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Heizungswartung: So können Sie Kosten senken und den Wirkungsgrad erhalten

Eine Heizungsanlage soll möglichst zuverlässig und unauffällig ihren Dienst tun. Damit es gerade in der kalten Jahreszeit nicht zu bösen Überraschungen kommt, ist die regelmäßige und fachgerechte Heizungswartung sehr wichtig. Doch wie oft sollten Sie die Heizung warten lassen? Wann ist der ideale Zeitpunkt für eine Wartung? Wer trägt in Mietshäusern die Kosten für die Heizungswartung – der Vermieter oder Mieter? Lohnt sich ein Wartungsvertrag oder sind Einzelaufträge nach Bedarf günstiger?
Wir geben Ihnen in diesem Artikel Antworten auf die wichtigsten Fragen und verraten Ihnen, wie Sie durch eine regelmäßige Wartung Energie und Heizkosten sparen können.

Das Wichtigste zur Heizungswartung auf einen Blick:

  • In einem Einfamilienhaus ist für eine Wartung mit Kosten von durchschnittlich 160 Euro im Jahr zu rechnen.
  • Die Kosten der Heizungswartung können je nach Art der Anlage variieren.
  • Vermieter können die Kosten für die Heizungswartung vollständig über die Betriebskosten umlegen.
  • Reparaturkosten dürfen Vermieter hingegen nicht auf die Mieter umlegen.
  • Eine Heizungswartung sollte einmal jährlich erfolgen.
  • Legen Sie die Wartungstermine auf den Sommer, um Einschränkungen aufgrund einer Abschaltung der Heizungsanlage zu vermeiden.

Welche Vorteile hat eine regelmäßige Heizungswartung?

Die meisten Hersteller von Heizungsanlagen schreiben in ihren Garantiebedingungen die regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb vor, damit die Garantieansprüche nicht verfallen. Dabei ist es wichtig, die Checklisten des jeweiligen Herstellers für die programmierte Wartung einzuhalten.

Doch auch wenn die Garantie längst abgelaufen ist, lohnt es sich, die Heizungsanlage regelmäßig warten zu lassen. Je besser eine Heizung eingestellt und gewartet ist, desto höher ist ihr Wirkungsgrad und desto geringer sind die Heizkosten.

Die Nutzungsdauer verlängert sich ebenfalls, wenn Sie Verschleißteile rechtzeitig wechseln lassen, bevor Folgeschäden mit teuren Reparaturen auf Sie zukommen. Außerdem reduziert sich das Risiko von Ausfallzeiten durch plötzlich auftretende Defekte an der Heizung.

Info: Was ist der Unterschied zwischen Heizungswartung, Inspektion und Reparatur?
Bei der Instandhaltung einer Heizungsanlage müssen Sie zwischen Inspektion, Wartung und Reparatur unterscheiden:
  • Bei einer regelmäßigen Inspektion kontrolliert der Fachbetrieb den Ist-Zustand der gesamten Anlage.
  • Von Wartung ist erst die Rede, wenn der Heizungsexperte Mängel behebt. Dies dient der Wiederherstellung des Soll-Zustands.
  • Reparaturen oder Instandsetzungen erfolgen, wenn größere Arbeiten anstehen, die über den routinemäßigen Tausch von Verschleißteilen hinausgehen.
  • Wann und wie oft müssen Sie die Heizung warten lassen?

    Sofern der Hersteller keine anderen Vorgaben macht, empfehlen Fachleute eine jährliche Heizungswartung. Tatsächlich ist die Wartung der Heizungsanlage gesetzlich vorgeschrieben: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht eine regelmäßige und fachkundige Heizungswartung vor. Der Gesetzgeber macht aber keine Angaben zur Häufigkeit der Wartungen und kontrolliert auch nicht die Einhaltung.

    Allerdings kann es bei Heizungsanlagen, die auf Verbrennung beruhen, passieren, dass der Schornsteinfeger bei deren Kontrolle zu hohe Abgaswerte oder andere Mängel feststellt.

    Im Extremfall kann er eine fehlerhaft arbeitende Heizung sogar stilllegen. Dies können Sie durch eine regelmäßige Wartung zuverlässig verhindern.

    Auch über den passenden Zeitpunkt sollten Sie sich rechtzeitig Gedanken machen. Im Sommer ist die Heizungswartung unproblematisch durchführbar, da der Fachbetrieb die Heizung für die Wartung vorübergehend abschalten muss. Außerdem hat dieser dann Zeit, gegebenenfalls Ersatzteile zu beschaffen und anstehende Reparaturen in Ruhe auszuführen.

    Mitten in der Heizsaison sind Wartungen und Reparaturen an Heizungsanlagen hingegen immer mit erheblichen Komforteinbußen verbunden. Da Heizungsbetriebe im Herbst und Winter oft zu Notfällen und Reparaturen ausrücken müssen, können Sie einen Termin für die Wartung im Sommer normalerweise einfacher bekommen.

    Tipp für den Besuch Ihres Schornsteinfegers: Lassen Sie die Heizungswartung nach Möglichkeit kurz vor dem jährlichen Besuch des Schornsteinfegers durchführen. Damit stellen Sie sicher, dass die Heizungsanlage optimal eingestellt ist und die bestmöglichen Abgaswerte erzielt. Andernfalls setzt der Schornsteinfeger nämlich bei überschrittenen Grenzwerten eine Wiederholungsmessung an, was wiederum zusätzlich Geld kostet.
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    Ablauf der Heizungswartung

    Unabhängig von der Art der Heizungsanlage führt der Heizungsfachbetrieb vor der eigentlichen Wartung immer eine Inspektion durch, um den aktuellen Zustand festzustellen. Bei manchen Heizungsanlagen erfolgt sowohl vor als auch nach der Wartung eine Abgasmessung. Stellt der Fachbetrieb Abweichungen von den Soll-Werten, Defekte oder andere Unregelmäßigkeiten fest, behebt er diese je nach Bedarf.

    Neben der Reparatur von Defekten gehört der regelmäßige Austausch bestimmter Verschleißteile zur programmierten Wartung, um die korrekte Funktion der Heizung zu erhalten – ähnlich wie bei der Inspektion eines Autos.

    Typische Arbeiten bei einer Heizungswartung
    (je nach Heizsystem unterschiedlich)

    Kontrolle von Brenner und anderen verwandten Bauteilen
    Reinigung des Brennraums
    Überprüfung des Ausdehnungsgefäßes und der Druckhaltung im Heizsystem
    umfassende Funktionsprüfung aller Komponenten (insbesondere der Umwälzpumpe)
    Abgasmessung und gegebenenfalls Optimierung auf die vorgeschriebenen Richtwerte
    Überprüfung der Einstellungen am Kessel
    gegebenenfalls Optimierung weiterer Einstellungen, zum Beispiel Wasserstand und Wasserqualität, Kontrolle der Heizkörper nach Bedarf, Filterwechsel etc.

    Kosten und unterschiedlicher Aufwand für die Heizungswartung

    Der Arbeits- und Kostenaufwand hängt bei der Heizungswartung unter anderem von der Größe und Art der Anlage, vom Umfang der angesetzten Arbeiten und dem eventuellen Austausch von Verschleißteilen ab. Auch die Frage, wie oft Sie die Heizung warten lassen sollten, kann je nach Heizungsart unterschiedlich ausfallen. Hinzu kommen individuelle und regional abweichende Preiskalkulationen der einzelnen Handwerksbetriebe.

    Jährliche Durchschnittskosten für die Heizungswartung

    Die jährlichen Wartung einer Heizungsanlage in einem Einfamilienhaus kostet je nach Anlagentyp ungefähr folgendes:

    • Gasheizung: circa 130 Euro
    • Ölheizung: circa 160 Euro
    • Pelletheizung: circa 215 Euro
    • Wärmepumpe: circa 140 Euro

    Diese Durchschnittswerte können im Einzelfall abweichen. In Mehrfamilienhäusern liegen die Kosten etwas höher (circa 150 bis 200 Euro).

    Die Unterschiede bei den Kosten ergeben sich durch den jeweiligen Wartungsaufwand der einzelnen Heizsysteme. So fällt beispielsweise bei einer Wärmepumpen-Wartung weniger Arbeit an, weil der Fachbetrieb hier keinen Brennraum reinigen muss und es weniger Verschleißteile gibt. Eine Gasheizung muss er hingegen regelmäßig auf Betriebssicherheit und Dichtigkeit überprüfen.

    Der Wirkungsgrad einer Ölheizung kann sich verschlechtern, wenn Wärmetauscher und/oder Brenner durch Rußpartikel verschmutzt sind. Dann erhöhen sich der Verbrauch und Schadstoffausstoß erheblich. Mit am teuersten ist die Heizungswartung bei Pelletheizungen. Hier ist die Wartung des Transportsystems für die Pellets aufwendiger und außerdem sind umfangreichere Reinigungsarbeiten erforderlich.

    Wie lassen sich die Kosten für die Heizungswartung senken?

    Ein Wartungsvertrag hat für Sie viele Vorteile. Zum einen müssen Sie bei einer regelmäßigen und automatischen Vertragsleistung nicht jedes Mal neu verhandeln und Termine vereinbaren. Die Kosten für Wartungsverträge sind im Vergleich zu Einzelaufträgen in der Regel günstiger.

    Häufig enthalten Wartungsverträge sinnvolle Zusatzleistungen wie Notdienste. Ein guter Vertrag sollte transparent und nachvollziehbar gestaltet sein. Dazu zählen besonders folgende Punkte:

    Beschreibung aller konkreten Wartungsarbeiten, die der Fachbetrieb durchführt
    genaue Auflistung der Wartungsintervalle
    Aufführung der pauschalen Kosten für die Heizungswartung (Fahrtkosten nicht vergessen)
    Einhaltung der vom Hersteller vorgegebenen Wartungsprotokolle
    Haftungsregelung bei nicht ordnungsgemäß ausgeführter Wartung
    Tipp:
    Vergleichen Sie die Kosten für eine Heizungswartung im Vorfeld – unabhängig davon, ob Sie sich für Einzelaufträge oder einen Wartungsvertrag entscheiden. Nicht immer ist der Fachbetrieb, der die Heizung installiert hat, auch die beste und günstigste Wahl für die Wartung. So lassen sich Fehler bei der Installation oder versteckte Mängel durch andere Betriebe mitunter einfacher aufdecken.

    Auch Selbermachen kann Kosten reduzieren

    Die Kosten für die Heizungswartung können Sie übrigens ebenfalls reduzieren, indem Sie bestimmte Arbeiten selbst erledigen. So können Sie Heizkörper regelmäßig selbst entlüften und die Funktion von Thermostaten beziehungsweise Heizungsventilen prüfen. Auch das Beobachten des Heizverhaltens der Anlage ist sinnvoll.

    Denken Sie aber daran, dass unsachgemäß ausgeführte Arbeiten zum Erlöschen von Garantieansprüchen führen und Sie die Heizungsanlage sogar beschädigen können. Sollten Sie sich also unsicher sein, kontaktieren Sie in jedem Fall Ihren Heizungsfachbetrieb.

    Fazit:

    Selbst wenn die Heizungsanlage brandneu ist und Defekte in den ersten Jahren nicht zu erwarten sind, ist eine regelmäßige Heizungswartung sehr zu empfehlen. Wirkungsgrad und Energieeffizienz lassen sich auf diese Weise von Anfang an erhalten, was die Heizkosten senkt. Durch den rechtzeitigen Austausch von Verschleißteilen und die Überprüfung der Anlage lassen sich außerdem oft teure Folgeschäden oder plötzliche Ausfälle im Winter vermeiden. Ein Wartungsvertrag erleichtert die Terminplanung und ist oftmals günstiger als Einzelaufträge. Ein Vergleich der Leistungen verschiedener Fachbetriebe empfiehlt sich jedoch ebenso wie eine möglichst flexible und kurze Laufzeit des Vertrags.

    Häufig gestellte Fragen zur Heizungswartung

    Wann ist der beste Zeitpunkt für die Wartung?

    Außerhalb der Heizperiode sind Arbeiten an der Heizung einfacher durchzuführen, weil bei einer Abschaltung niemand frieren muss. Außerdem haben Heizungsfachbetriebe im Sommer weniger Notfälle und sind flexibler bei der Terminvergabe.

    Kann ich einen Wartungsvertrag jederzeit widerrufen?

    Laufzeiten und Kündigungsfristen hängen vom Vertragsmodell ab. Viele Wartungsverträge haben eine einjährige Laufzeit, die sich bei Nichtkündigung automatisch verlängert. Ob Sie unter Umständen ein Sonderkündigungsrecht haben oder Sie besonders lange Laufzeiten einhalten müssen, sollten Sie gegebenenfalls rechtlich prüfen lassen.

    Entspricht ein bestehender Wartungsvertrag nach Einbau einer neuen Heizung nicht mehr den Anforderungen, sprechen Sie mit dem Vertragspartner. Oft lässt sich der Vertrag anpassen.

    Kann ich die Wartungskosten steuerlich geltend machen?

    Zumindest teilweise lassen sich Wartungskosten für die Heizungsanlage steuerlich absetzen. Prinzipiell können Sie 20 Prozent (maximal 1.200 Euro jährlich) der Lohnkosten von Handwerksrechnungen steuerlich geltend machen. Materialkosten sind davon allerdings nicht betroffen. Nicht nur Eigentümer beziehungsweise Vermieter können dies tun; auch Mieter haben diese Möglichkeit.

    Wer zahlt in einem Mietshaus die Heizungswartung?

    In den meisten Fällen ist die Umlage der Kosten für die Heizungswartung auf die Mieter vertraglich vorgesehen. Grundlage hierfür ist die Heizkostenverordnung. Reparaturen fallen jedoch nicht unter den Wartungsbegriff und sind grundsätzlich vom Hauseigentümer zu bezahlen.

    Sind Reparaturen im Wartungsvertrag enthalten?

    Den Leistungsumfang des Wartungsvertrags können Sie individuell festlegen. Normalerweise ist der Austausch von Verschleißteilen in den Kosten enthalten. Fallen bei der Inspektion Mängel auf, die eine Reparatur erforderlich machen, berechnet der Fachbetrieb diese allerdings in der Regel extra.

    Mehr zu: Wohnen
    Schlagworte: Heizung, Kosten

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