Bevor der erste Stein eines Neubaus gesetzt wird, benötigt jede Baustelle Strom und Wasser. Doch wie beantragen Sie Baustrom und Bauwasser richtig? Und welche Kosten kommen auf Sie zu? In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie achten müssen.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Baustrom wird über einen Elektroinstallateur beim örtlichen Netzbetreiber beantragt.
- Der Antrag erfolgt meist online, der Anschluss wird anschließend vom Fachbetrieb durchgeführt.
- Baustrom kostet zwischen 500 und 2.500 €, je nach Verbrauch, Nutzungsdauer und Standort.
- Bauwasser wird über ein Sanitär- oder Tiefbauunternehmen beim Wasserversorger beantragt.
- Der Wasserversorger stellt einen provisorischen Wasseranschluss her.
- Bauwasser kostet zwischen 300 und 1.000 €, abhängig von Anschlussart, Verbrauch und Bauzeit.
- Für den Antrag sind unter anderem Adresse, Lageplan und Kontaktdaten erforderlich.
WO UND WIE KANN ICH DEN BAUSTROM BEANTRAGEN?
Sie beantragen den Baustrom über einen konzessionierten Elektroinstallateur beim örtlichen Netzbetreiber oder Energieversorger. Der erste Schritt ist die Beauftragung eines Elektroinstallateurs. Nur er darf den Baustrom offiziell beim Netzbetreiber anmelden. Der Antrag erfolgt meist online über das Kundenportal des Netzbetreibers. Nach der Anmeldung wird der Baustromanschluss eingerichtet und durch den Fachbetrieb angeschlossen.
Tipp: Stellen Sie den Antrag direkt nach Erhalt der Baugenehmigung. So vermeiden Sie Verzögerungen beim Baustart. Je nach Netzbetreiber liegt die Bearbeitungszeit zwischen etwa 2 und 6 Wochen.
WAS KOSTET BAUSTROM?
Für einen Baustromanschluss sollten Sie mit Kosten zwischen 500 und 2.500 € rechnen, abhängig von der Anschlussdauer, dem Verbrauch und dem Standort. Die Gesamtkosten setzen sich aus Anschlussgebühr, Miete für den Baustromverteiler, Verbrauchskosten je Kilowattstunde sowie eventuelle Installations- und Prüfkosten durch den Elektriker zusammen. Je länger die Bauzeit und je höher der Stromverbrauch, desto teurer wird der Baustrom insgesamt.
WELCHE UNTERLAGEN BENÖTIGE ICH?
Für den Antrag auf Baustrom müssen Sie dem Netzbetreiber und dem beauftragten Elektroinstallateur einige technische und projektbezogene Informationen bereitstellen. Die Unterlagen dienen zur Planung und Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Anschlusses.
Adresse der Baustelle
Genaue Lage mit Straße, Hausnummer und ggf. Grundstücksbezeichnung.Lageplan oder Flurstücksnummer
Dient zur eindeutigen Identifikation des Anschlussortes.Kontaktdaten des Anschlussnehmers
Name, Adresse, Telefonnummer und ggf. E-Mail.Geplanter Baubeginn
Notwendig für die Terminplanung und rechtzeitige Bereitstellung.Geplante Anschlussleistung
Gibt an, wie viel Strom voraussichtlich benötigt wird.Auflistung großer Verbraucher
Zum Beispiel Baukran, Mischmaschine oder Trocknungsgeräte, damit der Netzbetreiber die Anschlusskapazität korrekt auslegen kann.Vollmacht für den Elektroinstallateur (optional)
Falls dieser den Antrag im Namen des Bauherrn einreicht.Je nach Netzbetreiber können weitere Dokumente oder Formulare notwendig zur Netzverträglichkeitsprüfung sein.
WO UND WIE KANN ICH DAS BAUWASSER BEANTRAGEN?
Sie beantragen Bauwasser beim örtlichen Wasserversorger oder den Stadtwerken. Zuerst müssen Sie Sanitär- oder Tiefbauunternehmen beauftragen. Dieses beantragt den temporären Wasseranschluss beim Versorger. Der Antrag erfolgt in der Regel online oder per Formular. Nach Prüfung stellt der Wasserversorger entweder einen Standrohranschluss am Hydranten bereit oder installiert einen Bauwasseranschluss direkt auf dem Grundstück.
WAS KOSTET BAUWASSER?
Die Kosten für einen Bauwasseranschluss betragen in der Regel zwischen 300 und 1.000 €, abhängig von der Anschlussart, dem Verbrauch und der Nutzungsdauer. In den Kosten sind eine Mietgebühr für das Standrohr, Kaution, Verbrauchskosten pro Kubikmeter sowie eventuell Anschluss- und Installationskosten enthalten. Wird ein fester Bauwasseranschluss gelegt, entstehen zusätzliche Kosten für Tiefbauarbeiten und den späteren Rückbau. Je nach Region und Bauzeit können die Gesamtkosten stark variieren.
WELCHE UNTERLAGEN BENÖTIGE ICH?
Für den Antrag auf Bauwasser müssen Sie dem Wasserversorger bestimmte Angaben zur Baustelle und zur geplanten Nutzung bereitstellen. Diese Informationen sind notwendig für die Prüfung und Einrichtung des Anschlusses.
Adresse der Baustelle
Zur eindeutigen Zuordnung des Anschlussortes.Lageplan oder Flurstücksnummer
Dient der genauen Verortung auf dem Grundstück.Kontaktdaten des Antragstellers
Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail.Geplanter Baubeginn und Dauer
Damit der Versorger den Zeitraum einplanen kann.Information zur Anschlussart
Standrohr über Hydrant oder fester Bauwasseranschluss.Vollmacht für das ausführende Unternehmen (falls erforderlich)
Wenn der Antrag nicht durch den Bauherrn selbst gestellt wird.Je nach Wasserversorger können zusätzliche Angaben oder Formulare notwendig sein.
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