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Der Schallschutz in einem Fertighaus

Fertighäuser galten lange als hellhörig und wenig schalldicht. Doch moderne Bauweisen überzeugen mit neuen Standards. Wie gut ist der Schallschutz wirklich? In diesem Artikel erfahren Sie, wie Fertighäuser heute beim Thema Lärmschutz abschneiden und welche Maßnahmen einen guten Schallschutz unterstützen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Moderne Fertighäuser erfüllen die Schallschutzanforderungen der DIN 4109.
  • Mehrschalige Wandaufbauten und gute Dämmung sorgen für Werte auf Massivhaus-Niveau.
  • Schallschutz lässt sich auch nachträglich durch bauliche Maßnahmen deutlich verbessern.
  • Wichtige Elemente für guten Schallschutz: Wände, Fenster, Decken, Rohre, Treppen und Lüftung.
  • Ein durchdachter Schallschutz erhöht den Wohnkomfort und schützt langfristig die Gesundheit.

WIE GUT IST DER SCHALLSCHUTZ IN EINEM FERTIGHAUS?

Der Schallschutz in einem modernen Fertighaus ist heute genauso gut wie bei einem Massivhaus. Fertighäuser erfüllen mittlerweile alle Anforderungen der DIN 4109 zum Schallschutz. Hersteller setzen auf mehrschalige Wandaufbauten, schallentkoppelte Installationen und hochwertige Dämmstoffe. Ein fachlich begleiteter Bau und eine individuelle Planung verbessern die Akustik zusätzlich.

Kriterium Fertighaus Massivhaus
Wandaufbau Leichtbau, oft mehrschalig Schwere, einschalige Wände
Luftschalldämmung 45 bis 55 dB 50 bis 60 dB
Trittschalldämmung Sehr gut mit Aufbau auf Estrich Gut bei fachgerechter Ausführung
Schallschutz nach DIN 4109 Wird in der Regel eingehalten Wird meist übertroffen
Optimierungsmöglichkeiten Dämmung, Vorsatzschalen, Türen Dickere Wände, schwere Türen

Tipp: Die Qualität hängt stark vom Anbieter, der Ausführung und dem individuellen Wandaufbau ab. Ein Vergleich der Bauweisen lohnt sich bereits in der Planungsphase.

KANN DER SCHALLSCHUTZ EINES FERTIGHAUSES NACHTRÄGLICH VERBESSERT WERDEN?

Der Schallschutz eines Fertighauses kann nachträglich durch bauliche Maßnahmen verbessert werden. Zum Beispiel durch zusätzliche Vorsatzschalen, schwere Türen, schalldämmende Fenster oder eine Trittschalldämmung unter dem Bodenbelag. Auch das Dämmen von Installationsschächten und das Entkoppeln von Bauteilen können die Schallübertragung spürbar reduzieren. Besonders bei älteren Fertighäusern kann eine gezielte Schallsanierung den Wohnkomfort erheblich steigern.

MASSNAHMEN FÜR GUTEN SCHALLSCHUTZ IM FERTIGHAUS

Guten Schallschutz erreichen Sie im Fertighaus durch sorgfältige Planung, hochwertige Materialien und gezielte bauliche Maßnahmen. Besonders wichtig sind schalldämmende Wandaufbauten, schallisolierte Fenster und Türen sowie eine entkoppelte Konstruktion bei Decken, Böden und Treppen. Auch Leitungen und Lüftungssysteme sollten lärmschutzgerecht installiert werden. Ein durchdachter Schallschutz erhöht nicht nur den Wohnkomfort, sondern schützt auch langfristig die Gesundheit.

Wände

Mehrschalige Wandkonstruktionen mit dazwischenliegender Dämmung bieten effektiven Schutz gegen Luftschall. Gipskartonplatten mit schalldämmender Einlage oder zusätzliche Vorsatzschalen können die Schalldämmung weiter verbessern. Entscheidend ist die Entkopplung der einzelnen Schichten, damit Sie die Schallübertragung minimieren.

Fenster und Türen

Fenster mit Mehrfachverglasung und dichter Rahmenkonstruktion schützen effektiv vor Außengeräuschen. Türen sollten ein hohes Eigengewicht besitzen und mit umlaufenden Dichtungen versehen sein. Besonders bei Innenräumen lohnt sich der Einsatz schallhemmender Türen, damit Sie die Privatsphäre gewährleisten.

Decken, Zwischendecken und Boden

Trittschall entsteht durch direkte Körperschallübertragung. Eine schwimmende Estrichkonstruktion mit Dämmmatten darunter kann diesen stark reduzieren. Auch abgehängte Zwischendecken oder spezielle Trittschalldämmplatten verbessern die Schalldämmung zwischen den Etagen.

Rohre und Leitungen

Wasserleitungen und Abflussrohre sollten mit schalldämmendem Material ummantelt werden. Wichtig ist auch, dass sie nicht direkt an tragende Bauteile montiert werden. Schallentkoppelte Befestigungen verhindern die Übertragung von Fließgeräuschen.

Treppen

Treppen sind oft Schallbrücken zwischen den Etagen. Eine entkoppelte Montage, trittschalldämmende Beläge und stabile Unterkonstruktionen reduzieren die Schallausbreitung. Besonders bei Holztreppen ist eine sorgfältige Ausführung wichtig, sodass Sie ein Knarren vermeiden.

Einrichtung

Auch die Möblierung hat Einfluss auf den Schallschutz. Schwere Vorhänge, Teppiche, Bücherregale oder Akustikpaneele können Nachhall und Raumgeräusche dämpfen. So können Sie störende Geräusche zusätzlich im Wohnraum mindern.

Zentrale Lüftungsanlage

Zentrale Lüftungssysteme können bei falscher Planung zur Schallquelle werden. Schalldämpfer in den Luftleitungen, leise Ventilatoren und eine schallentkoppelte Montage gewährleisten bei der Minimierung der Geräuschentwicklung. Gute Anlagen sind kaum hörbar und steigern dennoch die Luftqualität.

WAS BEDEUTET „SCHALLSCHUTZ“ EIGENTLICH?

Schallschutz bezeichnet bauliche Maßnahmen, die verhindern, dass störende Geräusche von außen oder zwischen Räumen übertragen werden. Er umfasst den Schutz vor Luftschall, Trittschall und Körperschall und trägt wesentlich zum Wohnkomfort, zur Konzentration und zur Gesundheit in Gebäuden bei.

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