Die wichtigsten Bauversicherungen beim Hausbau

Welche Bauversicherungen sind wirklich sinnvoll?
So sind Bauherren auf der sicheren Seite

Endlich wird das eigene Zuhause wahr! Doch wie groß die Vorfreude auf das neue Familiendomizil auch sein mag: Bereits vor dem ersten Spatenstich sollten Bauherren anfangen, sich gegen mögliche Risiken beim Neubau abzusichern. Denn auf einer Baustelle herrscht große Geschäftigkeit und es kann so einiges schiefgehen. Wir zeigen, mit welchen Bauversicherungen man sich in der Bauphase gegen böse Überraschungen und zu hohe Kosten schützten kann.

Das Grundstück ist erstanden und ausgewiesen, die Finanzierung steht, der passende Baupartner wurde bereits gefunden – endlich kann gebaut werden. Doch halt: Ganz so einfach ist es nicht. Da auf der Baustelle bekanntlich immer etwas los ist, gibt es manchmal Dinge, die nicht ganz so laufen, wie geplant. Seien es Schäden am Rohbau oder gar Unfälle mit Personenschäden: Damit solche Fälle in der Bauphase keine finanziellen Desaster herbeiführen, ist eine ausreichende Absicherung nötig. Für Bauherren gibt es daher eine ganze Reihe von Versicherungen. Einige sind empfehlenswert, manche sogar erforderlich. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten.

Die unbedingt notwendige Versicherung:
Bauherren-Haftpflicht

So wie die private Haftpflichtversicherung für jedermann zur persönlichen Grundabsicherung gehört, ist auf der Baustelle eine Bauherren-Haftpflichtversicherung unentbehrlich. Sobald das Grundstück als Baugrund ausgewiesen ist, trägt der Bauherr die Verantwortung für die Sicherheit auf der Baustelle und haftet unbegrenzt für alle hier entstehenden Schäden an Leib und Eigentum Dritter. Dies auch (im Sinne einer gesamtschuldnerischen Haftung), wenn die Aufsicht über die Baustelle dem Bauleiter oder der Baufirma übertragen wurde. Zum Beispiel dann, wenn Kinder trotz des bekannten Warnschilds „Eltern haften für Ihre Kinder!“ auf der Baustelle einen Unfall haben oder ein herunterfallender Stein Personen verletzt.

Der Bauherr zahlt im Schadensfall fast immer und die Schadensersatzforderungen können schnell existenzbedrohend werden. Die Kosten für eine Haftpflichtversicherung hingegen sind niedrig und bemessen sich an der Höhe des Bauvolumens.

Beispiel

Laut einer aktuellen Untersuchung von „Finanztest“ (Mai 2017) bewegen sich die gängigsten Policen, die alle nötigen Leistungen für ein 250.000 Euro teures Massivhaus abdecken, zwischen einmalig 83 und 208 Euro für einen Bauzeitraum von bis zwei Jahren. Die Bauherren-Haftpflichtversicherung sollte direkt vor Baubeginn abgeschlossen werden und ist unverzichtbar. Sie erlischt automatisch, wenn der Bau abgeschlossen ist.

Die unbedingt notwendige Versicherung:
Bauherren-Haftpflicht

So wie die private Haftpflichtversicherung für jedermann zur persönlichen Grundabsicherung gehört, ist auf der Baustelle eine Bauherren-Haftpflichtversicherung unentbehrlich. Sobald das Grundstück als Baugrund ausgewiesen ist, trägt der Bauherr die Verantwortung für die Sicherheit auf der Baustelle und haftet unbegrenzt für alle hier entstehenden Schäden an Leib und Eigentum Dritter. Dies auch (im Sinne einer gesamtschuldnerischen Haftung), wenn die Aufsicht über die Baustelle dem Bauleiter oder der Baufirma übertragen wurde. Zum Beispiel dann, wenn Kinder trotz des bekannten Warnschilds „Eltern haften für Ihre Kinder!“ auf der Baustelle einen Unfall haben oder ein herunterfallender Stein Personen verletzt.

Der Bauherr zahlt im Schadensfall fast immer und die Schadensersatzforderungen können schnell existenzbedrohend werden. Die Kosten für eine Haftpflichtversicherung hingegen sind niedrig und bemessen sich an der Höhe des Bauvolumens.

Baustellenschild: Betreten verboten

Kommt es zu Unfallschäden auf der Baustelle, haftet fast immer der Bauherr.

Beispiel

Laut einer aktuellen Untersuchung von „Finanztest“ (Mai 2017) bewegen sich die gängigsten Policen, die alle nötigen Leistungen für ein 250.000 Euro teures Massivhaus abdecken, zwischen einmalig 83 und 208 Euro für einen Bauzeitraum von bis zwei Jahren. Die Bauherren-Haftpflichtversicherung sollte direkt vor Baubeginn abgeschlossen werden und ist unverzichtbar. Sie erlischt automatisch, wenn der Bau abgeschlossen ist.

„Vollkasko für Bauherren“:
die Bauleistungs-Versicherung

Genauso ärgerlich ist es, wenn die sorgsam geplante Baufinanzierung völlig unvorhergesehen durch größere Sachschäden über den Haufen geworfen wird: durch Fälle von sogenannter „höherer Gewalt“ am Bau. Dazu zählen Naturereignisse wie Stürme ebenso wie Vandalismus oder der Diebstahl von bereits verbauten Materialien. Solche Schäden auf der Baustelle werden durch die Bauleistungsversicherung abgedeckt, die dementsprechend auch als die
„Vollkaskoversicherung für den Hausbau“ bezeichnet wird. Die Kosten für die Bauleistungsversicherung – manchmal noch unter ihrem alten Namen „Bauwesenversicherung“ angeboten – sind etwas höher als die der Bauherren-Haftpflichtversicherung. Für das eben genannte Massivhaus im Wert von 250.000 Euro liegen die Preise aktuell zwischen einmalig 250 und 669 Euro für die gesamte Bauzeit. Der Versicherungsbeginn sollte mit dem Start der Bauphase zusammenfallen.

Tipp: Kosten-Vorteil für Fertighaus-Bauherren!

Übrigens: Die große Erfahrung und hohe Qualität der Fertighaus-Anbieter wirkt sich auch auf die Versicherungsprämien aus. Bei den wichtigsten Bauversicherungen, der Bauherren-Haftpflicht und der Bauleistungsversicherung, sind Nachlässe zwischen 30 und 50 Prozent üblich. Der Grund: Die Versicherer „wissen, dass das Schadensrisiko auf einer Fertighaus-Baustelle geringer ist – vor allem wegen der kurzen Bauzeit“, so der Bundesverband Deutscher Fertigbau.

Bei diesen Firmen bist Du gut abgesichert

Hier Baufirmen in Deiner Nähe finden … (PLZ eingeben)

Wohngebäude- und Feuerrohbau-Versicherung

Sturmschaden am Eigenheim

Die Wohngebäudeversicherung schützt unter anderem vor Wetterkapriolen.

Für Immobilienbesitzer mit Verantwortungsbewusstein gilt eine Wohngebäudeversicherung als absolute Pflicht. Sinn und Zweck dieser Versicherung ist vor allem der Schutz des fertigen Hauses vor zumeist sehr teuren Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel; ergänzt um eine Elementarschadenversicherung werden sogar Schäden durch Naturereignisse wie Erdrutsche, Hochwasser oder Lawinen übernommen. Je nach Anbieter, aber auch abhängig vom Wert und der Lage der Immobilie selbst, unterscheiden sich die Leistungen und Tarife teils erheblich: Ein ausführlicher Vergleich rentiert sich hier oft erheblich.

Rohbau versichern

Für Holzhäuser ist eine Feuerrohbauversicherung elementar wichtig.

Im Grunde erst für die Zeit nach Fertigstellung des Hauses gedacht, kann es sich aber lohnen, schon während der Bauphase eine Gebäudeversicherung abzuschließen. Besonders interessant sind Gebäudeversicherungen, deren Extras bereits in die Bauphase vorgreifen, wie zum Beispiel bei der Feuerrohbauversicherung. Diese wird meist prämienfrei im Rahmen der sogenannten verbundenen Wohngebäudeversicherung bereits für die Bauzeit oder Teile davon gewährt – speziell für Bauherren eines modernen Holzhauses oder anderer Fertighäuser, deren tragende Teile vorwiegend aus Holz bestehen, ist das ein äußerst attraktives Angebot. Eine Rohbauversicherung kann auch unabhängig von einer Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden.

Auch fleißige Helfer immer gut versichern …
mit der Bauhelfer-Versicherung

Das eigene Haus zu bauen, ist eine teure Entscheidung. Mit so viel Eigenleistungen, wie das eigene handwerkliche Geschick und das der Freunde hergeben, versuchen viele Bauherren daher die Kosten zu senken. Bis zu satten 20 Prozent der Bausumme lassen sich so einsparen. Aber: Sobald Familienangehörige, Freunde oder Bekannte am Haus mitarbeiten, sind die fleißigen Helfer innerhalb einer Woche nach Baubeginn bei der Bau-Berufsgenossenschaft BG Bau anzumelden und gegen Unfälle zu versichern. Die Beiträge für die Versicherung liegen zwischen 1,29 und 1,91 Euro pro Arbeitsstunde. Versäumt man die Meldung, sind Bußgelder von bis zu 2.500 Euro zu erwarten. Kommt es gar zu einem Unfall, drohen hohe Bußgelder bis zu 10.000 Euro plus Schadensersatzzahlungen für den Geschädigten.

Rohbau versichern

Für Holzhäuser ist eine Feuerrohbauversicherung elementar wichtig.

Auch hier gibt es Ausnahmen von der Regel: Liegt die Arbeitszeit aller privaten Bauhelfer unter 40 Stunden, muss kein Beitrag entrichtet werden. Glück haben auch alle Bauherren, die öffentlich gefördert werden, diese müssen ebenfalls keine Beiträge zur Bauerhelferversicherung zahlen. Nicht versichert durch die gesetzliche BG BAU sind der Bauherr selbst und dessen Lebenspartner. Diese können sich freiwillig versichern, aber das ist mit 460 Euro im Monat pro Person immens teuer. Eine private Unfallversicherung kann die deutlich günstigere Alternative sein.

Fazit:


Mit den richtigen Versicherungen auf Nummer sicher gehen

Entscheidet man sich für die hier genannten Versicherungen, ist man als Bauherr gegen Sach- und Personenschäden aus nahezu allen denkbaren Eventualitäten gut abgesichert. Viele der Policen sind zudem – sinnvollerweise – mehr oder weniger vorausgesetzt: Ohne Wohngebäudeversicherung bzw. Feuerrohbauversicherung zum Beispiel wird die Finanzierung eines Hausbaus, insbesondere eines Holzhauses, schwierig.

Setzt man auf einen erfahrenen Fertighausanbieter, der das Traumhaus innerhalb von wenigen Wochen unter idealen Witterungsbedingungen hochzieht, ist es Erwägungssache, ob man den vollen Sachschutz einer Bauleistungsversicherung nutzen möchte oder dann möglicherweise überversichert ist. Beim Schutz von Personen und vor existenzbedrohenden Schäden hingegen gibt es keine Zweifel: dieser ist dringend erforderlich!

Unser Tipp:

Vergleiche die Leistungen und Preise der Versicherer gründlich! Der Test von Finanztest oder Bauversicherungsrechner im Internet geben einen aktuellen Überblick.

Erkundige Dich bei Eigenheim-Besitzern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis nach deren Erfahrungen.

Lass Dich durch einen unabhängigen Versicherungs-Experten beraten – der sichere, risikofreie Bau des Traumhauses sollte es Dir wert sein.


Teile diesen Artikel

Facebook Twitter Google +
Hat Dir dieser Artikel geholfen:
(4.3 Sterne aus 6 Stimmen)

Mehr zu: Bauen

Hausbau-Kataloge
gratis bestellen!

Die Weg zu Deinem Traumhaus, ob Bungalow, Stadtvilla oder andere Haustypen, führt am besten über die Hauskataloge der Hersteller. Die Bestellung ist kostenlos und unverbindlich.

Massivhaus Katalog

Kommentare

Verwandte Artikel

Weitere interessante Artikel aus dem Hausbau-Ratgeber die zum Thema passen

Architekt auf der Baustelle
Musterhaus.net, 11. August 2017

Wie arbeitet ein Architekt?

Als Bauherren muss man nicht alle angebotenen Leistungen des Architekten in Anspruch nehmen – je nachdem, was man sich selbst zutraut. In einem Architektenvertrag werden Leistungen und Bezahlung entsprechend der so genannten Honorarverordnung für ...

Treppenlift
Musterhaus.net, 11. August 2017

Treppenlift: Barrierefreiheit bei Hausplanung berücksichtigen

Bei der Planung eines Hauses wird oft die Tatsache vergessen, dass mit der Zeit Mobilitätsprobleme entstehen können. Je älter wir werden, desto häufiger haben wir mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen. Um eine uneingeschränkte ...

Hausbau-Förderung
Musterhaus.net, 7. August 2017

Finanzierung: Fördermittel beim Hausbau

Im Jahr 2006 wurde die bis dahin sehr beliebte staatliche Eigenheim-Zulage abgeschafft. Für sie standen bis zu 11,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Heute gibt es statt dessen eine ganze Reihe anderer, ebenso attraktiver Fördermöglichkeiten.

Fussbodenheizung Familie auf Boden
Musterhaus.net, 31. Juli 2017

Die Fußbodenheizung: Große Vorteile, kleine Nachteile

Vor allem in der kalten Jahreszeit weiß man sie zu schätzen: Die Fußbodenheizung hält das Haus gleichmäßig warm und sorgt für wohltemperierte Füße. Neben dem Wohlfühlfaktor können die Flächenheizungen im Boden auch bei den Kosten und der ...

Aktuelle Hausbau-Trends direkt in dein Postfach

Abonniere den kostenlosen Musterhaus-Newsletter!

GRATIS KATALOGE

Fordere jetzt gratis und unverbindlich die neuen Hausbau-Kataloge geprüfter Baufirmen an!

Jetzt anfordern