Baunebenkosten

Baunebenkosten bilden zusammen mit Hauspreis und Grundstückspreis die Gesamtkosten beim Haus bauen. Was sind übliche Nebenkosten beim Hausbau? Die Liste der Baunebenkosten umfasst Grundstücksnebenkosten, Kosten vor dem Hausbau, Erschließungskosten & Hausanschlüsse, Gartenplanung sowie Bauversicherungen. Deckt der Bauvertrag sämtliche dieser Kosten ab, garantiert er dem Bauherrn größtmögliche Kosten- und Planungssicherheit.

Baunebenkosten für ein Einfamilienhaus

Eine Faustregel besagt, Baunebenkosten betragen gut und gerne 10 bis 20% der gesamten Bausumme. Nur eine Baufinanzierung, die zusätzlich zum Kaufpreis von Haus und Grundstück auch die Nebenkosten beim Hausbau abdeckt, ist also „wasserdicht“. Ergänzend sollte ein finanzieller Puffer von 10.000 bis 15.000 Euro für unerwartete Kosten beim Bauen vorhanden sein. Die sicherste Basis für die Planung der Hausbau-Finanzierung bietet ein Bauvertrag, der alle wichtigen Baunebenkosten beinhaltet.

Wie setzen sich die Nebenkosten zusammen?

Kosten beim Grundstückskauf

ggf. Maklergebühren

3,57–7,14% vom Kaufpreis des Grundstücks, je nach Bundesland und Lage


Notarkosten & Grundbucheintrag

1,5–2% vom Grundstückspreis


Grunderwerbsteuer

3,5–6,5% vom Grundstückspreis, je nach Bundesland

Vor dem Hausbau

Bodengutachten

500–3.000 €


Vermessungskosten

2.000–2.500 €


Baugenehmigung

0,2–0,7% der Hausbausumme, je nach Bundesland


Erdaushub für Keller oder Bodenplatte

3,50–100 € je m³, entsprechend Bodenklasse


Abtransport überschüssiger Erde

8–16 € je m³


Baustraße & Kranstellplatz

ca. 11 € je m²


Prüfstatik (i.d.R. nur erforderlich bei individueller Hausplanung)

1.500–2.500 €

Grundstück vorbereiten

50–200 € pro m²


Baumfällungen

500–1.000 € pro Baum

Erschließungskosten & Hausanschlüsse

Strom-, Gas-, Frischwasser- und Abwasseranschluss sowie Telefon/Kabelfernsehen

10.000–20.000 €

Anlegen der Außenanlage

Einfahrt, Wege, Terrasse, Garage, Carport, Begrünung etc.

10.000–20.000 €

Bauversicherungen

Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungs-, Bauhelfer- und Feuer-Rohbauversicherung

500–1.000 €


Baufertigstellungsversicherung (meist im Bauvertrag enthalten)

1.000–1.400 €

Zusätzliche Leistungen (optional)

Bauvertragsprüfung

ca. 250 €


Baucontrolling vom TÜV

ca. 2.500 €


Grundsteinlegung & Richtfest

sehr individuell

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Wie kann man die Baunebenkosten finanzieren?

Bereits vor dem eigentlichen Bau müssen Kosten für einen Notar, die Grunderwerbssteuer oder den Eintrag ins Grundbuch beglichen werden. Diese zu zahlenden Summen können durchaus 10.000 Euro bis 15.000 Euro teuer werden. Diese Kosten lassen sich natürlich einfach durch das eigene Kapital decken und würden somit nicht für eine höhere Summe der gesamten Finanzierung sorgen. Liegt dagegen kein Eigenkapital vor, so müssen diese Summen als Teil der kompletten Hausfinanzierung miteinbezogen werden. So erhöht sich der Gesamtumfang der Finanzierung noch einmal merklich. Wer also Eigenkapital mitbringt, verringert stets die Finanzierungsumme und zahlt logischerweise weniger ab.

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