zwar teils sehr detailliert und vor allem: verbindlich.

Denn Ordnung beim Hausbau muss sein. So wird beispielsweise in Siedlungen ein einheitliches Wohnbild gesichert. Der B-Plan schützt aber auch die Nachbarn vor unerwünschten Folgen. Jeder Bauherr sollte sich den Bebauungsplan in der entsprechenden Behörde seiner Kommune gründlich anschauen. Was man dabei zu sehen bekommt und beachten sollte, finden Sie hier.

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Die optimale Baufinanzierung

So günstig wie aktuell war der Hausbau noch nie. Dennoch sollte nur bauen, wer einen beachtlichen Teil aus Eigenmitteln beisteuern kann oder ein gutes Haushaltseinkommen hat.

Um die Lücke zwischen Eigenkapital und Bausumme zu decken, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Die gängigste ist ein Kredit von einer Bank, einer Bausparkasse oder einer Versicherung.

Auch Kreditanstalten geben Geld für den Hausbau – oder unterstützen mit einer Förderung. Mit einem Baufinanzierungsrechner können Sie eine mögliche Baufinanzierung einmal durchrechnen.

Baufinanzierungsrechner

Der Baufinanzierer empfiehlt

Planung des Hausbaus

Haustyp, Bauweise, Bauunternehmen, Ausbaustufe & Energiestandard, Quadratmeter & Grundriss, Bauantrag und Bemusterung

Für einen Haustyp entscheiden

Drei Viertel aller Bauherren wünschen sich den Klassiker, ein frei stehendes Haus. Doch in der Praxis sprechen auch einige gute Gründe für andere beliebte Haustypen, zum Beispiel mit direkten Nachbarn, wie bei Reihen- oder Doppelhäusern.

Vor allem geteilte Grundstücks- und Erschließungskosten sowie niedrigere Energiekosten sind starke Argumente für einen alternativen Hausbau. Welcher Haustyp passt zu Ihrer Familie? Einen ersten Überblick über alle beliebten Haustypen finden Sie hier …

Alle Haustypen

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Richtigen Baupartner finden

Neben dem passenden Haustyp muss auch die richtige Baufirma gefunden werden. Dabei sollte entscheidend sein, welcher Bauträger das perfekte Konzept für Ihr Bauprojekt anbietet. Um den geeigneten Baupartner zu finden, sollten Sie unsere Baufirmenübersicht nutzen. Hier können Sie über 180 regionale und überregionale Fertig-, Massiv- und Holzhausanbieter vergleichen.

Wir empfehlen ein Vorgehen in fünf Schritten:

Informieren: Hausbaukataloge anfordern, Baufirmen recherchieren

Vergleichen: Musterhauspark besuchen, Internet nutzen (Referenzen)

Beraten lassen: Termin mit mehreren Baufirmen machen, plus ggf. mit Sachverständigen

Bewerten: Haustechnik, Wandaufbau und Baumaterial studieren und für eine Bauweise entscheiden.

Verhandeln: Gut vorbereiten, Bau-Leistungsbeschreibung vergleichen

Tipp: Online informieren: Die besten Infos bekommen Sie an der Quelle! Nutzen Sie soziale Medien und Internetforen um sich über Ihre Baufirma und deren Bauablauf zu informieren. So erfahren Sie wirklich, ob Sie den richtigen Baupartner gewählt haben.

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Sparen mit Ausbaustufen

Selbst ist der Mann und natürlich auch die Frau: Wer Zeit und Talent hat, kann durch Eigenleistungen beim Hausbau Geld sparen.

Wieviel eigene Arbeit Sie tatsächlich in Ihren Hausbau stecken können, ist technisch gesehen auch abhängig von der Ausbaustufe. Die meisten Hausanbieter verkaufen Häuser nämlich in unterschiedlichen Stadien des Baufortschritts.

Vom Rohbau und dem Bausatzhaus bis zum Ausbauhaus gibt es besonders viel zu tun, hier sind teils großes handwerkliches Talent und viel Zeit unabdingbar. Beim einem „schlüsselfertigen Haus“ erwartet man eigentlich vier Wände, in die man nur noch einziehen muss – doch der Begriff ist Auslegungssache und muss in der Baubeschreibung fest definiert werden.

Ein komplett fertig gebautes, einzugsbereites „All inclusive“-Haus ist schließlich das bezugsfertige Haus. Jeder Hersteller hat seine eigenen Abstufungen.

Eigenleistungen beim Hausbau

Quelle: Verband Privater Bauherren e.V.

Tipp: Überschätzen Sie nicht! Eigenleistungen wie beispielsweise Maler- und Putzarbeiten sind aufwendig und zeitraubend. Für ein 140m² großes Haus benötigt ein Profi in etwa fünf Arbeitswochen. Bei einem Laien kann sich diese Zeit schnell einmal verdoppeln. Aus diesem Grund gilt: Wägen Sie genau ab, wie viel Arbeit Sie bewältigen können und wollen! Eigenleistungen sparen zwar Geld, führen unter Umständen aber auch zu großen Problemen und Verzögerungen beim Bau.

Energieeffizient planen und bauen

Wer ein Haus baut, ist dazu verpflichtet energieeffizient zu planen und ein Energiesparhaus zu bauen. Dabei sind die Mindeststandards der Energieeinsparverordnung nach EnEV 2014/ 2016 einzuhalten und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu berücksichtigen. Alles, was über die Mindeststandards der EnEV hinausgeht, wird von der KfW staatlich gefördert.

Häuser, die sehr viel weniger Energie benötigen als ein EnEV-Haus, sind sogenannte Effizienzhäuser. Die aktuellen Effizienzklassen der EnEV 2016 sind unterteilt in KfW 55, KfW 40 und KfW 40 Plus. Ein Haus der Effizienzklasse KfW 55 hat beispielweise einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 55 Prozent im Vergleich zum EnEV Haus. Mit anderen Worten: je niedriger der „Wert“ der Effizienzklasse (die Kennzahl), desto besser der Energiestandard und umso höher die Förderung. Baut man ein KfW 55 Haus, erhält man von der KfW Bank bis zu 18.000 Euro Tilgungszuschuss plus max. 120.000 Euro Kredit. Beim KfW 40 Plus-Standard gibt es bis zu 30.000 Euro Tilgungszuschuss.

Ob und wie sich das kurz- und langfristig rechnet, ist auch abhängig von den Angeboten der Baufirmen. Denn bei manchen Firmen zahlt man pro Effizienzstufe nur 5.000 Euro, bei anderen ab 15.000 Euro aufwärts.

Die Hausgröße planen

Für den Hausbau ist es auch entscheidend, wie viel Platz Sie haben möchten. Nach oben hin sind, abhängig vom Budget, Grundstück und den baulichen Vorschriften, keine Grenzen gesetzt. Reicht ein kleiner Bungalow oder soll es doch lieber die großzügige Stadtvilla werden?

Dafür ist zunächst zu klären, wie groß der Platzbedarf ist. Neben den üblichen Gemeinschaftsräumen sollten dabei für alle Bewohner auch eigene Rückzugsräume eingeplant werden. Und: Sie sollten auch an die Zukunft denken und daran, wie sich die Bedürfnisse ändern könnten: Wird die Familie noch wachsen, wollen Sie später gegebenenfalls untervermieten?

Empfohlene Raumgrößen für den Hausbau:

  • Wohnraum mit Essplatz: 35-45 m2
  • Küche: 10-20 m2
  • Schlafzimmer: 15 m2
  • Kinderzimmer: je 10-12 m2
  • Arbeitszimmer: 10-15 m2
  • Bad: ab 10 m2
  • Diele: ab 5 m2

Hinzu kommen noch Flure, Stauraum, Gäste-WC – und weitere individuelle Räumlichkeiten nach Ihrem Bedarf.

Die Faustregel für die optimale Hausgröße ist dann eigentlich ganz einfach: Alle Räume, die Sie brauchen – von der Diele bis zu den Kinderzimmern – in Quadratmetern festhalten, zusammenrechnen und mit 1,3 multiplizieren.

Das Ergebnis ist die Bruttofläche, die reine Wohnfläche plus die Stellfläche für Wände. Also Ihre passende Größe für den Hausbau.

Raumaufteilung optimieren: der Grundriss

Grundrissplanung beim Hausbau

Den perfekten Grundriss für alle, für jede Familie und jede Lebenslage, den gibt es natürlich nicht. Aber mit ein paar Kniffen lässt sich jeder Grundriss optimieren. Am besten schon in der Planungsphase die Räume nach Nutzung und Funktion gruppieren und zusammenrücken: Küche und Esszimmer, Bad und Schlafzimmer etwa gehören zusammen. Das sorgt für kurze Wege und mehr Ruhe.

Auch Zimmerpläne sind hilfreich, erst leer, dann mit Möbeln. Was steht wo und möglicherweise wo im Weg? Wie ist das Raumgefühl: Wo schaut man hin, wo sollten Fenster, wo Wände, wo Türen sein? Generell ist offenes Wohnen mit wenigen Trennwänden nicht nur gut für das Familienleben, sondern schont auch das Baubudget. Bis zu zehn Prozent Kosten lassen sich einsparen, wenn man kompakt mit einfacher Raumaufteilung baut.

Tipp: Ein guter Architekt kennt alle Sparmöglichkeiten genau und kann sich bei der Grundrissplanung richtig lohnen! Die ideale Raumaufteilung ist zirka 70 Prozent für Wohnen, Schlafen, Arbeiten, 20 Prozent für Waschen, Baden, Stauraum. Der Rest ist die sogenannte Verkehrsfläche.

Mit Keller bauen – oder ohne

Ein Hausbau ohne Keller, das ist in Deutschland für viele Häuslebauer immer noch unvorstellbar, gerade im Süden.

Hausbau mit Keller

Aber: Das Untergeschoss kostet und belastet das Baubudget beim Hausbau zusätzlich. Manche Bauherren belassen es deshalb doch nur bei der Bodenplatte. Experten schätzen, bis zu einem Drittel aller neuen Häuser hat keinen Keller mehr.

Bei der Beantwortung der Frage „Keller – ja oder nein“ sind vor allem zwei Faktoren ausschlaggebend: Zum einen der Wert und die Beschaffenheit Ihres Grundstücks bzw. Bodens. Zum anderen die geplante Nutzung: Brauchen Sie nur Stauraum, planen also nur einen Nutzkeller? Oder überlegen Sie, dort auch zu wohnen oder zu arbeiten, gar zu vermieten?

Hausbau mit oder ohne Keller – keine leichte Überlegung und eine folgenreiche dazu, denn sie ist nicht mehr rückgängig zu machen. Wir haben deshalb einen umfangreichen Ratgeber erstellt – die praktische Entscheidungshilfe.

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Werkvertrag unterschreiben und Bauantrag stellen

Nun beginnt die heiße Phase Ihres Bauprojekts: Der Werkvertrag zwischen Ihnen und dem Bauträger beschreibt die exakten Leistungen, die von der Baufirma erbracht werden müssen. Hier gilt also: Prüfen Sie genau, was für ein Angebot Ihnen unterbreitet wird und ob es für Sie zufriedenstellend ist. Seien Sie sich dabei stets bewusst, dass auch nur Leistungen erbracht werden, die im Werkvertrag explizit erwähnt werden. Wenn Sie sich unsicher sind, zögern Sie nicht einen Fachanwalt oder einen Bausachverständigen zu Rate zu ziehen.

Falls alle Vertragsmodalitäten geklärt sein sollten, ist der letzte Schritt zum Bauherrn endgültig getan. Nun werden offizielle Bauanträge für Haus, Carport oder Garage gestellt und Ihr Traum vom Hausbau wird endlich zur Realität.

Tipp: Unterschreiben Sie nur, wenn Sie bereits ein Baugründstück besitzen!

Die erfolgreiche Bemusterung

Bemusterungstentrum

Endlich wird das Traumhaus konkret. All das, was sich bisher nur in den Köpfen abgespielt hat, nimmt Form an! Die Bemusterung beim Hersteller ist deshalb einer der schönsten und spannendsten Termine für Bauherren während des Hausbaus.

Hier entscheiden Sie über:

  • finalen Grundriss
  • Fassade
  • Sanitärobjekte
  • Fenster
  • Steckdosen
  • …und alle weiteren Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände

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Die Bauphase

Bauablauf, Baustelle, Bauchsachverständige, Eigenleistung, Richtfest, Einzug, Fazit

Bauablauf und Bauzeiten planen

Zeit ist Geld, besonders am Bau. Jeder Baustellentag kostet und jeder Tag zu viel belastet das Baubudget für den Hausbau zusätzlich. Um die Termine der Gewerke und die Eigenleistungen zeitlich optimal zu koordinieren und die Baustelle am Laufen zu halten, ist deshalb ein Bauzeitenplan notwendig. Der Bauzeitenplan zeigt für den gesamten Bauzeitraum, wer für was zuständig ist – und vor allem, wann dieser daran zugange ist. Und er zeigt auf einen Blick, wer gerade auf der Baustelle arbeitet – und wer nicht. Terminabsprachen, die nicht eingehalten werden, sind eines der größten Ärgernisse beim Hausbau! Falls Handwerker für Rückstände sorgen, müssen diese auch dafür einstehen.

Allerdings nur, wenn alles penibel im Bauvertrag geregelt ist. „Damit es nicht zu Unstimmigkeiten und teuren Verzögerungen kommt, sollte jeder Vertrag einen detaillierten, chronologischen Bauablaufplan mit genauen Terminvereinbarungen beinhalten. In diesem Plan muss auch das Fertigstellungsdatum stehen“, rät der Verband privater Bauherren (VPB) deshalb.

Natürlich ist ein Bauzeiten- oder Bauablaufplan, wie er auch genannt wird, nicht in Stein gemeißelt, denn eine Baustelle ist äußerst dynamisches Gebilde. Es wird ziemlich sicher Störungen im Bauablauf geben. Nicht selten sind es sogar die Bauherren selbst, die dafür sorgen, indem sie zum Beispiel ihre Eigenleistungen überschätzen. Das wiederum kann zeitlich nachfolgende Gewerke in Bedrängnis bringen und eine teure Kettenreaktion auslösen. Weitsichtige Bauherren sollten also unbedingt auch Pufferzeiten einplanen.

Um sich einen Bauzeitenplan für den Hausbau zu erstellen, gibt es im Netz zahlreiche Tools. Dieses hier kann kostenlos heruntergeladen werden.

Bauzeitenplan

So sieht ein fertiger Bauzeitenplan aus

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Bauablauf beim Massivhaus
Interessieren Sie sich für Massivhäuser?

Hier erfahren Sie alles über Inhalte und Abläufe der Bauphase. Darüber hinaus geben wir Ihnen nützliche Tipps, wie Sie Ihr Leben als Bauherr so unkompliziert wie möglich gestalten.

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Die Baustelle sichern und einrichten

Als Bauherr sind Sie für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich. Für alle Schäden, die aufgrund von nicht vorschriftsmäßiger Sicherung entstehen, haften Sie. Deshalb ist eine Bauherren-Haftpflichtversicherung beim Hausbau unverzichtbar.

Andererseits müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre Baustelle ordnungsgemäß, das heißt nach der Baustellenverordnung (BaustellV) gesichert ist. Hier ist von der Schutzkleidung, der Absturzsicherung bis zur Sicherung an Verkehrswege alles geregelt.

Darauf müssen Sie achten:

eine ausreichende Beschilderung

sichere Wege und Zugänge

Absperrungen durch Bauzäune

Sicherung des Baumaterials

Anmeldung von Bauwasser und Baustrom

Organisation von Containern (für z.B. Werkzeugmagazine, Pausenräume oder Baustellenbüros)

Rat eines Bausachverständigen einholen

Kaum ein Bauherr ist in der Lage, selbstständig den Baufortschritt beim Hausbau zu beurteilen und zu überblicken und ob alles korrekt von den Handwerkern erledigt wurde. Muss er auch nicht, denn für diese Aufgabe gibt es Spezialisten, sogenannte Bauchsachverständige oder Bauherrenberater – also unabhängige Bauingenieure.

Bausachverständiger

Ein Bausachverständiger begleitet in der Regel den kompletten Hausbau vom Kaufvertrag bis zur Schlüsselübergabe. Bei mehreren Terminen, den Begehungen, inspiziert er das Haus und weist auf mögliche Fehler hin. Das frühzeitige Erkennen und Beseitigen von Mängeln kommt deutlich günstiger als im Nachhinein. Das gilt für den Hausbau in eigener Regie ebenso wie für den „schlüsselfertigen Bau“ mit einem Fertighausanbieter.

Vor dem Kauf prüft der Bausachverständige die Verkaufsunterlagen. Nach erfolgreichem Kauf folgt dann der Check der Hausbauplanung. Bei den Begehungsterminen erledigt er die Abnahme von Keller, Dach, Rohbau, Installationen und prüft den Wärme- und Schallschutz. Zum Schluss folgt gemeinsam mit dem Experten noch die Bauabnahme inklusive des Abnahmeprotokolls.

Ein Bausachverständiger schafft also zusätzliche Sicherheit und spart in den allermeisten Fällen Kosten. Für die Beauftragung müssen rund 2.000- 3.000 Euro eingeplant werden.

Bei der Wahl des Sachverständigen sollte darauf geachtet werden, möglichst erfahrene Fachleute renommierter Einrichtungen zu beauftragen, denn in der Branche gibt es durchaus unseriöse Anbieter. Geprüfte, unabhängige Sachverständige vermitteln zum Beispiel der Bauherren-Schutzbund, Verband privater Bauherren und die DEKRA.

Richtfest feiern

Richtfest feiern

Wenn der Rohbau steht und der Dachstuhl errichtet ist, wird erst mal gefeiert. Das Richtfest ist gute, alte Tradition und versammelt Familie, Freunde, Nachbarn, Architekten und alle am Hausbau beteiligten Personen, um auf Ihre glückliche Zukunft im neuen Haus anzustoßen.

Der Richtspruch eines Zimmermanns und der Richtkranz gehören natürlich ebenso dazu, wie ein zünftiges Mahl.

Tipp: Wie Sie das Richtfest so richtig feiern, lesen Sie in unserem ultimativen Ratgeber zum Thema Richtfest. Dieser beinhaltet sämtliche Informationen für Bauherren und Gäste. Zudem gibt es eine Checkliste, damit man auch nichts und niemanden vergisst.

Bauabnahme Fenster prüfen

Bauabnahme

Die Bauabnahme bildet den Abschluss Ihres Bauvorhabens – nicht nur symbolisch. Da Bauverträge auch Werkverträge sind, haben Sie als Bauherr die Verpflichtung, das gebaute Haus abzunehmen und zu bewerten.

Die Bauabnahme ist demnach eine einseitige Erklärung Ihrerseits. Auf diese Weise bestätigen Sie, dass das übergebene Haus mangelfrei und fertig an Sie übergeben wurde.

Einzug stressfrei

Einzug ohne Stress

Die Möbelwagen rollen vor dem neuen Haus vor, und dann? Als erstes, idealerweise sogar schon ein, zwei Tage vor dem Einzug, kümmert man sich am besten um die zeitaufwendige Küche. Dann um das Bad und die Kinderzimmer, damit die Kinder schnell ankommen.

Und dann: Ruhe bewahren und zwischen Kisten auspacken und Möbel zusammenbauen auch mal genießen. Es ist geschafft und Sie sind in Ihrem neuen Zuhause!

Tipp: Damit der Umzug reibungslos abläuft, informieren Sie sich am besten in unserem Ratgeber „Den Umzug richtig planen“. Dort finden Sie Tipps, Tricks und eine praktische Checkliste zum Ausdrucken.


Fazit: Ein eigenes Zuhause planen

Ein Haus zu bauen ist definitiv eine Herausforderung: für Sie, Euch, die Gesundheit, für Ihre Lebensumstände in den nächsten zwei Jahren, nicht zuletzt für Ihre Finanzen.

Aber es ist machbar, Ihr eigenes Zuhause. Dafür braucht es allerdings eine solide Finanzierung, eine weitsichtige Planung und gute, qualifizierte Berater. Viele passende Tipps dazu lesen Sie auf dieser Seite und in unseren Ratgebern. Und auch für die passenden, zuverlässigen Hausbaupartner haben wir einige Empfehlungen für Sie auf Musterhaus.net.


Häufig gestellte Fragen zum Hausbau

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Hausbau?

Das Wetter hat großen Einfluss auf den Hausbau. Somit kann es entscheidend sein, wann ein Haus gebaut wird. In der Vergangenheit begann der Bau des Traumhauses meist im Frühjahr. Die Erde ist nicht mehr gefroren und das Wetter sehr mild. Von Baubeginn bis zu den letzten Handgriffen dauert es im Normallfall acht bis neun Monate. Einzugsbereit wäre das Haus demnach im November beziehungsweise Dezember. Alternativ beginnen heute viele Bauherren Anfang Herbst mit dem Projekt Eigenheim. So kann bis zum Winter der Rohbau fertiggestellt und das Dach gedeckt werden. Durch kalte Luft trocknet unter anderem der Estrich schneller. Dank qualitativ hochwertiger Baumaterialien und relativ milder Winter ist es mittlerweile auch möglich, im Dezember und Januar einfach mit dem Innenausbau des Hauses fortzufahren.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass mit dem Hausbau heute in fast jeder Jahreszeit begonnen werden kann. Schwierig wird es nur, wenn die Außentemperaturen unter 5°C sinken oder die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist. Unter diesen Umständen ist ein Baubeginn nicht möglich.

Welche Kosten gibt es beim Hausbau?

Beim Hausbau kommen eine Menge verschiedener Kosten auf Bauherren zu. Zunächst sollte der Grundstückskauf erwähnt werden. Falls noch kein Bauland zur Verfügung steht, müssen hier gegebenenfalls noch Kosten für den Makler, den Notar, einen Grundbucheintrag und die Grunderwerbsteuer gezahlt werden.
Wenn ein Grundstück vorhanden ist, müssen weitere Baunebenkosten gezahlt werden. Darunter fallen unter anderem Zahlungen für Bodengutachten, Baubegleitung, Vermessungen, Erdarbeiten oder die Einrichtung der Baustelle. Hinzu kommen einige Versicherungen wie die Bauherrenhaftpflicht und die Bauleistungsversicherung. Während des Hausbaus müssen Anschlüsse für Strom, Gas und Wasser gezahlt werden. Final muss noch mit Ausgaben für die Außenanlagen und den Garten gerechnet werden.

Wo kann beim Hausbau gespart werden?

Beim Bau eines Hauses gibt es viele Sparpotenziale. Am meisten lässt sich natürlich bei den Baukosten selbst sparen. Zunächst einmal sollte die Größe des Hauses betrachtet werden. Umgerechnet kostet jeder Quadratmeter Wohnfläche schlussendlich ca. 1.500 Euro. Demnach sollten sich Bauherren frühzeitig darüber im Klaren sein, wie viel Wohnfläche das zukünftige Eigenheim wirklich benötigt. Neben der Größe des Hauses ist vor allem entscheidend, wie das Haus ausgestattet wird. Durch eine günstigere Ausstattung lässt sich extrem viel sparen, eventuell wird dadurch aber die Wohnqualität vermindert.
Neben den Baukosten kann auch durch Eigenleistung viel gespart werden. Allerdings überschätzen sich viele Bauherren. Die zusätzliche Arbeit am Haus kostet sowohl Kraft als auch Zeit. Aus diesem Grund sollten Sie sich im Vorfeld sehr gut überlegen, wie viel zusätzliche Arbeit für Sie zu schaffen ist. Eine Verzögerung des Baus kann die Kosten für das Haus nämlich sehr schnell in die Höhe treiben.
Weitere Kosten lassen sich durch staatliche Förderprogramme sparen. Hier sind unter anderem die KfW-Förderbank sowie das seit Kurzem ausgezahlte Baukindergeld zu nennen.

Wie lange dauert der Hausbau?

Wie lange ein Haus gebaut wird, hängt maßgeblich von der Bauweise ab. Die Bauzeit eines Fertighauses ist deutlich geringer als die eines Massivhauses. Während die Planung, der Bau und die Fertigstellung eines Massivhauses in der Regel sieben bis neun Monate andauert, benötigt ein Fertighaus insbesondere während der Bauphase deutlich weniger Zeit. Der Rohbau eines Fertighauses steht nach drei bis fünf Tagen. Bei einem Massivhaus dauert dies im Regelfall drei bis vier Wochen. Zudem fallen in einem Fertighaus die Trockenzeiten sehr kurz aus, da Mörtel und Beton kaum zum Einsatz kommen. Von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe vergehen somit ungefähr zwei Monate weniger als beim Massivhaus.

Wie viel Eigenkapital benötigt man für den Hausbau?

Im Grunde benötigen Sie keinerlei Eigenmittel, um ein Haus zu bauen, solange Sie die monatlichen Kosten für den Hausbau aufbringen können. Allerdings sind die Voraussetzungen für Kredite sehr unterschiedlich. Wir empfehlen Ihnen daher, ein unabhängiges Finanzierungsangebot bei unserem Partner Interhyp einzuholen. Die Experten für Baufinanzierung werden Ihnen Ihre Möglichkeiten und Sparpotenziale aufzeigen. In der Regel raten Banken und Kreditgeber dazu, mindestens acht bis 15 Prozent der gesamten Hauskosten durch Eigenmittel zu begleichen. Wenn der Hausbau also 250.000 Euro kostet, sollten Sie über Eigenkapital von 20.000 Euro bis 40.000 Euro verfügen.

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