Bodenplatte

Für jeden Neubau bildet die auch Fundamentplatte oder Gründung genannte Bodenplatte die Basis. Sie soll dem Gebäude den passenden Wärme- und Feuchtigkeitsschutz bieten und seine Lasten ableiten.

Funktion einer Bodenplatte

Die primäre Aufgabe der Bodenplatte ist es, die Lasten des Hauses aufzunehmen und an den Untergrund abzugeben. Sie bildet den konstruktiven und statischen Übergang vom Bauwerk in den Boden.

Um den lückenlosen Feuchtigkeits- und Wärmeschutz zu erzielen, muss die Fundamentplatte fachmännisch abgedichtet und gedämmt werden. In jedem Fall müssen Fundamente frostfrei sein, was in unseren Breitengarden ihre Gründung in mindestens 80 cm Tiefe erforderlich macht. Bei der Hausbauplanung sollten Bauherren im Gespräch mit der Hausbaufirma ihre Entscheidung zwischen Kellergeschoss und Bodenplatte ohne Keller genau abwägen. Möchte man sich die Möglichkeit der späteren Wohnnutzung des Kellers offenhalten, gelten höhere Anforderungen der EnEV (Energieeinsparverordnung) an die Bodenplatte. Dient der Keller beispielsweise nur zur Unterbringung der Haustechnik, reicht es aus, die Kellerdecke zu dämmen. Achtung: Eine nachträgliche Dämmung der Fundamentplatte zieht einen verhältnismäßig hohen Aufwand und entsprechende Kosten nach sich!

Weiße Wanne

Bodenplatte – Vorbereitung Fundament und Anschlüsse.

In welcher Bauweise wird die Bodenplatte errichtet?

Waren früher Streifenfundamente sehr beliebt, setzt man heute bevorzugt auf die einfacher auszuführenden Fundamentplatten. Um sie tief im Erdreich zu verankern und frostfrei zu halten, realisiert man in Bergregionen Bodenplatten ohne Keller häufig mit außen umlaufendem Streifenfundament oder außen umlaufender Frostschürze. Besonders bei einem komplizierten Grundriss erweist sich das Ausheben der Schächte für ein Streifenfundament allerdings als recht aufwändig. Punktfundamente sind die Gründung der Wahl wenn größere Einzellasten wie Pfeiler getragen werden müssen.

Abdichtung und Dämmung der Bodenplatte

Ob eine Bodenplatte gedämmt wird oder nicht, einen Nässeschutz benötigt sie auf jeden Fall. Bei der Abdichtung gegen Grundwasser/Sickerwasser kommt eine Fundamentplatte aus WU-Beton (WU = WasserUndurchlässig) von mindestens 25 cm Stärke zum Einsatz. In jedem anderen – und oft auch in diesem Fall – wird eine Drainage (Schotter oder Kies) unter der Bodenplatte angelegt. Sie verhindert das Aufsteigen von Feuchtigkeit unter dem Haus sowie Untergrundbewegungen durch Frost-Tau-Wechsel. Darüber wird oft eine Sauberkeitsschicht aus Magerbeton platziert. Darauf oder auch oberhalb der Bodenplatte findet die Dämmschicht (z.B. aus PS-Platten) ihren Platz. Die Feuchteisolierung wird mit PVC-Folien oder PE-Folien umgesetzt. Bei Verwendung von Glasschaum-Granulat erübrigt sich der übliche Schichtenaufbau zur Dämmung gegen das Erdreich. Die Fundamentplatte kann dann unmittelbar auf das Glasschaum-Granulat gegossen werden. Je nach Restfeuchte muss auf der Gründung noch eine Folie angebracht werden. Dann kann das Massivhaus oder Fertighaus errichtet werden. Einige Hersteller bieten Fertigkeller wahlweise mit Fußbodenheizung an. Die Preise für einen vom Profi gemauerten Keller können zwischen 50.000 und 70.000 Euro betragen. Kosten für Fertigkeller liegen je nach Einfamilienhaus Grundriss und Fundamentvariante bei 20.000 bis 40.000 Euro.

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