Bauzeitenplan

Der Bauzeitenplan oder Bauzeitplan – früher auch genannt Bauzeitkalender – ist ein Werkzeug der Terminplanung und Terminverfolgung beim Hausbau. Warum Bauzeitenplan? Beim Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus bauen bringt er die verschiedenen Gewerke in Reihenfolge. Ein geordneter und weitestgehend reibungsloser Bauablauf sowie die Einhaltung des vereinbarten Fertigstellungstermins werden so gesichert.

Bauzeitenplan Definition

Wozu dient ein Bauzeitenplan? Ob für den Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus Neubau oder Umbau – der Bauzeitenplan liefert die Darstellung des zeitlichen Ablaufs und der Abfolge der diversen, für das Bauvorhaben erforderlichen Gewerke. Dadurch bildet er eine konkrete Grundlage für den termingerechten Bauablauf, fortlaufende Bauzeitenkontrolle und Terminkoordination

Für in sich geschlossene Teile der Bauleistung wie Keller, Bodenplatte, Rohbau und Malerarbeiten enthält der Plan Einzelfristen. Im Falle besonderer Ereignisse oder geänderter Rahmenbedingungen für den Hausbau (schlechtes Wetter, Lieferschwierigkeiten, Personalausfall) kann der Bauzeitenplan jederzeit angepasst werden.

Ist der Bauzeitenplan verbindlich?

„Die in einem Bauzeitenplan enthaltenen Einzelfristen gelten nur dann als Vertragsfristen eines Bauvertrags, wenn dies hierin ausdrücklich vereinbart ist.“ (§ 5 Abs. 1 VOB/B)

Wer erstellt den Bauzeitenplan wann?

Der Bauzeitplan wird meist vom Bauleiter in Abstimmung mit dem Auftraggeber aufgestellt und bedarfsweise angepasst. Spätestens nach Vergabe der Einzelgewerke zu Abschluss der Planungsphase und Hausbau-Beginn sollte der detaillierte Baukalender entwickelt werden.

Kriterien an einen Bauzeitenplan

Wie sieht ein Bauzeitenplan aus? Ob konzipiert für ein freistehendes Einfamilienhaus, eine Doppelhaushälfte oder ein Reihenhaus – zur Darstellung der Arbeitsabläufe im Bauzeitplan wird meist ein Balken- bzw. Blockdiagramm verwendet. Folgende Inhalte sind im Bauzeitkalender unverzichtbar:

• Arbeitsabschnitte mit Ortszuweisungen und Ablauf der Bauarbeiten

• Monats-, Wochen- und Tagesangaben für Beginn und Ende dieser Teilabschnitte

• Darstellung technologischer Abhängigkeiten verschiedener Gewerke untereinander

• Anzahl der innerhalb der Arbeitsabschnitte einzusetzenden Arbeitskräfte und Aufsichtspersonen

• Aussagen zu benötigten Baumaschinen und Geräten sowie dem Lieferzyklus von Baustoffen

• Informationen zu Zwischenprüfungen und Teilabnahmen

• Einplanung von Eigenleistung oder Nachunternehmen

• Definitionen und Preise der Bauleistungen sowie mögliche Termine zur Rechnungslegung

Bauzeitplan per Programm oder App erstellen

Für die Bauzeitenplan-Erstellung und -Pflege gibt die fortschreitende Digitalisierung dem Bauleiter fachgerechte und effektive Bauzeitenplan Programme und Apps an die Hand. Diese minimieren den Aufwand für Erstellung und Aktualisierung.

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