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Fensterbänke – Materialien & Kosten: Ein Wegweiser

Die Fensterbank ist mehr als nur ein Abstellplatz für Blumen. Innen schließt sie die Fensterbrüstung ab, also das Mauerwerk unterhalb des Fensters. Eine Außenfensterbank leitet noch dazu das Regenwasser vom Fenster weg, damit schützt sie die Fassade vor Verschmutzung. Die leichte Schräge von ungefähr 5° sorgt dafür, dass sich keine Pfützen bilden und alles sauber abtropft. Das menschliche Auge nimmt die Neigung kaum wahr, die angenehme Optik bleibt gewahrt.

Die Innenfensterbank, um die sich unser Ratgeber hauptsächlich dreht, ist hingegen meistens gerade. So fällt es leichter, dekorative Gegenstände darauf abzustellen. Fensterbänke innen und außen können aus Aluminium, Fliesen, Ton, Naturstein, Holz, Kupfer, Kunststoff oder Kunststein bestehen. Dazu existieren viele verschiedene Farben, Größen und Qualitäten. Je nach verwendeten Materialien variieren bei den Fensterbänken auch die Kosten. Was ist das richtige Produkt für Sie?

Das Wichtigste zu den Materialien und Kosten von
Fensterbänken auf einen Blick:

  • Fensterbänke bestehen aus Naturstein, Kunststein, Aluminium, Kupfer, Kunststoff, Fliesen, Holz oder Ton.
  • Für Außenfensterbänke liegen die Anforderungen höher als für innen. Heimwerker können ihre Innenfensterbänke selbst montieren.
  • Achten Sie bei der Materialauswahl im Innenbereich und Außenbereich auf Strapazierfähigkeit, Montageaufwand, Pflegebedarf, Design und Kosten.
  • Auch das sonstige Materialverhalten kann von Bedeutung sein, zum Beispiel Dröhnen bei Regen oder Oberflächenwärme.

Welches Material soll ich für meine Fensterbank innen nutzen?

Jedes Fensterbänke-Material hat seine Vor- und Nachteile. Eines ist besonders preiswert, ein anderes glänzt mit komfortabler Pflegeleichtigkeit. Achten Sie darauf, dass die Kosten für eine Fensterbank in einem positiven Verhältnis zum Nutzen stehen: Wer teuer kauft, sollte viel von seinem Neuerwerb erwarten können.

Und welches Material passt nun am besten zu einer Fensterbank für innen? Für eine Innenfensterbank können Sie alle Materialien nutzen, die auch im Außenbereich Verwendung finden. Andersherum kann es zu Problemen kommen, weil nicht jedes Material dauerhaft der Witterung standhält.

Naturstein

Naturstein gilt als besonders edel. Robuste Steinsorten wie Marmor und Granit halten mechanischen Belastungen über Jahre hinweg stand. Allerdings verfügen sie über ein hohes Eigengewicht und sind nicht immer pflegeleicht. Marmor ist wasserempfindlich, Kalkflecken haften hartnäckig auf der Oberfläche. Sandstein zieht Fettflecken magisch an. Granit hingegen braucht kaum Pflege, verursacht aber hohe Kosten für die Fensterbank.

Achtung: Halten Sie sich auf Naturstein mit scharfen Reinigern zurück und denken Sie über eine Imprägnierung nach.
Fensterbank aus Stein

Sie sollten Ihren Naturstein in regelmäßigen Abständen nassfeucht und mit einem passenden Wischpflegemittel wischen.

Kunststein

Zu Kunststeinen zählen Werkstoffe, die mineralisch-, harz- oder zementgebunden sind. Es gibt sie in fantasievollen Designs und authentischen Naturstein-Looks. Der Preis für das Material ist günstiger als für sein natürliches Pendant. Es enthält oftmals originale Natursteinkörner und ist kratz- und bruchfest. Die Oberflächen gelten als unempfindlich und pflegeleicht, an Innenfensterbänken ist beispielsweise Agglo-Marmor sehr beliebt. Dieses Fensterbänke-Material speichert Wärme deutlich besser als echter Marmor.

Info: Kunststein hat keine Poren und Kapillaren wie Naturstein. Darum sind Versiegelungen hier fehl am Platz, sie führen eher zu unschönen Flecken.
Fensterbank aus Kunststein

Ähnlich wie Sie auch Ihren Naturstein reinigen, können Sie Ihre Kunststein Pflege durchführen. Sie benötigen ein feuchtes Tuch und ein neutrales Reinigungsmittel.

Kunststoff

Kunststoff ist im Vergleich zu den anderen Materialien auffallend preiswert. Leider sind die Farben nicht immer lichtecht und die Belastbarkeit dieser Fensterbänke fällt nicht so hoch aus wie beim Stein. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf nach den Eigenschaften des jeweiligen Materials. Pflegeleicht sind Innenfensterbänke aus Kunststoff fast immer, hinzu kommt die enorme Design-Vielfalt, die ein natürlicher Stoff nicht leisten kann.

Tipp: Im Baumarkt gibt es spezielle Kunststoffreiniger, die sich sehr gut für die Innenfensterbank aus Kunststoff eignen.
Fensterbank aus Kunststoff

Ein Nachteil einer Fensterbank aus Kunststoff ist, dass sie sich im laufe der Zeit verfärben kann.

Holz

Holz wirkt natürlich und warm, Innenfensterbänke aus diesem Material verströmen eine spezielle Behaglichkeit. Leider ist Holz nicht witterungsbeständig, es benötigt eine Beschichtung, die Sie regelmäßig erneuern müssen. Außerdem dunkeln die meisten Holzarten mit den Jahren nach. Mit einer Holzfensterbank sichern Sie sich aber eine herrliche Gestaltungsfreiheit – mit Lack und Lasuren können Sie die Tönung jederzeit ändern.

Info: Besonders kostengünstig ist Leimholz aus Fichte oder Kiefer. Wer jedoch wirklich hochwertige Fensterbänke wünscht, greift zu rustikalem Holz wie Eiche und Buche.
Fensterbank aus Holz

Bei diesem Material ist es empfehlenswert, diese, wenn sie weder imprägniert noch versiegelt sind, von Zeit zu Zeit mit geeignetem Öl (z.B. Leinölfirnis) zu pflegen.

Fliesen

Fliesen  auf der Innenfensterbank tauchen vor allem im Bad und WC auf, um für ein einheitliches Bild zu sorgen. Es ist kein Geheimnis, dass Fliesen sehr verschiedene Qualitäten aufweisen. Suchen Sie sich einen möglichst kratzfesten, widerstandsfähigen Belag aus, denn ein Fensterbrett muss Zeit seines Lebens viel aushalten. Besser also nicht am falschen Ende sparen.

Tipp: Bewahren Sie sich immer ein paar Fliesen auf, um im Notfall Ersatz parat zu haben.
Fensterbank aus Fliesen

Geflieste Fensterbänke, beispielsweise im Bad, werden meist mit den Fliesen der umgebenden Wände gefliest. Damit können kleine Raume optisch etwas größer wirken.

Ton

Ton ist als Fensterbänke-Material weniger bekannt und fällt schon allein deshalb optisch auf. Gebrannter Ton ist außerdem erstaunlich strapazierfähig, aber nicht einfach einzubauen. Der Monteur muss die Einzelplatten aufwendig verfugen.

Fensterbank aus Ton

Eine Ton-Fensterbank bildet einen perfekten Schutz vor Feuchtigkeit und Schimmel und kann Innen und Außen eingebaut werden.

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Die Vorteile und Nachteile von Fensterbank-Materialien im Überblick

Im Folgenden fassen wir Ihnen noch einmal zusammen, was für oder auch gegen das jeweilige Material einer Innenfensterbank spricht.

Material Vorteile Nachteile Kosten
Naturstein
  • sehr ästhetisch
  • imprägnierbar
  • robust
  • natürliche Unikate
  • verschiedene Sorten
  • schwer
  • kalt
  • oft fleckempfindlich
circa 40 bis 60 €/m
Kunststein
  • bruch- und kratzfest
  • pflegeleicht
  • viele Designs
  • „nur“ eine Nachahmung
circa 15 €/m
Kunststoff
  • pflegeleicht
  • unendlich viele Looks
  • Farben können verblassen
  • verringerte Haltbarkeit
circa 15 €/m
Holz
  • Naturmaterial
  • warm
  • behaglich
  • lässt sich farblich gestalten
  • sehr verschiedene Fensterbank-Kosten
  • braucht eine Beschichtung
  • regelmäßige Pflege nötig
je nach Art des Holzes bis zu 100 €/m
Fliesen
  • einheitliches Bild im Bad und WC
  • hochwertige Fliesen sind sehr robust
  • hochwertiges Material ist relativ teuer/
  • Fliesen müssen fachmännisch verlegt werden
circa 40 €/m
Ton
  • optisch auffallend
  • warme Ausstrahlung
  • strapazierfähig
  • nur in Terrakotta-Tönen
  • aufwendig zu verlegen
circa 50 €/m

Welches Fensterbänke-Material eignet sich besonders für außen?

Außen kommt es verstärkt auf die Witterungsbeständigkeit des Fensterbänke-Materials an. Aluminium, Kupfer und Stein haben hier gemeinsam die Nase vorn, denn diese drei Materialien halten lange Jahre dem Wetter stand und erweisen sich dabei als nahezu unverwüstlich.

Aluminium hat den Vorteil, ein Leichtgewicht zu sein, das sich einfach auf Maß schneiden und einbauen lässt. Es rostet nicht, hat auch sonst keine Probleme mit Feuchtigkeit und lässt sich problemlos reinigen. Mit chemischen Mitteln sollten Sie allerdings vorsichtig sein.

Kupfer zeichnet sich ebenfalls durch ein niedriges Gewicht und hohe Pflegeleichtigkeit aus. Außerdem ist das Metall sehr wärmebeständig und punktet mit einer langen Lebenserwartung. Der rötliche Glanz fällt angenehm ins Auge. Allerdings kommt es bei Kontakt mit Feuchtigkeit zu einer Oberflächenkorrosion: Dabei entsteht zwar eine stabile Schutzschicht, doch über den optischen Effekt (Vergrünung) lässt sich streiten.

Achtung: Bei Regen und Hagel verursacht Aluminium viel Lärm. Entdröhnen Sie Ihre Fensterbänke deshalb mit einer Schwerfolie aus Kunststoff oder Bitumen – so haben Sie es deutlich ruhiger. Die Kosten für eine Alu-Fensterbank liegen damit noch immer deutlich niedriger als bei Naturstein.
Fensterbank von außen

Die Fensterbank außen lässt sich nur sachgerecht einbauen, wenn Neigung und Dämmung berücksichtigt werden.

Worauf muss ich achten, wenn ich Fensterbänke im Neubau einbaue?

Wer  eine handwerkliche Ader hat, kann seine Fensterbretter im Innenbereich durchaus selbst einbauen und damit Kosten sparen. Beachten Sie dabei die folgenden Punkte:

Positionierung: Ihre Fensterbank sollte nicht mit dem unteren Querriegel (Sohlbank) des Fensters in Berührung kommen, sonst entsteht eine Kältebrücke.
Ausrichtung: Richten Sie Ihre Fensterbänke mit einer Wasserwaage sorgsam aus.
Kleber: Mit Montageschaum können Sie bei der Installation Unebenheiten egalisieren. Außerdem hält diese Klebersorte äußerst fest. Fixieren Sie die Fensterbank mit Keilen an den Seiten und einem schweren Gewicht von oben, bis alles getrocknet ist.
Untergrund: Sorgen Sie für einen sauberen und tragfähigen Untergrund an den zu verklebenden Stellen, damit es zu keinen Haftungsproblemen kommt.
Abdichtung: Dichten Sie Ihr neu installiertes Fensterbrett rundherum mit Silikon ab, damit weder Feuchtigkeit noch Schmutz in die Lücken gelangen.

Innen und außen: Welche Tiefe braucht eine Fensterbank?

Eine Innenfensterbank im Neubau sollte mindestens dieselbe Tiefe wie der darunterliegende Heizkörper haben, um dessen Oberseite zu überdecken. Das ist optisch schöner und es besteht zudem weniger die Gefahr, dass etwas von oben in den Heizkörper hineinfällt oder Blumenwasser hineintropft.

Statten Sie das Haus mit verschieden breiten Heizkörpern aus, wählen Sie das breiteste Gerät und orientieren Sie sich daran. In einem Neubau mit Fußbodenheizung ist die Tiefe der Fensterbänke Geschmackssache.

Eine Außenfensterbank hat die wichtige Funktion, Regenwasser abzuleiten. Sonst könnte dieses in einem Schwall an der Fassade herunterlaufen und jede Menge Dreck hinterlassen. Findet das Wasser seinen Weg bis in den Kellerbereich, besteht die Gefahr, dass es ins Haus eindringt. Darum sollte die Fensterbank mindestens 4 cm über der Wandkante überstehen. Ansonsten würde das Wasser trotzdem zumindest stellenweise über die Außenwand abfließen.

Welche Eigenschaften sind für Fensterbänke im Neubau wichtig?

Achten Sie darauf, dass Ihre Fensterbänke im Neubau möglichst resistent gegen Kratzer und Brüche sind. Auch Feuchtigkeit sollte ihnen weitestgehend nichts anhaben können, das gilt außen wie innen. Denn im Innenbereich kommt es ebenfalls regelmäßig zu Wasserkontakt, zum Beispiel durch Gießwasser und Getränke, aber genauso im Bad beim Duschen.

Ein niedriger Pflegeaufwand ist besonders komfortabel, eine hohe Formbeständigkeit sorgt dafür, dass sich bei wechselnden Temperaturen nichts verzieht.

Nicht zuletzt ist das Aussehen ein wichtiger Faktor, der häufig den letzten Ausschlag gibt. Überlegen Sie sich, welchen Stil Sie den Räumen in Ihrem Neubau verleihen möchten. Holz passt hervorragend zum gemütlichen Landhausstil. Marmor und Granit unterstützen einen puristischen, modernen Style. Mit Kunststoff-Fensterbänken geben Sie Ihrer Fantasie freien Lauf.

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Fazit:

Fensterbänke erscheinen auf den ersten Blick wie eine Nebensache, prägen das optische Bild der Fenster und das des gesamten Hauses aber entscheidend mit. Nehmen Sie sich bei der Materialauswahl entsprechend viel Zeit. Schließlich geht es hier neben dem visuellen Eindruck auch um eine lange Haltbarkeit, einen geringen Pflegeaufwand und ein perfektes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Fensterbänke

Kann ich Fensterbänke im Innenbereich nachträglich einbauen lassen?

In den meisten Fällen ist es kein Problem, Innenfensterbänke nachträglich einzubauen. Allerdings ist manchmal eine geringe Auflagefläche vorhanden, die zur Instabilität führen kann. Wir empfehlen, sich an einen Fachbetrieb zu wenden, um sicherzugehen, dass die neue Fensterbank bei Belastung hält.

Kann ich eine vorhandene Fensterbank gegen eine neue austauschen?

Auch das ist normalerweise möglich, allerdings kann der Aufwand je nach Material der Fensterbänke sehr hoch ausfallen. Naturstein-Fensterbänke sind unter dem Fenster oft so fest verklebt, dass der Fachbetrieb sie unter hoher Staub- und Lärmentwicklung herausmeißeln muss. Alu-Fensterbänke hingegen sind häufig nur verschraubt, der Ausbau kann innerhalb weniger Minuten erledigt sein.

Wie pflege ich meine Fensterbänke innen und außen am besten?

Wischen Sie Ihre Fensterbänke regelmäßig feucht ab, gern auch mit Spülmittel im Wasser. Welche Pflegesubstanzen hinzukommen dürfen, hängt vom jeweiligen Material ab. Mit einem Spezialreiniger, der in seiner Wirkweise auf das jeweilige Fensterbrett zugeschnitten ist, haben Sie wahrscheinlich den größten Erfolg.  Aluminium lässt sich übrigens mit einer Paste aus Mehl, Essig und Salz wieder auf Glanz bringen.

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