Sturz

Der Sturz – ob im Massivhaus, Fertighaus oder Blockhaus – als Fenstersturz oder Türsturz ist er in jeder Bauweise vertreten. Sturz, was bedeutet das? Stürze in der Architektur sind waagerechte Träger über einer Wandöffnung wie Fenster oder Tür, die von oben wirkende vertikale Kräfte aufnehmen und auf das umliegende Mauerwerk ableiteten.

Sturz, was ist das?

Bei jedem Hausbau ist der Sturz als Fenstersturz oder Türsturz ein wichtiges Bauteil. Ein Massivhaus, Fertighaus oder Blockhaus Bauherr, der sich mit seiner Verortung und Aufgabe befasst, wird sich seiner Wichtigkeit bewusst:

Als obere Begrenzung von Tür- und Fensteröffnungen übernehmen Stürze stabilisierende Funktion. Da unterhalb des Sturzes eine Öffnung an Stelle der Wand tritt, muss er die nötige Stabilität zur Abtragung der darüberliegenden Lasten aufweisen. Durch Weiterleitung des Mauerwerksdrucks auf die tragfähigeren seitlichen Mauern verhindert er Brüche im Mauerwerk über der Öffnung sowie im darunterliegenden Fenster- oder Türrahmen. Die Wandöffnung überspannend, liegt der Sturz mit beiden Enden auf dem Mauerwerk neben ihr auf. Diese Auflageflächen nennt man daher auch Auflager. Im modernen Hausbau findet vor allem der Betonsturz, Stahlsturz, Stahlbetonsturz oder Tonsturz der Bauweise Fertigteil Sturz oder individuell angefertigter Sturz Verwendung. Daneben gibt es den Mauerwerkssturz und den Holzsturz. In Österreich werden Stürze oftmals als „Überlager“ bezeichnet, in der Schweiz als „Kämpfer“. Sohle, Schwelle oder Unterschwelle sind das Gegenteil von Sturz, gleichsam ist „Oberschwelle“ ein Synonym des Bauteils.

Stürze im Massivhaus/Fertighaus/Blockhaus – Anwendungsbeispiele

● Türsturz

• z.B. Sturz für Haustür,

• Terrassentür

• oder Balkontür

● Fenstersturz

• z.B. für Dreiecksfenster,

• Rundbogen

• oder als Sturz mit Rollladenkasten

● Weitere Sturzelemente

• Sturz für Garagentor

• Sturz für Durchgang oder Durchfahrt

• Sturz für Wanddurchbruch (für eine tragende Wand unbedingt erforderlich)

• Sturz für Durchreiche

Historische Stürze

Lange bevor der Stahlbeton in die Welt des Hausbaus einzog, kamen große, behauene Fenster- und Türstürze aus Naturstein zum Einsatz. Im mittelalterlichen Fachwerkhaus wurden Holzbalken als Querverstrebungen über Wandöffnungen – die sogenannten Sturzriegel – eingezogen. Spätere Stein auf Stein gemauerte Massivhäuser erhielten gemauerte Stürze mit bogenförmigem Verlauf. Diese Bogensturz oder Sturzbogen genannten Mauerwerksstürze leiteten dank ihrer Form auftretende Lasten besonders gut in das benachbarte Mauerwerk ab.

Sturz aus Beton oder Stahl einziehen?

Beim Bauen mit Kalksandstein oder Zementstein greifen Hausbaufirmen auf einen Beton- oder Stahlsturz zurück, beim Verarbeiten von Backstein oder Leichtbaustein auf den Tonsturz. Ob im jeweiligen Anwendungsfall ein Beton-, Stahl-, oder Stahlbetonsturz geeignet ist, definiert die Hausbaufirma anhand der Massivhaus oder Fertighaus Statik. Für nahezu jeden Bedarf kann sie heute den passenden Fertigteil-Sturz kaufen. Der Mehraufwand beim Betonieren bzw. Gießen von einem Fenster- oder Türsturz wird so umgangen. Lediglich Fensterstürze, die große Distanzen überbrücken, müssen oftmals noch individuell hergestellt werden.

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