Smart Kitchen – Vernetzte Küche wird zur Realität

Steuerzentrale Smart Kitchen

Smart Kitchen – die intelligente Küche – ist im Kommen. Die Zeiten, in denen die Küche nur zum Kochen benutzt wurde sind längst vorbei. Vielmehr ist sie heute der zentrale Lebensmittelpunkt. Daher kommt es auch zu Veränderungen bei ihrer Struktur und ihren Anforderungen.

Der Zeitgeist nagt derzeit noch an vielen Küchen. Musterhaus.net informierte anlässlich des Tages der Küche 2016 darüber, dass in Deutschland noch rund 10 Millionen Küchen stehen, die älter als 20 Jahre sind. Doch mit zunehmender Digitalisierung erfreut sich der Trend zum Smart Home in der Eigenheim-Branche immer größerer Beliebtheit. Verschiedene Studien prognostizieren, dass es allein hierzulande bis 2020 circa 5 Millionen intelligente Haushalte geben wird. Als Herzstück des Wohnens ist die Smart Kitchen prädestiniert dafür, zur Steuerzentrale zu werden.

Zuhause bequem in Hausbau-Katalogen stöbern …

Längst geht das Spektrum der Smart Kitchen über das Steuern und Kontrollieren der Küchentechnik aus der Ferne weit hinaus. Wie Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) berichtet, „lassen sich mit mobilen Endgeräten und Applikationen (Apps) die per Funk vernetzten WLAN-fähigen Einbaugeräte nicht nur steuern und kontrollieren oder ihr aktueller Programmstatus abrufen und Push-Benachrichtungen empfangen. Neben Erlebnis und Spaß entstehen weitere Anwendungen, Funktionen und digitale Services, die zuvor kostbare Eigenzeit und Kapazität gebunden haben.“

Smart Ktichen Backofen über App steuern

Rezepte aus digitalen Kochbüchern können im smarten Backofen gespeichert werden.

Elektrogeräte und Küchenzubehör komfortabel steuern

Die Möglichkeiten der Smart Kitchen sind beinahe unerschöpflich: Vom automatischen Einschalten des Kaffeautomats in der Früh bis hin zum Auswählen des Lieblingsradiosenders. Digitale Kochbücher bieten nicht nur zahlreiche Koch- und Backinspirationen, sondern lassen sich auch gleichzeitig mit Herd oder Backofen koppeln. Lieblingsgerichte können bequem im Backofen gespeichert werden, sodass dieser für die Zubereitung bereits voreingestellt ist. Auch Kochfeld und Dunstabzugshaube können miteinander kommunizieren. Sobald das Kochfeld in Betrieb ist, werden die gewählten Einstellungen direkt an die Haube übermittelt, welche dann automatisch die richtige Leistungsstufe für ein perfektes Raumklima wählt.

Smart Kitchen Geschirrspüler und Smartphone

Mit den Möglichkeiten der Smart Kitchen lässt sich der Status jedes Küchengeräts einfach auf das mobile Endgerät senden und verwalten.

Ziemlich smart sind auch Geschirrspüler, die Benachrichtungen auf das mobile Endgerät senden, wenn das Programm beendet wurde oder das Gerät gereinigt werden muss. Immer mehr Anbieter bieten Applikationen an, mit denen Küchengeräte und weitere Haushaltsgeräte miteinander vernetzt werden können. Dabei können die Applikationen auch Hausgeräte unterschiedlicher Hersteller erkennen und koppeln. Eine außerordentlich umfassende Anwendung, die zahlreiche führende Marken Europas unterstützt, ist Home Connect. Auch der Küchenhersteller tielsa hat mit seiner Serie tielsa: connect eine innovative Smart Home Plattform für das Zuhause geschaffen. Außerdem sind neueste Modelle der Küchenmarke bereits mit tielsa:move ausgestattet. Letzteres ermöglicht die automatische und stufenlose Einstellung der ergonomisch korrekten Höhe des Herds, der Spüle und aller sonstigen Arbeitsflächen.

Smart Kitchen stufenlose Einstellung von Arbeitsflächen

tielsa:move ermöglicht die stufenlose Einstellung von Herd, Spüle und Co.

Smart Kitchen stufenlose Einstellung von Arbeitsflächen

Die Arbeitsflächen heben sich bei Bedarf automatisch an.

Aber auch die Smart Kitchen zeigt Grenzen auf, auch wenn Hersteller kontinuierlich an Innovationen arbeiten. So ist es heute zwar möglich, beispielsweise den Inhalt des Kühlschranks durch integrierte Kameras abzufotografieren und an das Smartphone zu übermitteln. Doch den Kühlschrank selbstständig feststellen lassen, ob Milch, Eier oder Butter verbraucht sind ist noch Zukunftsmusik. Prototypen gibt es diesbezüglich schon, wie beispielsweise von Samsung.

Die unter dem Begriff „Internet der Dinge“ gemeinte Vernetzung von (Haushalts-) Gegenständen basiert auf der Idee, den gesamten Alltag einfacher und effizienter zu gestalten. Grundsätzlich werden netzwerkfähige Hausgeräte, funkbasierte Technologie (handelsüblicher Internet-Router, WLAN/WiFi, mobile Endgeräte wie Smartphone oder Tablet) sowie entsprechende Hersteller-Apps benötigt.

Smart Kitchen für jeden

Smart Kitchen ist dabei nicht nur etwas für junge Menschen und Hightech-Begeisterte. Vor allem Berufstätigen soll die neue Technologie deutlich mehr Flexibilität bei der Meisterung ihrer vielfältigen Aufgaben und Ansprüche als bisher bieten. Auch in Punkto Sicherheit kann die Smart Kitchen überzeugen. Hausgeräte, die beim Verlassen der Wohnung eventuell versehentlich noch in Betrieb sind, lassen sich per Smartphone leicht aus der Ferne ausschalten. Selbst im Falle von Bedienungsfehlern oder auftretenden technischen Störungen schaffen digitale Services Abhilfe. In den meisten Fällen muss der Servicetechniker nicht einmal nach Hause kommen und natürlich lassen sich die Geräte auch weiterhin manuell steuern.

Kurz zusammengefasst

Smart Kitchen vernetzt Elektrogeräte sowie Küchenzubehör und mobile Endgeräte miteinander.

  • Flexibles Küchenmanagement
  • Voraussetzung: netzwerkfähige Hausgeräte, funkbasierte Technologie (handelsüblicher Internet-Router, WLAN/WiFi, mobile Endgeräte wie Smartphone oder Tablet) sowie entsprechende Hersteller-Apps
  • Anwendungen/ Applikationen sind teilweise herstellerunabhängig

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