Klinker

Klinker sind Ziegelsteine, die unter so hohen Temperaturen gebrannt werden, dass die kristallinen Rohstoffe ihrer Oberfläche zusammenschmelzen. Dadurch gewonnene Eigenschaften wie Frostbeständigkeit und Druckfestigkeit prädestinieren sie für den Außenbereich.

Was sind Klinker?

Klinker gehören zur Gruppe der Mauerziegel, die alle aus dem natürlichen Rohstoff Erde geformt werden. Genauer definiert bestehen Klinker aus Feldspänen, Schamotte und weiß- oder rotbrennenden Tonen. Um ihre endgültige Beschaffenheit zu erreichen, müssen sie einem Sinterprozess unterzogen werden. Dieser setzt bei Brenntemperaturen von über 1.200 °C ein, schließt ihre Poren und verleiht ihrer Oberfläche einen glasig-dichten Charakter.

Das Resultat sind wetterfeste, weitgehend säureunempfindliche und langlebige Klinker mit nur einer geringen Wasseraufnahmefähigkeit. Die höheren Preise für Klinkerfassaden rechtfertigen auch ihren ausgezeichneten Dämmschutz, hohen Lärmschutz und ihr schönes Erscheinungsbild. Der Name „Klinker“ ist vermutlich aus dem Begriff „Klinger“ entstanden, der wiederum aus „Klingerziegel“ hergeleitet werden kann. Schlägt man bis zur vollständigen Sintierung gebrachte Ziegel (Klinker) etwa mit einem leichten Hammer an, entsteht ein heller Klang.

Welche Klinker gibt es?

Im Hausbau finden Klinker als sogenannte Allwetterziegel zur Verblendung von Fassaden oder auch beim Innenausbau Anwendung. Man unterscheidet zwischen oberflächig gesinterten Klinkern und den noch widerstandsfähigeren vollständig gesinterten Keramikklinkern (Vergleich: Klinker lassen sich mindestens in die Druckfestigkeitsklasse 28 einordnen, Keramikklinker in die höchste Druckfestigkeitsklasse 60). In Laboren und wo eine hohe Widerstandskraft gegen mechanische Oberflächenbeanspruchungen gefordert ist, werden Fußbodenklinker verbaut. Im Abwasserbereich sind Kanalklinker oder Säureklinker der Baustoff der Wahl, in Viehställen ist es Stallklinker. Die Anforderungen des Straßen-, Brücken- und Tunnelbaus erfüllen Tunnelklinker. Weniger gebräuchlich ist die Unterteilung in Grobklinker und Feinklinker. Mauerklinker, Pflasterklinker und ähnliche zählen zu den Grobklinkern – Klinkerplatten für Fußboden und Wand zu den Feinklinkern. Eigenschaften für Klinker sind in der Norm DIN V 105-100 und der EU-Norm DIN EN 771-1 festgelegt, Klinkerformate in der DIN 1053.

Roter, blauer, schwarzer, brauner, gelber Klinker

In den Händlersortimenten werden vielgestaltige Klinkervariationen mit Farbbezeichnungen wie „cremeweiß“, „gelb geflammt“ oder „englischrot“ angeboten. Sie haben eine glatte oder unregelmäßige Oberfläche. Eisenklinker etwa werden aus eisenoxidhaltigem Ton gebrannt. Ihre Färbungen können von Blaurot bis Schwarz reichen und einen metallischen Schimmer besitzen. Bei einem Einfamilienhaus mit Klinker bieten Hausbaufirmen ansprechende Gestaltungsoptionen an, von denen man sich in einem manchen Musterhauspark einen persönliches Eindruck verschaffen kann.

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