Baugemeinschaft

Der Traum vom Eigenheim lässt sich nicht immer am bevorzugten Wohnort verwirklichen. Insbesondere in innerstädtischen Bereichen beliebter Ballungszentren wie Hamburg oder München ist der Baugrund rar und die Grundstückspreise entsprechend hoch.

Gemeinsam bauen und Kosten sparen

Trotzdem müssen Bauwillige ihr Vorhaben nicht begraben. Sie können die Grundstücks- und Baukosten verringern, indem Sie sich mit anderen Baufamilien zusammenschließen. So eine private Baugemeinschaft kann gemeinsam mit Freunden, Familienmitgliedern oder Fremden entstehen. Insgesamt kann man davon ausgehen, dass ein Bauprojekt als Gruppe bis zu 25 Prozent günstiger ausfällt als ein eigenes Bauvorhaben – wenn Gewinnmargen von Bauträgern gedrückt und alle Fördermittel ausgeschöpft werden. In der Gemeinschaft zu bauen, anstatt weiterhin zu mieten, kann sich also richtig lohnen. Schließlich ist die Investition in eine Immobilie nicht nur eine sichere Geldanlage, sondern auch eine stabile Altersvorsorge. Um langfristig ein gutes Nachbarschaftsverhältnis zu pflegen, ist jedoch die Wahl eines passenden Baupartners entscheidend.

Arten von Baugemeinschaften

Bei Baugemeinschaften ist im Grunde ein Zusammenschluss von Personen, die ein Bauprojekt für den Eigenbedarf realisieren. Dabei unterscheidet man zwei verschiedene Arten: Suchen sich Bauwillige auf eigene Faust Partner, mit denen sie das Projekt umsetzen, bezeichnet man diese Gruppe als freie private Baugemeinschaft. Von einer betreuten privaten Baugemeinschaft spricht man hingegen, wenn ein sogenannter „Projektsteurer“ den Bau in die Wege leiten und organisiert. Dabei handelt es sich häufig um einen Architekten, der Planung und Bau betreut, aber kein Teil der Gemeinschaft ist.

Übernimmt ein Bauprofi die Koordination der Planungs- und Bauphasen, muss die Baugemeinschaft sich nicht so stark einbringen. Er sorgt dafür, dass Bauwillige mit demselben Ziel an einen Tisch kommen. Möchten Sie jedoch ohne Betreuung eine Baugemeinschaft gründen, müssen Sie sich selbstständig nach möglichen Partnern umschauen. Diese können Sie in entsprechenden Internetforen für Baugemeinschaften und Wohnprojekte aufspüren. Als kompetenten Ansprechpartner können Sie auch die örtliche Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt kontaktieren. Diese unterstützt Sie dabei, eine passende Baugemeinschaft zu finden und kann Ihnen vielleicht sogar gleich ein passendes Grundstück für den Bau anbieten. Auch die Gesellschaft für Betreuung privater Bauherren mbH , kurz GfB, organisiert und begleitet gemeinschaftliche Bauprojekte von privaten Auftraggebern.

Zusammenschluss von Baufamilien

Wenn das Budget für die Wunschimmobilie in beliebter Wohnlage nicht reicht, kann eine private Baugemeinschaft das finanzielle Problem lösen. Die Auswahl an möglichen Haustypen ist groß: Das kann ein Reihen- oder Kettenhaus, ein Doppelhaus, ein Zweifamilienhaus, ein Haus mit Einliegerwohnung, ein Mehrfamilien- oder auch ein Mehrgenerationenhaus sein. Ein großes Grundstück bietet auch die Möglichkeit, mehrere freistehende Einfamilienhäuser zu errichten.

Bauen in der Gruppe und Kosten durch Synergien senken

Die wohl größte Verlockung einer Baugemeinschaft bleiben die geringeren Kosten. Nicht nur die Erwerbsnebenkosten eines Grundstückskaufs wie Grundbucheintragung und Notarkosten fallen deutlich geringer aus, auch die Baukosten verteilen sich auf die einzelnen Partner und schonen so den Baukredit. Diese Kosten reduzieren sich in der Gruppe:

Grundstückskauf

In der Gruppe spart man Grunderwerbssteuer und auch die Notarkosten für den Grundbucheintrag verteilen sich auf die gesamte Bauherrengemeinschaft. Die Höhe dieser Nebenkosten richtet sich nach der Grundstücksgröße bzw. dem Grundstückspreis und ist unabhängig von der geplanten Bebauung. Viele Gemeinden sind zudem bereit, ein Gemeinschaftsbauprojekt finanziell zu fördern, indem sie der Baugemeinschaft staatliche Grundstücke für einen Kaufpreis anbieten, der unter dem aktuellen Marktwert liegt.

Planung mit Architekten oder Bauunternehmer

Die Beauftragung von Bauprofis wird in der Gruppe günstiger, da sich die Kosten auf alle Bauparteien gleichmäßig verteilen.

Koordination

Ein Bauträger wird beim Hausbau als Baugemeinschaft überflüssig. Die Bauherrngemeinschaft übernimmt Entwicklung und Koordination des Baus mit Hilfe eines Architekten und eines Bauunternehmers selbstständig. Dadurch entfällt die Marge eines Bauträgers.

Bau- und Ausstattungsmaterialien

Die Baustoffe werden für den Ausbau mehrerer Wohneinheiten in größerer Stückzahl benötigt. Das erhöht die Chancen auf höhere Rabatte.

Handwerkernebenkosten

Je umfangreicher der Auftrag, desto mehr Nachlass können die Auftraggeber in der Regel bei den Nebenkosten von Handwerkerarbeiten aushandeln.

Anschluss an die örtlichen Versorgungsnetze

Auch hier teilen sich die Kosten wieder unter den einzelnen Baufamilien auf.

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