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Feuer im Garten machen:
Was ist erlaubt?

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Ein Feuer im Garten sorgt für Gemütlichkeit und zieht Menschen zusammen. Doch nicht überall und nicht immer ist das erlaubt. Welche Regeln gelten und welche Sicherheitsvorkehrungen Sie treffen müssen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Das Wichtigste zuerst

  • Ob Sie Feuer im Garten machen dürfen, hängt von den Vorschriften Ihrer Gemeinde ab.
  • Darüber hinaus gelten klare Vorschriften wie BImSchG, Landeswaldgesetze und kommunale Regeln.
  • Sie müssen die Waldbrandgefahrenstufen beachten, da ab Stufe 3 Einschränkungen gelten.
  • Halten Sie Sicherheitsvorkehrungen wie Abstände, Löschmittel und Aufsichtspflicht ein.
  • Sie dürfen nur naturbelassene Brennstoffe wie unbehandeltes Holz und Holzkohle verwenden.

DARF MAN FEUER IM GARTEN MACHEN?

Ob Sie Feuer im Garten machen dürfen, hängt von den Vorschriften Ihrer Gemeinde ab. Grill und Feuerschale sind meist erlaubt. Für ein Lagerfeuer brauchen Sie oft eine Genehmigung. Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Gemeinde, halten Sie immer Abstände ein und beachten Sie den Brandschutz.

WELCHE SICHERHEITSVORSCHRIFTEN GELTEN?

Für Feuer im Garten gelten in Deutschland klare Vorschriften. Sie müssen sich an kommunale Verordnungen, das Bundesimmissionsschutzgesetz und die Landeswaldgesetze halten. Offenes Feuer ist oft genehmigungspflichtig, kleine Feuer in Feuerschalen oder Grills dagegen meist erlaubt. Auch Ruhezeiten, Rauchentwicklung und Abstände zu Nachbargrundstücken sind rechtlich geregelt. Verstöße können hohe Bußgelder nach sich ziehen.

Hier erhalten Sie eine Übersicht:

Rechtsgrundlage / Vorschrift Inhalt der Regelung Bedeutung für Feuer im Garten
Kommunale Verordnungen Konkrete Regeln für offene Feuer, Abstände, Genehmigungen Jede Gemeinde kann eigene Vorschriften erlassen, z. B. zur erlaubten Größe oder Uhrzeit.
Landeswaldgesetze Brandschutz im Wald und in Waldnähe Feuer im oder am Wald ist meist verboten oder nur mit Genehmigung erlaubt.
Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) Verbot starker Rauch- und Geruchsbelästigung Sie dürfen nur trockenes, sauberes Holz verbrennen, sonst drohen Bußgelder.
Ruhezeiten (Landesimmissionsschutzrecht) Schutz der Nachbarschaft vor Lärm und Rauch Feuer am Abend oder in der Nacht kann verboten sein.
Waldbrandgefahrenstufen (DWD) Einstufung von 1 bis 5 je nach Trockenheit und Wetterlage Ab Stufe 3 gelten oft Einschränkungen, bei Stufe 4 und 5 ist Feuer im Freien meist verboten.

WALDBRANDGEFAHRENSTUFEN BEACHTEN

Zudem müssen Sie beim Feuer im Garten immer die Waldbrandgefahrenstufen beachten. Diese Stufen werden vom Deutschen Wetterdienst täglich veröffentlicht und gelten bundesweit. Sie zeigen, wie trocken Wald und Boden sind und wie leicht sich ein Feuer ausbreiten kann. Schon eine achtlos weggeworfene Glut kann bei hoher Gefahrenstufe Brände verursachen.

Waldbrandgefahrenindex

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes zeigt das meteorologische Potenzial für die Gefährdung durch Waldbrand für den aktuellen sowie die kommenden vier Tage.

Die Waldbrandgefahr wird in 5 Stufen unterteilt:

Stufe 1 (sehr geringe Gefahr)

Feuer im Freien ist erlaubt, dennoch sollten Sie vorsichtig mit Funkenflug umgehen.

Stufe 2 (geringe Gefahr)

Sie dürfen Feuer machen, müssen aber besonders auf Abstände und Löschmittel achten.

Stufe 3 (mittlere Gefahr)

Offene Feuer sind häufig eingeschränkt oder genehmigungspflichtig. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde.

Stufe 4 (hohe Gefahr)

Feuer im Garten ist meist verboten, da schon kleine Funken gefährliche Brände auslösen können.

Stufe 5 (sehr hohe Gefahr)

Jegliches Feuer im Freien ist streng verboten, Verstöße werden mit hohen Strafen geahndet.

WELCHE SICHERHEITSVORKEHRUNGEN MÜSSEN BEIM FEUER IM GARTEN BEACHTET WERDEN?

Wenn Sie ein Feuer im Garten machen, dann sollten Sie folgende Sicherheitsvorkehrungen beachten:

Abstände einhalten

Halten Sie mindestens 5 bis 10 Meter Abstand zu Gebäuden, Hecken oder Bäumen. So verhindern Sie, dass Funken übergreifen.

Nur zugelassene Feuerstellen nutzen

Verwenden Sie stabile Feuerschalen oder Grills aus nicht brennbarem Material. So können Sie das Feuer besser kontrollieren.

Löschmittel bereithalten

Stellen Sie eine Löschdecke oder einen Feuerlöscher in Reichweite bereit. So können Sie schnell eingreifen, wenn Funken fliegen.

Wind beachten

Zünden Sie kein Feuer bei starkem Wind. Funkenflug erhöht das Risiko für Brände.

Aufsichtspflicht wahren

Lassen Sie ein Feuer niemals unbeaufsichtigt. Halten Sie Kinder und Haustiere fern.

Nur trockenes Holz verbrennen

Feuchtes Holz erzeugt viel Rauch und kann Nachbarn stören.

WELCHE FEUERSTELLEN GIBT ES?

Es gibt verschiedene Feuerstellen für den Garten, darunter: Feuerschale, Feuerkorb, Feuertonne, Gartenkamin, Schwedenfeuer, Lagerfeuer, Aztekenofen und Feuerrohr. Jede Variante hat eigene Vor- und Nachteile. Entscheidend sind Standort, Sicherheit und die rechtlichen Vorgaben Ihrer Gemeinde.

Feuertonne/Brenntonne

Eine Feuertonne ist ein robuster Metallbehälter, oft aus alten Ölfässern oder speziell gefertigten Stahltonnen. Sie bietet ein sicheres und intensives Feuer, da die Flammen nach oben austreten und seitlich geschützt sind. Aufgestellt wird sie auf Stein, Kies oder Metallplatten, nie auf Rasen oder Holz. Vorteil ist die hohe Wärmeleistung und die Möglichkeit zum Verbrennen von Holzresten oder Schnittgut. Nachteilig sind der starke Funkenflug und die oft größere Rauchentwicklung.

Feuerkorb

Ein Feuerkorb besteht meist aus Stahlstäben in Korbform, wodurch Sauerstoff optimal an das Feuer gelangt. Dadurch brennt das Holz sehr gleichmäßig und die Flammen sind sichtbar. Der Standort sollte auf Stein, Pflaster oder einer feuerfesten Platte gewählt werden. Vorteilhaft sind die gute Luftzirkulation und das schöne Flammenbild. Allerdings kann die Funkenstreuung problematisch sein, weshalb Sie unbedingt einen Funkenschutz oder eine feuerfeste Unterlage verwenden sollten.

Gartenkamin

Ein Gartenkamin ist eine feste Feuerstelle, die meist aus Schamottsteinen, Beton oder Edelstahl gefertigt wird. Er wird fest installiert und ist damit eine dauerhafte Lösung für Terrasse oder Garten. Neben gemütlichem Feuer eignet er sich oft auch als Grill. Er bietet eine sichere Bauweise, lange Lebensdauer und vielseitige Nutzung. Demgegenüber stehen hohe Anschaffungskosten und Aufwand beim Aufbau. Zudem ist er ortsgebunden und nicht flexibel einsetzbar.

Feuerschale

Eine Feuerschale ist eine mobile, meist runde Schale aus Gusseisen, Stahl oder Keramik. Sie ist einfach aufstellbar und kann nach Bedarf verschoben werden. Achten Sie darauf, dass Sie sie auf feuerfestem Untergrund platzieren. Feuerschalen bieten Mobilität, ein dekoratives Design und einfache Reinigung. Nachteil ist die Anfälligkeit für Funkenflug, besonders wenn kein Funkenschutz vorhanden ist.

Schwedenfeuer

Ein Schwedenfeuer ist ein eingesägter Holzstamm, der von innen heraus abbrennt. Oft wird es für Feiern, Hochzeiten oder Outdoor-Events genutzt. Aufgestellt wird es im Freien, auf nicht brennbarem Untergrund. Die besondere Optik und die lange Brenndauer von mehreren Stunden sind vorteilhaft. Doch es handelt sich um ein Einmalprodukt und häufig entsteht bei der Verbrennung viel Rauch.

Lagerfeuer

Ein Lagerfeuer ist die klassischste Form offener Feuerstellen. Es wird am Boden aus Holzscheiten aufgebaut und ist in Wohngebieten nur selten erlaubt. In vielen Regionen brauchen Sie eine Genehmigung oder dürfen es nur auf ausgewiesenen Plätzen entzünden. Es bietet zwar eine gesellige Atmosphäre und ein traditionelles Erlebnis, doch es hat hohe Brandgefahr und starke Rauchentwicklung.

Aztekenofen

Der Aztekenofen ist ein traditioneller Terrassenofen aus Mexiko. Er besteht aus Ton oder Gusseisen und hat eine bauchige Form mit Kaminaufsatz. Er strahlt die Wärme gut nach vorne ab und ist deswegen ideal für kleinere Terrassen. Er bietet gemütliche Wärme ohne großen Funkenflug und hat eine dekorative Wirkung. Allerdings sind diese Öfen empfindlich gegenüber Frost und Tonmodelle haben eine begrenzte Lebensdauer.

Feuerrohr

Ein Feuerrohr ist ein schmales, senkrecht stehendes Metallrohr mit Öffnungen für die Luftzufuhr. Holz wird von oben eingefüllt und brennt gleichmäßig nach unten ab. Es ist besonders platzsparend und erzeugt ein eindrucksvolles Flammenbild. Vorteilhaft ist die hohe Effizienz, starke Hitze und geringe Rauchentwicklung. Nachteilig ist die große Hitzeentwicklung, die bei falscher Platzierung schnell gefährlich werden kann.

WELCHE BRENNSTOFFE SIND ERLAUBT?

Nur naturbelassene und trockene Brennstoffe wie unbehandeltes Holz und Holzkohle sind im Garten erlaubt. Verboten sind lackiertes, beschichtetes oder imprägniertes Holz sowie Abfälle, Kunststoff, Papier, Pappe, Laub und Grünschnitt. Diese Materialien erzeugen schädliche Rauchgase und können hohe Bußgelder nach sich ziehen.

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Schlagworte: Garten, Kamin, Licht, Terrasse

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