Heizspiegel 2018: Vergleichen und Kosten sparen

Heizspiegel 2018

Auswertung zeigt: Heizen mit Öl wird teurer

Allmählich startet in Deutschland die Heizsaison. Doch wie steht es um den Heizverbrauch in den eigenen vier Wänden? Ist der zu hoch? Kann man möglicherweise Energie und damit bares Geld sparen? Der Heizspiegel 2018 gibt darüber Aufschluss und zeigt Tendenzen bei der Heizkostenentwicklung.

Allein 70 Prozent des Energieverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts lässt sich auf die Raumwärme zurückführen. Hinzu kommen 14 Prozent für Warmwasseraufbereitung. Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Heizen einen entscheidenden Haushalts-Kostenfaktor darstellt. An dieser Stelle kommt der Heizspiegel für Deutschland ins Spiel. Er gilt als wichtigstes Vergleichsinstrument für die Heizkosten und den Heizenenergieverbrauch von Gebäuden in der Bundesrepublik.

Im Auftrag des Bundesministeriums hat co2online rund 61.000 Gebäudedaten zentral beheizter Gebäude ausgewertet und nun veröffentlicht. Die Auswertung zeigt, dass die durchschnittlichen Heizkosten in einer 70 Quadratmeter Wohnung mit einer Erdgas-Zentralheizung bei 790 Euro im vergangenen Jahr lagen. Dabei bezahlen Besitzer von energetisch guten Häusern im Durchschnitt 520 Euro, während die Kosten bei energetisch schlechteren Wohneinheiten bei 1.110 Euro liegen. Das ergibt eine Heizkostendifferenz von 590 Euro.

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Heizen mit Öl wird teurer

Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Heizkosten sind der Sanierungsstand und der Witterungsverlauf des Hauses. Hinzu kommt die Wahl des Energieträgers.

„Der Sanierungsstand ist der meistunterschätzte Faktor für Heizkosten. In einem energetisch schlechteren Haus sind die Heizkosten im Schnitt doppelt so hoch wie in einem energetisch besseren Haus.“

Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online

Rund die Hälfte der Deutschen heizt mit Erdgas, gefolgt von Heizöl und Fernwärme. Dabei ist die Kostenentwicklung der Energieträger uneinheitlich: Das Heizen mit Erdgas wurde durchschnittlich um 20 Euro günstiger im letzten Jahr (790 Euro / Jahr). Bei Fernwärme waren es 35 Euro weniger (895 Euro / Jahr).

Im Gegensatz dazu stiegen die Heizkosten bei der Heizöl-Zentralheizung um 85 Euro auf 750 Euro Jahresdurchschnitt. Grund hierfür sind höhere Heizöl-Preise. Co2online prognostiziert, dass sich diese Entwicklung im nächsten Jahr fortsetzen wird. Voraussichtlich rechnet man mit einem Anstieg dieser Heizkosten um 8 Prozent.

So benutzt man den Heizspiegel

Hausbesitzer und Mieter finden mit dem Heizspiegel 2018 schnell und einfach heraus, ob in ihrem Wohnhaus mehr oder weniger Heizenergie verbraucht wird als in ähnlich großen Gebäuden.

1. Heizkostenabrechnung für 2017

Die Heizkostenabrechnung für 2017 enthält alle Daten, die für den Vergleich benötigt werden: Energieträger, Heizenergieverbrauch, Heizkosten, beheizte Fläche des Gebäudes.

2. Vergleichswerte ermitteln

Mit den Daten aus der Heizkostenabrechnung wird wie folgt gerechnet: Man teile die Heizkosten oder den Heizenergieverbrauch durch die Gebäudefläche. Für Durchlauferhitzer oder Boiler werden auf den errechneten Wert 1,50 Euro beziehungsweise 24 kWh addiert.

Heizspiegel 2018 – Tabelle

Energieverbrauch vergleichen mit dem Heizspiegel 2018 für Deutschland

3. Werte in Tabelle vergleichen

Zum Schluss nimmt man die Heizspiegel Tabelle zur Hand, sucht die passende Zeile (abhängig von Energieträger und Wohnfläche des Gebäudes) und vergleicht.

Wer nicht selber rechnen möchte, kann online den kostenlosen Heizkostenrechner nutzen. Dort finden sich auch zahlreiche Tipps zum Senken der Heizkosten. Wer ein Eigenheim besitzt, für den ist eine Sanierung eine weitere Option, um langfristig zu sparen. Sanierungsmaßnahmen werden sogar staatlich gefördert.



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