Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung ist ein im Boden integriertes Heizsystem, das die Wärme gleichmäßig verteilt und für ein behagliches Raumklima sorgt. Multifunktionale Fußbodenheizungen können heizen und kühlen.

Fußbodenheizung – schon von den Römern geschätzt

Die Römer erwärmten ihre Räume mit der Fußbodenheizung „Hypokaustum“; ab etwa 700 n. Chr. kam die Fußbodenheizung „Ondol“ bei den Koreanern auf. Im zeitgenössischen Hausbau erlebte diese Art der Raumbeheizung erst ab den 1970er Jahren ihren Durchbruch. Die Fußbodenheizung gehört zur Gruppe der Flächenheizungen. Dabei unterscheidet man zwischen Warmwasser-Heizsystemen (Nass- oder Trockensystem) und elektrischen Systemen.

Fußbodenheizung: behaglich, ideal für Allergiker

Frühere Fußbodenheizsysteme verursachten durch zu hohe Temperaturen oftmals Venenprobleme. Da die maximalen Oberflächentemperaturen der Heizsysteme in der DIN EN 1264 (alt DIN 4725) heute genau geregelt sind, treten diese Probleme nicht mehr auf. So dürfen Temperaturen im Aufenthaltsbereich 29 °C, im Bad 33 °C und in den Randzonen 35 °C nicht überschreiten. Fußbodenheizungen geben ihre Heizwärme über die gesamte Bodenfläche ab, damit sind warme Füße garantiert. Zu 2/3 besteht die abgegebene Wärme aus angenehmer Strahlungswärme, die auch an Decke und Wänden abstrahlt und dadurch als wärmer empfunden wird. So kann die Raumtemperatur niedriger gehalten werden (etwa 2 bis 3 Grad) als bei herkömmlichen Heizungen. Die geringe Luftzirkulation vermeidet außerdem Staubaufwirbelungen, damit ist ein Flächenheizsystem ideal für Allergiker. Zudem überzeugen Flächenheizungen mit Gestaltungsvorteilen: Sie lassen Heizkörper entfallen und die Gesamtfläche voll ausnutzen.

Elektrische Fußbodenheizung

Elektrische Fußbodenheizungen bestehen aus einer Matte oder einem Netz mit integrierten Heizkabeln, das unter dem Bodenbelag verlegt wird. Ihre Vorteile liegen in ihrer günstigen und einfachen Installation, der schnelleren Reaktionszeit verglichen mit Warmwasserfußbodenheizungen und ihrer Wartungsfreiheit. Handwerkliches Know-how vorausgesetzt, kann man die Elektrofußbodenheizung selber einbauen und Installationskosten sparen. Nachteilig sind ihre höheren Betriebskosten. Sie eignet sich für Küche, Bad und Wintergarten.

Warmwasserführende Fußbodenheizungen

Werden bei warmwasserführenden Fußbodenheizungen die Heizungsrohre oberhalb der Dämmschicht in Estrich integriert, spricht man von Nasssystemen. Dem in flüssiger Form eingebrachten Heiz-Estrich sind Metallpartikel zur Erhöhung seiner Wärmeleitfähigkeit hinzugefügt. Der Nachteil der Nasssysteme ist ihre relativ lange Vorlaufzeit. Trockensysteme erreichen die Wunschtemperatur schneller, da ihre direkt unterhalb des Bodenbelags thermisch von Rohboden getrennt liegenden Rohre Wärme nur an den Raum abgeben.

Fußbodenheizung unter welchen Bodenbelägen?

Ihre Speicher- und Leitfähigkeit prädestinieren Natursteine und Keramikfliesen für Fußbodenheizungen. Welches Holz, Parkett oder Laminat lässt sich mit einer Bodenheizung kombinieren? Eiche, Nussbaum sowie einige Tropenhölzer leiten Wärme am besten. Aufgrund der Fugenbildung durch Holzausdehnung sollten nur kleine Parkettstäbe verlegt werden. Schiffsböden oder großformatige Einzelelemente sind für eine Fußbodenheizung ungeeignet. Manche Teppichböden, Laminate, Korkbeläge und PVC-Böden sind extra als geeignet gekennzeichnet und können daher verwendet werden.

Was kostet eine Fußbodenheizung pro Quadratmeter?

Elektrofußbodenheizungen sind ab circa 24 Euro pro Quadratmeter umsetzbar. Preise für Nasssysteme liegen bei 13 bis 40 Euro je Quadratmeter. Bei Trockensystemen muss man mit Quadratmeterpreisen zwischen 28 und 44 Euro rechen. Dazu kommen Kosten für Anbindeleitungen (etwa 6,50 Euro pro Meter) sowie Verlegeplatten (etwa 11 Euro je Quadratmeter).

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