Erschließungskosten

Erschließungskosten sind im Rahmen der Erschließung eines Grundstücks anfallende Kosten. Sie entstehen für Anschlussarbeiten an Wasser- und Elektrizitätsversorgung sowie das öffentliche Straßennetz etc.

Was beinhalten die Erschließungskosten?

Auf einem unbebauten und unerschlossenen Grundstück entstehen Erschießungskosten für den Stromanschluss, die Anschlüsse an Trinkwasser, Abwasser und das öffentliche Straßennetz sowie ggf. auch den Gas- und Telekommunikationsanschluss. Gewerke wie die Vermessung des Grundstücks und ein Bodengutachten gehören nicht zu den klassischen Erschließungsarbeiten, sind jedoch eng mit diesen verknüpft.

Erschließungskosten beachten, Hausbaufinanzierung sichern!

Die im privaten Hausbau auch Grundstücksanschlusskosten genannten Erschließungskosten werden bei der Baufinanzierung oft unterschätzt. Zwar liegt der Hauptkostenschwerpunkt beim Hausbau auf den Kosten für das Grundstück und den eigentlichen Baukosten. Beim Neubau müssen Häuslebauer jedoch unter Umständen mit hohen Grundstückserschließungskosten rechnen. Diese Baunebenkosten sollten unbedingt vor der Bestimmung der Darlehenshöhe berechnet werden. Da diese Kostenpunkte weder im Grundstückspreis noch im Hauspreis auftauchen, müssen entsprechende Erkundigungen über ihre Höhe eingeholt werden. Auch empfiehlt es sich, die Baufinanzierung lieber etwas großzügiger zu planen, um sich gegen sämtliche Eventualitäten abzusichern.

Höhe der Erschließungskosten

Je nach Lage des Grundstücks, seinem Erschließungsstand und der Erschließungskapazität können Kosten für die Grundstückserschließung erheblich variieren. Wie hoch sind Erschließungskosten in Bayern, Baden-Württemberg, NRW oder Sachsen? In Deutschland liegen Grundstücksanschlusskosten von Region zu Region in unterschiedlicher Höhe. Je nach örtlichen Gegebenheiten können sie zwischen 8.000 und 14.000 Euro oder auch deutlich darüber liegen. Sind längere Versorgungsleitungen erforderlich, steigen Anschlusskosten maßgeblich. Hinzu kommen weitere Baunebenkosten wie die Kaufnebenkosten beim Grundstückskauf, Nebenkosten beim Hausbau und Baubetriebskosten. Weist eine Gemeinde ein Baugrundstück aus, sind die Erschließungskosten nicht in voller Höhe vom Grundstückskäufer zu zahlen. Auch kann in Kaufverträgen geregelt sein, dass der Grundstücksverkäufer die für bisher getätigte Anschlussarbeiten angefallenen Kosten übernimmt.

Erschließungskosten wo erfragen?

Wer unsicher ist, welche Medienträger er zu den zu erwartenden Grundstücksanschlusskosten befragen muss, kann beim örtlichen Bauamt nachfragen. Dieses kennt den aktuellen Erschließungsgrad des Grundstücks sowie die Adressen der zuständigen Ansprechpartner. Auskunft über die voraussichtlichen Erschließungskosten geben die regionalen Medienträger zur Elektro- und Gasversorgung sowie der Ver- und Entsorgung von Trinkwasser, Regenwasser, Abwasser und Löschwasser (Prüfung der Durchflussmenge erforderlich). Ebenso können die Anbieter von Telefon und Fernsehen bereits zur Kostenhöhe befragt werden. Für ihre Antwort benötigen die Medienträger den amtlichen Lageplan des Grundstücks mit Flurstücknummer (nicht älter als ¼ Jahr).

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