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Grundriss planen und zeichnen – darauf sollten Sie achten

Ein Grundriss ist die Grundlage für jede Hausplanung. Mit den richtigen Online-Tools können Sie Räume virtuell entwerfen, verändern und sofort sehen, wie sich Ihre Ideen umsetzen lassen. Ob Sie erste Skizzen machen oder ein detailliertes Konzept entwickeln möchten – digitale Programme erleichtern die Planung und sparen Zeit. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Vor dem Grundrisszeichnen sollten Sie Budget, Grundstück, Bedarfe, Baurecht, Lebensstil und professionelle Hilfe berücksichtigen.
  • Ein Grundriss wird in folgenden Schritten erstellt: Ziele festlegen, Maße erfassen, Raumprogramm aufstellen, Zonen bilden, Öffnungen planen und Varianten testen.
  • Beim Zeichnen sollten Sie mit Skizzen beginnen, digitale Tools nutzen, Möblierung einbeziehen, 3D-Ansichten prüfen und Varianten vergleichen.
  • Die bekanntesten Tools sind Home by Me, RoomSketcher, Roomle und Home Design 3D.
  • Typische Fehler sind zu kleine Räume, zu wenig Stauraum, falsche Ausrichtung zur Sonne und fehlende Flexibilität.
  • Für einen professionellen Grundriss zahlen Sie 500 bis 3.000 €.

WAS MUSS ICH VOR DEM GRUNDRISSZEICHNEN BEACHTEN?

Eine sorgfältige Vorbereitung stellt sicher, dass Ihr Plan realistisch, funktional und umsetzbar ist. Bevor Sie mit der Grundrissplanung beginnen, müssen Sie einige wichtige Punkte beachten:

Budgetrahmen festlegen

Definieren Sie frühzeitig, wie viel Geld Sie für Bau oder Umbau ausgeben möchten. So behalten Sie die Kosten im Blick und können später realistische Entscheidungen treffen.

Grundstück analysieren

Prüfen Sie die Lage, Größe und Form des Grundstücks. Achten Sie auf die Ausrichtung zur Sonne, Zufahrten, Nachbarbebauung und mögliche Einschränkungen durch Bebauungspläne.

Bedarfe und Wünsche klären

Machen Sie eine Liste, welche Räume Sie benötigen und wie groß diese sein sollen. Denken Sie an zukünftige Lebenssituationen wie Familienzuwachs, Homeoffice oder barrierefreies Wohnen.

Baurechtliche Vorgaben prüfen

Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über Bebauungspläne, Abstandsflächen und erlaubte Geschosszahlen. Nur so vermeiden Sie später aufwendige Anpassungen.

Wohn- und Lebensstil berücksichtigen

Überlegen Sie, wie Sie wohnen möchten. Offene Räume, separate Rückzugsorte oder flexible Lösungen wirken sich direkt auf die Planung des Grundrisses aus.

Professionelle Unterstützung einbeziehen

Auch wenn Sie selbst zeichnen, sollten Sie später einen Architekten oder Bauplaner hinzuziehen. Diese prüfen die technische Umsetzbarkeit und übernehmen die Genehmigungsplanung.

WIE WIRD EIN GRUNDRISS ERSTELLT?

Ein Grundriss wird erstellt, indem Sie Anforderungen klären, alle Maße erfassen und die Raumaufteilung maßstäblich planen. Auf diese Weise erhalten Sie einen Plan, der funktional, baubar und kosten­sicher ist. So entsteht der perfekte Grundriss:

Ziele und Budget festlegen

Definieren Sie Wohnziele und Kostengrenzen. So steuern Sie jede weitere Entscheidung.

Grundstück und Regeln prüfen

Lesen Sie Bebauungsplan und Bauordnung. Notieren Sie Abstände, Höhen und Dachform.

Maße erfassen

Messen Sie Bestandswände oder übernehmen Sie Baugrenzen vom Lageplan. Arbeiten Sie sauber und doppelt geprüft.

Raumprogramm erstellen

Listen Sie alle Räume mit gewünschter Größe. Denken Sie an Stauraum und Technik.

Beziehungen skizzieren

Zeichnen Sie ein einfaches Blasen-Diagramm. Legen Sie fest, welche Räume direkt verbunden sein sollen.

Zonen bilden

Trennen Sie öffentlich, privat und Technik. Planen Sie kurze Wege und klare Übergänge.

Erschließung planen

Bestimmen Sie Eingang, Flur und Treppe. Achten Sie auf logische Wege und wenig Verkehrsfläche.

Maßstab wählen und Grundform anlegen

Arbeiten Sie zum Beispiel in 1:100. Zeichnen Sie Außenkontur, Tragachsen und Wandstärken.

Raumgrößen einpassen

Tragen Sie Innenmaße ein und prüfen Sie Proportionen. Halten Sie Möblierung und Bewegungsflächen ein.

Öffnungen setzen

Planen Sie Türen, Fenster und Ausrichtung zur Sonne. Sichern Sie gute Belichtung und Querlüftung.

Technik früh mitdenken

Reservieren Sie Platz für Küche, Bäder und Schächte. Planen Sie kurze Leitungswege.

Varianten testen

Vergleichen Sie zwei bis drei Layouts. Bewerten Sie Wege, Belichtung und Flexibilität.

Möblierung prüfen

Stellen Sie Standardmöbel im Plan dar. Testen Sie Alltagssituationen wie Essen, Arbeiten und Spielen.

Flächen und Kennzahlen kontrollieren

Rechnen Sie Wohn- und Nutzflächen. Prüfen Sie das Verhältnis von Nutz- zu Verkehrsfläche.

Feinschliff und Plausibilitätscheck

Überprüfen Sie Türanschläge, Stauraum und Stellflächen. Entfernen Sie Engstellen.

Externes Feedback einholen

Lassen Sie den Plan von Fachleuten prüfen. So sichern Sie Statik, Technik und Genehmigungsfähigkeit.

WIE GEHE ICH BEIM GRUNDRISSZEICHNEN VOR?

Gehen Sie systematisch vor und übertragen Sie Ihre Ideen in konkrete Formen und arbeiten Sie mit passenden Tools. Wichtig ist, dass Sie aus ersten Skizzen Schritt für Schritt einen professionellen Plan entwickeln.

Erste Skizzen auf Papier

Beginnen Sie mit groben Zeichnungen per Hand. So können Sie schnell Ideen testen und Raumaufteilungen ausprobieren, ohne sich in Details zu verlieren.

Digitale Tools nutzen

Übertragen Sie Ihre Skizzen in ein Grundriss-Programm. Online-Tools erleichtern die maßstabsgetreue Planung und geben Ihnen sofort visuelle Rückmeldungen.

Möblierung einbeziehen

Planen Sie Möbel mit ein. Dadurch erkennen Sie, ob Raumgrößen ausreichend sind und ob Bewegungsflächen eingehalten werden.

3D-Ansicht prüfen

Viele Programme bieten eine 3D-Funktion. Nutzen Sie diese, damit Sie ein realistisches Raumgefühl bekommen und Fehler frühzeitig erkennen.

Varianten vergleichen

Erstellen Sie unterschiedliche Grundrissversionen. So können Sie Vor- und Nachteile abwägen und die beste Lösung auswählen.

WELCHE TOOLS GIBT ES, UM GRUNDRISSE ZU ZEICHNEN?

Ihnen stehen eine Vielzahl an Tools zur Verfügung, mit denen Sie Grundrisse einfach und professionell zeichnen können. Einige sind eher für Einsteiger geeignet, andere richten sich an fortgeschrittene Nutzer oder sogar Architekten. Wichtig ist, dass Sie ein Tool wählen, das zu Ihrem Bedarf passt. Manche Programme legen den Fokus auf einfache Bedienung, andere überzeugen durch präzise CAD-Funktionen oder realistische 3D-Visualisierungen. 

Im Folgenden finden Sie die bekanntesten und beliebtesten Grundriss-Tools im Überblick.

Platz Seite/Tool Mobile App Betriebs-system Bedienung Umfang Einrichtungs-gegenstände Optik 2D & 3D Gesamtnote
1 Home by Me nein Browser 1 1 1 1 1 (beides) 1
2 RoomSketcher Ja Browser, PC & Mac App & Android 1 1 1 1 3 (3D kostenpflichtig) 1,2
2 Roomle Ja, nur Ansichten Browser, & Apple iOS 2 1 2 1 1 (beides) 1,2
4 Home Design 3D Ja Browser, Android & Apple iOS 1 2 3 2 1 (beides) 1,5
5 Floorplanner Ja Browser & Android 2 3 3 2 1 (beides) 1,6
6 Floor Plan Creator Ja Browser & Android 1 3 3 4 1 (beides) 2
7 Lucidchart Ja Browser, Android & Apple iOS 2 4 4 4 3 (nur 2D) 2,8
8 Visiual Paradigm Ja Browser 1 4 5 4 3 (nur 2D) 3,4

Home by Me

Home by Me ist ein Online-Tool, das direkt im Browser funktioniert. Es bietet eine intuitive Bedienung, mit der Sie Räume schnell zeichnen und mit Möbeln einrichten können. Besonders stark ist die realistische 3D-Darstellung, mit der Sie durch die geplanten Räume „laufen“ können. Auch für Einsteiger ist die Plattform sehr gut geeignet, da viele Vorlagen und Objekte verfügbar sind. Die Basisversion ist kostenlos, für erweiterte Funktionen stehen kostenpflichtige Pakete zur Verfügung.

RoomSketcher

RoomSketcher kombiniert einfache Handhabung mit professionellen Ergebnissen. Das Tool ist als Browser-Anwendung und als App verfügbar und bietet sowohl 2D- als auch 3D-Grundrisse. Sie können Möbel, Farben und Materialien individuell auswählen. Besonders hilfreich ist die Möglichkeit zur maßstabsgetreuen Planerstellung, die Sie später in verschiedene Ansichten exportieren können. Die Basisversion ist kostenlos, für hochwertige 3D-Darstellungen benötigen Sie jedoch ein kostenpflichtiges Abo.

Roomle

Roomle ist besonders für die Einrichtung von Wohnungen und Häusern bekannt. Sie können Räume nicht nur zeichnen, sondern auch mit Möbeln aus einer großen Datenbank bestücken. Ein Highlight ist die Augmented-Reality-Funktion, mit der sich Möbel virtuell in echte Räume projizieren lassen. Das Tool eignet sich damit sowohl für private Bauherren als auch für Möbelhändler. Die Bedienung ist intuitiv, allerdings sind nicht alle Funktionen kostenlos verfügbar.

Home Design 3D

Home Design 3D ist sowohl für Browser als auch für mobile Geräte (Android und iOS) verfügbar. Es richtet sich an Nutzer, die einfache Grundrisse mit wenig Aufwand erstellen möchten. Die Bedienung ist intuitiv, Sie können Möbel frei platzieren und Räume flexibel verändern. Besonders praktisch ist die Synchronisation zwischen Geräten, sodass Sie Ihre Entwürfe mobil oder am PC weiterbearbeiten können.

Floorplanner

Floorplanner ist ein klassisches Online-Tool, das ohne Installation funktioniert. Sie können Räume, Fenster, Türen und Möbel einfach per Drag-and-drop einfügen. Praktisch ist die Möglichkeit zum Speichern und Vergleichen verschiedener Varianten eines Grundrisses. Die 3D-Funktion gibt Ihnen zusätzlich ein gutes Raumgefühl. Das Tool eignet sich sowohl für private Nutzer als auch für Makler oder Unternehmen, die Immobilien anschaulich präsentieren möchten.

Floor Plan Creator

Floor Plan Creator ist ein flexibles Programm, das sich besonders für die mobile Nutzung eignet. Mit der App lassen sich Grundrisse direkt vor Ort erstellen und anpassen. Sie können Wände, Räume und Maße präzise eintragen und die Ergebnisse sowohl in 2D als auch in 3D betrachten. Sie können zudem ihre eigenen Möbel einfügen und Flächen automatisch berechnen.

Lucidchart

Lucidchart ist ursprünglich ein Diagramm-Tool, kann aber auch für Grundrisse genutzt werden. Es eignet sich eher für einfache Raumaufteilungen als für detaillierte 3D-Modelle. Dank der Cloud-Anbindung können mehrere Personen gleichzeitig am selben Plan arbeiten, was es für Teams und Unternehmen attraktiv macht. Wer einfache und schnelle Ergebnisse benötigt, findet hier eine praktische Lösung. Für detailgetreue Baupläne ist Lucidchart jedoch weniger geeignet.

Visual Paradigm

Visual Paradigm ist ein professionelles Tool, das stark auf 2D-Grundrisse ausgelegt ist. Es bietet eine Vielzahl an Funktionen für die Erstellung von Diagrammen und Plänen und richtet sich daher eher an erfahrene Nutzer. Die Bedienung ist etwas komplexer, dafür überzeugt das Programm mit großer Flexibilität und Anpassbarkeit. 3D-Ansichten sind hier nicht integriert, was es für private Bauherren weniger attraktiv macht, aber für technische Zeichnungen nützlich ist.

WELCHE FEHLER SOLLTEN BEI DER PLANUNG EINES GRUNDRISSES VERMIEDEN WERDEN?

Bei der Planung eines Grundrisses sollten Sie typische Fehler wie zu kleine Räume oder das Unterschätzen von Verkehrsflächen unbedingt vermeiden, da sie später kaum oder nur mit hohen Kosten korrigiert werden können.

Zu kleine Räume planen

Räume, die auf dem Papier ausreichend wirken, sind in der Realität oft zu eng. Planen Sie lieber etwas großzügiger, besonders bei Küche, Bad und Abstellflächen.

Verkehrsflächen unterschätzen

Flure und Durchgänge nehmen viel Platz ein. Achten Sie darauf, dass Wege kurz, aber nicht zu eng sind, damit Sie unnötige Flächenverluste vermeiden.

Fehlende Flexibilität

Ein starrer Grundriss passt vielleicht heute, aber nicht in zehn Jahren. Offene Raumkonzepte oder flexible Wände bieten mehr Anpassungsmöglichkeiten.

Falsche Ausrichtung zur Sonne

Wohnräume sollten möglichst nach Süden oder Westen ausgerichtet sein, damit Sie das Tageslicht optimal nutzen können. Küchen und Nebenräume eignen sich besser für die Nordseite.

Zu wenige Stauraummöglichkeiten

Fehlender Stauraum führt schnell zu Unordnung. Planen Sie Einbauschränke, Abstellräume und ausreichend Platz im Keller oder Dachgeschoss ein.

Technische Räume vergessen

Heizungsanlage, Stromverteiler oder Haustechnik benötigen Platz. Werden sie zu klein eingeplant, entstehen später teure Umbauten.

Fehlende Möblierungsplanung

Ein Grundriss wirkt nur dann praktisch, wenn Möbel sinnvoll gestellt werden können. Zeichnen Sie deshalb Standardmöbel mit ein und vermeiden Sie Platzprobleme.

Zu wenig Rückzugsorte

Offene Wohnkonzepte sind beliebt, aber ohne Rückzugsräume fehlt Privatsphäre. Planen Sie ausreichend separate Zimmer oder ruhige Ecken ein.

WIE VIEL KOSTET EIN GRUNDRISS VOM PROFI?

Für einen professionell erstellten Grundriss zahlen Sie durchschnittlich zwischen 500 und 3.000 €. Der genaue Preis hängt von der Größe des Projekts, der Komplexität, den gewünschten Details sowie der Art des Dienstleisters ab. Während einfache Online-Grundrisse deutlich günstiger sind, können detaillierte, bemaßte oder architektonisch anspruchsvolle Pläne schnell in den oberen Bereich der Preisspanne fallen.

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