Erdarbeiten

Die Erdarbeiten präparieren das Baugrundstück für den Rohbau. Sie umfassen Vorarbeiten des Erdaushubs, den Aushub der Baugrube, die Gründung und die Nachbearbeitung.

Vor Erdarbeiten Bodenverhältnisse klären

Bevor die Erdarbeiten starten können, sollten die Bodenverhältnisse geklärt sein. Örtliche Hausbaufirmen kennen die Bodenbeschaffenheiten gut und können Preise für Erdarbeiten somit recht genau kalkulieren.

Bestehen Zweifel an den Bodenverhältnissen, empfiehlt es sich, ein Bodengutachten zu beauftragen. Eine mangelnde Tragfähigkeit des Bodens oder Fels im Untergrund würden Maßnahmen wie die Baugrundverstärkung durch Bohrpfähle beziehungsweise eine Sprengung notwendig machen. Zusätzlich gibt ein Bodengutachten Auskunft darüber, ob in die Baugrube eine Drainage oder Sauberkeitsschicht eingebracht werden muss und ob die Abdichtung der Fundamentplatte mit einer PE-Folie erforderlich ist.

Erdarbeiten Preise richten sich nach Bodenklassen

Allgemeine Angebote für Erdarbeiten gehen von optimalen Gegebenheiten wie idealen Bodenbeschaffenheiten und genügend Platz an den Grundstücksseiten zur Lagerung des Erdaushubs aus. Tatsächlich berechnen sich die realen Preise für Erdarbeiten pro m³ nach den Bodenklassen 3 bis 7. Die Bodenklassen 3-5 bilden die besten Bodenbeschaffenheiten ab. Bei ihnen liegen die Durchschnittskosten für Erdarbeiten bei einem Erdaushub bis 3 m Tiefe bei 3,8 bis 4,3 Euro pro m³ inkl. MwSt. Bei Vorliegen der Bodenklasse 7 blockiert Fels den Erdaushub, sodass die Durchschnittskosten für diesen auf 85-95 Euro pro m³ inkl. MwSt. steigen. (Stand: 2016) Auch für Hanggrundstücke können Zusatzkosten anfallen, sollte der Hang befestigt werden müssen.

Vorbereitungen und Ausheben der Baugrube

Erdarbeiten werden meist mit Erdbaumaschinen wie einem Bagger, Grader, Scrapper, Lader oder einer Raupe durchgeführt. Weniger oft werden sie per Hand mittels Schaufel, Pickel, Spaten und Schubkarre verrichtet. Vor dem Erdaushub müssen Büsche und Bäume entfernt und ggf. alte Baustrukturen abgebrochen werden. 20 bis 30 cm des Mutterbodens werden abgetragen und an den Grundstücksseiten oder im hinteren Grundstücksbereich gelagert. Im nächsten Schritt wird die vorab berechnete Baugrube abgesteckt. Die korrekte Berechnung enthält nicht nur den nötigen Platz für die Bodenplatte, sondern auch den benötigten Arbeitsraum von 80 bis 100 cm. Das Markieren der Baugrube erfolgt mit Hilfe eines Schnurgerüsts, das alle notwendigen Abstände berücksichtigt. Diese Arbeiten münden in den Erdaushub der Baugrube, dem der Aushub für Gräben und Schächte folgt. Anschließend wird der Erdaushub an denselben Platz verbracht, wo bereits der Mutterboden lagert. Zu diesem Zeitpunkt sollten sämtliche Baustoffe für Drainage und Fundament vor Ort bereitliegen, so dass die Gründungssohle (Drainage) in die Baugrube integriert werden kann.

Gründung und Nachbereitung

Die Drainageschicht wird mit Schotter, Kies oder Sand verdichtet: Nun ist die Gründung bereit für die Fundamentplatte. Mutterboden aus dem Erdaushub kann zum Anlegen eines Gartens verwendet und bei Bedarf zusätzlicher Humus angeliefert werden. Beim Neuanlegen des Grundstücks wird das Erdreich planiert. Überflüssiger Erdaushub und Altbestände müssen zum Abschluss der Erdarbeiten kostenpflichtig zur Deponie verbracht werden.

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