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Balkon oder Terrasse:
Die Unterschiede, Vor-
und Nachteile beim Hausbau

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Ein Balkon oder eine Terrasse verändern das Wohnen spürbar. Beide erweitern den Lebensraum im Freien, bieten Erholung und steigern den Wert einer Immobilie. Doch welche Lösung passt besser zu Ihren Bedürfnissen und Ihrem Haus? In diesem Artikel erfahren Sie die wichtigsten Unterschiede, Vorteile und Nachteile.

Das Wichtigste zuerst

  • Ein Balkon ragt aus der Fassade, eine Terrasse ist direkt mit dem Grundstück verbunden.
  • Balkone schaffen zusätzlichen Wohnraum in oberen Etagen, Terrassen verbinden Haus und Garten.
  • Die beliebtesten Balkonarten sind Kragarmbalkon, Vorstellbalkon, Hängebalkon, französischer Balkon, Eckbalkon und Altan.
  • Zu den gängigen Terrassenarten zählen Gartenterrasse, Dachterrasse, Hochterrasse, Veranda, Patio und Pergola.
  • Balkone sind platzsparend, aber wetteranfällig und teuer.
  • Terrassen sind großzügig und vielseitig, erfordern aber mehr Pflege und Schutz.

WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN EINEM BALKON UND EINER TERRASSE?

Der Unterschied zwischen Balkon und Terrasse liegt in der Bauweise. Ein Balkon ist eine erhöhte Plattform, die aus der Fassade ragt und nicht ebenerdig liegt. Eine Terrasse befindet sich ebenerdig oder auf einem Dach und ist direkt mit dem Grundstück verbunden. Während Balkone vor allem in oberen Stockwerken zusätzlichen Außenraum schaffen, bietet die Terrasse meist mehr Platz und direkten Zugang zum Garten.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Unterschiede zwischen einem Balkon und einer Terrasse:

Balkon Terrasse
Kurzbeschreibung Selbsttragende Plattform außerhalb des Gebäudes, erhöht Plattform auf Bodenniveau oder Dach
Arten Kragarmbalkon, Vorstellbalkon, Hängebalkon, Französischer Balkon, Eckbalkon, Altan Gartenterrasse, Dachterrasse, Hochterrasse, Veranda, Patio, Pergola
Vorteile
  • Zusätzlicher Wohnraum in oberen Etagen
  • Schaffung eines privaten Rückzugsorts
  • Mehr Licht und Luft im Innenraum
  • Erhöhte Aussicht und bessere Belüftung
  • Kein zusätzlicher Grundstücksverbrauch nötig
  • Steigerung des Immobilienwerts
  • Direkter Zugang zum Garten
  • Viel Platz für Möbel, Pflanzen und Gestaltung
  • Erweiterung des Wohnraums ins Grüne
  • Flexible Nutzung (Entspannung, Essen, Feiern)
  • Möglichkeit zur Überdachung oder Gestaltung mit Pergola
  • Stärkung der Verbindung zwischen Haus und Natur
Nachteile
  • Ungeschützt vor Sonne, Wind und Wetter
  • Begrenzte Fläche für Möbel und Nutzung
  • Hohe Baukosten und statische Anforderungen
  • Wartung und Abdichtung nötig
  • In Bestandsbauten oft schwer nachzurüsten
  • Nicht immer witterungsgeschützt
  • Höherer Pflegeaufwand durch Schmutz und Bewuchs
  • Kosten für Beläge, Überdachungen oder Sonnenschutz
  • Flächenverbrauch im Garten
  • Je nach Material rutsch- oder frostgefährdet

WELCHE ARTEN VON BALKONEN GIBT ES?

Es gibt zahlreiche Arten von Balkonen, die sich in Konstruktion, Optik und Eignung unterscheiden. Die wichtigsten Varianten sind:

Kragarmbalkon (freitragend)

Diese Variante wird direkt in die Geschossdecke eingebunden und ragt ohne Stützen aus. Sie ist vor allem für Neubauten geeignet, da die Statik im Voraus geplant werden muss. Optisch wirkt sie modern und leicht, erfordert aber eine sehr gute Wärmedämmung, um Wärmebrücken zu vermeiden.

Vorstellbalkon (stützengestützt)

Dieser Balkon steht auf Stützen und wird an der Fassade befestigt. Er eignet sich ideal für die Nachrüstung an bestehenden Einfamilienhäusern, da er keine großen Eingriffe in die Statik verlangt. Nachteilig sind die Stützen, die Platz im Garten einnehmen.

Hängebalkon (abgehängt)

Abgehängte Balkone werden mit Stahlseilen oder Zugstäben an der oberen Fassade oder am Dach befestigt. Sie wirken filigran und benötigen keine Stützen im Garten. Für ein EFH sind sie optisch attraktiv, aber technisch anspruchsvoll und damit teurer.

Französischer Balkon

Besteht nur aus einem Geländer vor einer bodentiefen Tür. Ein französischer Balkon ist besonders platzsparend und günstig, eignet sich für kleine Häuser oder enge Grundstücke. Er bietet zwar keine begehbare Fläche, sorgt aber für viel Licht und frische Luft.

Eckbalkon

Diese Form erstreckt sich über zwei Fassadenseiten und eröffnet dadurch eine weite Aussicht und viel Licht. Bei Einfamilienhäusern ist der Eckbalkon ein attraktives Gestaltungselement, das jedoch höhere Baukosten verursacht.

Altan

Ein Altan ist in Einfamilienhäusern seltener, da er auf Stützen oder über einer Garage errichtet wird. Er bietet eine großzügige Fläche und wirkt fast wie eine erhöhte Terrasse, ist aber baulich aufwändig und kostenintensiv.
Verschiedene Arten des Balkons

Verschiedene Arten des Balkons

WELCHE TERRASSENARTEN GIBT ES?

Es gibt verschiedene Terrassenarten, die bei Einfamilienhäusern besonders häufig umgesetzt werden. Sie unterscheiden sich in Lage, Bauweise und Gestaltungsmöglichkeiten:

Gartenterrasse

Die Gartenterrasse ist die Standardlösung für Einfamilienhäuser. Sie liegt ebenerdig direkt am Haus und verbindet Wohnraum und Garten. Beläge aus Holz, WPC, Stein oder Beton sind üblich. Durch Markisen, Sonnensegel oder Überdachungen lässt sich die Terrasse witterungsunabhängig nutzen.

Dachterrasse

Eine Dachterrasse entsteht meist auf dem Flachdach einer Garage oder eines Anbaus. Sie schafft zusätzlichen Wohnraum im Freien, auch wenn das Grundstück klein ist. Eine sichere Abdichtung und statische Planung sind bei Einfamilienhäusern besonders wichtig, da das Dach die Hauptlast trägt.

Hochterrasse

Hochterrassen sind ideal für Hanggrundstücke oder Häuser, deren Erdgeschoss höher als der Garten liegt. Sie ermöglichen den direkten Zugang ins Freie, auch wenn das Gelände Gefälle hat. Meist wird eine Unterkonstruktion aus Holz oder Stahl verwendet, die auch als Stauraum dienen kann.

Veranda

Die Veranda ist eine überdachte Terrasse an der Vorder- oder Rückseite des Hauses. Sie eignet sich hervorragend als geschützter Aufenthaltsort im Sommer und kann mit Glaswänden auch teilweise geschlossen werden. Besonders bei ländlichen Einfamilienhäusern ist sie traditionell verbreitet.

Innenhofterrasse (Patio)

Bei modernen Einfamilienhäusern mit U- oder L-förmigem Grundriss lässt sich im Innenhof eine Terrasse integrieren. Sie bietet Privatsphäre, ist windgeschützt und schafft ein mediterranes Flair. Naturstein, Pflanzen und Wasserbecken steigern die Wohnqualität.

Pergola-Terrasse

Eine Terrasse mit Pergola ist bei Einfamilienhäusern beliebt, weil sie Schatten spendet und Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Die Pergola kann mit Glasdach oder Kletterpflanzen ergänzt werden. So entsteht ein wohnlicher Übergang zwischen Haus und Garten.
Verschiedene Arten von Terrassen

Verschiedene Arten von Terrassen

WAS SIND DIE VORTEILE UND NACHTEILE EINES BALKONS?

Ein Balkon bietet den Vorteil, dass Sie zusätzlichen Wohnraum im Freien gewinnen, mehr Licht und Luft ins Haus bringen und den Wert Ihrer Immobilie steigern. Er eignet sich als Rückzugsort mit Pflanzen oder kleinen Sitzbereichen, ohne dass Sie dafür viel Grundstücksfläche benötigen. Nachteile sind die begrenzte Größe, die fehlende direkte Verbindung zum Garten, höhere Bau- und Wartungskosten sowie die Abhängigkeit von Wetter und Statik.

WAS SIND DIE VORTEILE UND NACHTEILE EINER TERRASSE?

Vorteilhaft an einer Terrasse ist, dass Sie viel Platz im Freien nutzen können, direkten Zugang zum Garten haben und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für Sitzbereiche, Pflanzen oder Outdoor-Küchen bestehen. Sie erweitert den Wohnraum ins Grüne und steigert den Wert des Hauses erheblich. Nachteilig sind der höhere Pflegeaufwand durch Verschmutzung und Bewuchs, die Abhängigkeit vom Wetter sowie mögliche Kosten für Überdachung oder Sonnenschutz.

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Schlagworte: bauen, Garten, Terrasse

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