Transmissionswärmeverlust

Der Transmissionswärmeverlust (Ht) zeigt, wie viel von der im Haus erzeugten Wärme durch die Wände, Türen, Fenster und das Dach nach Außen verloren geht. Er bezieht sich also auf die Qualität und Dämmung der äußersten Hülle des Hauses. Je kleiner dieser Wert ist, desto weniger Wärme verliert eine Immobilie während des Heizprozesses.

Qualität der Gebäudehülle erfassen

Die Qualität einer Gebäudehülle lässt sich mit einfachen Rechnungen ermitteln. Die Maßeinheit des Transmissionswärmeverlustes ist Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m²K). Das bedeutet, dass bei 1 Grad Celsius Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur in einem Quadratmeter Fläche der Hülle exakt ein Watt transportiert wird. In einem Beispiel würde es wie folgt aussehen: Ein Ht-Wert von 1 W/m²K und ein Temperaturunterschied von 1 Grad Celsius zwischen der Außen- und Innenwand eines Gebäudes sorgen dafür, dass 1 Watt Wärmeverlust entsteht. Falls nun im Innenbereich der Immobilie eine Temperatur von 10 Grad Celsius und im Außenbereich eine Temperatur von -10 Grad Celsius herrscht, so gehen pro Quadratmeter Außenhülle 20 Watt verloren.

In der Praxis

Falls der Neubau eines Hauses angestrebt wird, empfiehlt es sich auf jeden Fall schon vor dem Baubeginn den Transmissionswärmeverlust im Auge zu haben. Als Bauherr muss man bestimmte Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) einhalten. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu kostenintensiven Nacharbeiten an der Außenhülle des Hauses. Bei zu renovierenden Gebäuden ist der Bauherr verpflichtet, die Richtlinien der EnEV einzuhalten, sofern mehr als zehn Prozent der Bauteilsfläche eines Objektes verändert werden. Bevor Fehler auftreten oder unwissentlich gehandelt wird, sollte immer ein Experte zu Rate gezogen werden.

Wärmeverluste gering halten

Um einen möglichst niedrigen Ht-Wert zu erreichen, muss ein Eigenheim also ausreichend vor Wärmeflucht geschützt sein. Jede weitere Dämmschicht in der Außenhülle hindert mehr Wärme am Ausströmen. Ob Außen-, Zwischen- oder Einblasdämmung – hier gibt es einige Möglichkeiten. Weitere Vorteile bieten Passiv- sowie Niedrigenergiehäuser. Diese Haustypen haben ohnehin schon sehr hohe Energie- und somit auch Dämmstandards. Durch zusätzliche Wärmegewinne mithilfe von Solarenergie verringern sie die Transmissionswärmeverluste noch einmal.

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