10 Tipps – Finde den passenden Fertighausanbieter

Die Entscheidung für einen Anbieter fällt nicht leicht. Wer bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Auf welches Unternehmen ist Verlass? Wie kann man sicher gehen, tatsächlich den Traum vom Fertighaus verwirklichen zu können? Wir haben 10 Tipps, wie Du einfach zu Deinem passenden Fertighausanbieter kommst und worauf Du achten solltest.

1. Kontakt zum Anbieter

Du hast bereits zu Musterhaus.net gefunden – sehr gut. Damit hast Du bereits den Einstieg geschafft, um den passenden Fertighaushersteller zu finden. Hier hast Du die Möglichkeit, Kataloge/Infomaterial von unterschiedlichen Fertighausanbietern kostenlos und unverbindlich zu Dir nach Hause zu bestellen. Beim Stöbern kannst Du Dir in aller Ruhe einen Überblick über die vielen Häuser, Preise und und Grundrisse verschaffen.

Auf unseren Präsenzseiten stellen wir viele Hausbauunternehmen mit ihrem Profil und ihren Leistungsdaten vor. Du findest dort neben den Kontaktdaten auch den Weg zu den Hausbeispielen des Herstellers.

Unser Tipp: Bestelle Dir unverbindlich Kataloge, sichte die Angebote und lass Dich von den Bauberatern der Unternehmen ausführlich über die Firma und ihre Häuser informieren!

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2. Transparenz bei den Kosten

Die Deutsche Fertighaus Holding GmbH in Simmern hat 2012 bei Forsa, einem der führenden Markt- und Meinungsforschungsinstitute Deutschlands, eine Umfrage in Auftrag geben. Gefragt wurde nach den wichtigsten Kriterien für die Auswahl des Anbieters. Das Ergebnis: Für 92 Prozent liegt der Fokus auf der Kostentransparenz.

Achte daher zunächst auf eine Garantie zu einem Festpreis. Gute Hersteller gewähren ihn in der Regel für einen Zeitraum von 12 bis 15 Monaten. Sorgfalt ist beim Prüfen des Vertrags geboten. In der Festpreisgarantie müssen wirklich alle Posten aufgeführt sein, die wichtig sind. Erdarbeiten, die Einrichtung der Baustelle und das Baugrundgutachten werden häufig nicht mit aufgeführt, sollten aber im Preis inklusive sein.

Für Kostentransparenz sorgt eine ausführliche Bauleistungsbeschreibung. Sie gibt es als Checkliste zum Download beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Hinweis! Manche Unternehmen vermittlen unabhängige Gutachter, die für Qualität am Bau sorgen sollen – Pfusch ist nun einmal ärgerlich. Sofern das Unternehmen die Baubegleitung beauftragt, müssen zwei Fragen geklärt sein:

  1. Ist die Unabhängigkeit des Experten zweifelsfrei gesichert?
  2. Sind die Kosten im Werkvertrag inkl. Leistungen mit aufgeführt?

In der Regel suchen sich künftige Bauherren die Gutachter selbst. Eine Übersichts-Kartemit den Regional-Büros kompetenter Baubegleitungen gibt es beim Verband Privater Bauherren. Über die Suchfunktion gelangt man zum Bauberater vor Ort.

Die Energieeffizienz steht ebenfalls hoch im Kurs. Wer die aktuellen KfW-Effizienzhaus-Standards 55, 40 und 40 Plus einhält, bekommt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau ein zinsgünstiges Darlehen sowie einen Tilgungszuschuss. Näheres dazu unter dem Punkt Förderung für energieeffizient gebaute Fertighäuser. (Später Ankerlink)

Die Ergebnisse der Studie im Einzelnen

Knapp zwei Drittel der Befragten ist die Erfahrung des Fertighausanbieters wichtig sowie alle Leistungen aus einer Hand zu erhalten. In der Tat ist das ein wichtiger Punkt. Für den Bauablauf und die Kosten wäre es ein Fiasko, wenn eines oder mehrere Gewerke ausfallen – und womöglich schon bezahlt sind. Überweisungen für Bauleistungen sollten ohnehin nicht vorab getätigt werden, sondern je nach erfolgreichem Baufortschritt. Wer sich also gegen den Bau „aus einer Hand“ entscheidet, geht ein gewisses Risiko ein und sollte genau prüfen, wer was wann zu welchem Preis leistet.

Empfehlung: Unter dem Dach des BDF (Bund Deutscher Fertigbau) sind 47 erfahrene Hersteller vereinigt. Auf unserem Portal sind die Mitglieder des BDF mit ihrem Verbands-Logo versehen. Darüber hinaus gibt es viele regionale Anbieter, die über große Erfahrung verfügen und grundsätzlich sehr vertrauensvoll mit bestimmten Teams von Gewerken kooperieren. Auch hier gilt: Angebote sichten zahlt sich aus!

Forsa Umfrage Fertighaus-Bauherren

Die kurze Bauzeit ist für etwas mehr als die Hälfte der Bauherren wichtig – dabei stellt sich die Frage, was man unter „Bauzeit“ versteht. Das reine Aufstellen eines Einfamilien-Fertighauses dauert oft nur einen Tag. Damit ist das Haus aber noch nicht bezugsfertig. In der Regel geht es mit der Dacheindeckung und der Innenaustattung weiter. Bis zur Abnahme vergehen einige Tage.

Beim Fertighaus wird die „Bauzeit“ gerne verwechselt mit der Gesamtzeit, die es benötigt ein Fertighaus zu produzieren, aufzustellen und schlüsselfertig bzw. bezugsfertig zu übergeben. Dabei müssen die einzelnen Elemente – in den Fabriken der Hersteller – zunächst produziert werden. Von dem Beauftragen des Fertighausanbieters bis zum Einzug können mehrere Monate vergehen. Das hängt neben der Produktionskapazität in den Fabriken auch von der aktuellen Auftragslage ab. Aufwändige Sonderwünsche nehmen ebenfalls Zeit in Anspruch.

Die intelligente Haustechnik wünschen sich ebenfalls gut die Hälfte der Bauherren. Sie ist eine willkommene Unterstützung beim Steuern vieler Abläufe im Haus. Darüber hinaus wird sie ein zunehmend wichtiger Faktor bei der Energieeffizienz.

Mehr über das Smart Home

Bei Musterhaus.net kannst Du Dich umfangreich zum Thema informieren.

3. Baufertigstellungsversicherung

Die Baufertigstellungsversicherung wird meistens vom (Fertighaus-)Anbieter abgeschlossen. Die Kosten werden in der Regel an die Bauherren weitergegeben und sollten beim Festpreis vertraglich mitberücksichtigt werden. Die Versicherung schützt Bauherren vor den finanziellen Folgen, falls die Baufirma während der Bauphase in die Insolvenz geht oder bei ihr eine Pfändung ins Haus steht.

Der monetäre Schaden entsteht vor allem, wenn durch den Ausfall des Unternehmens Stillstand auf der Baustelle herrscht – die Zinsen bei der Bank für den noch nicht verbrauchten Anteil des Darlehens laufen nämlich weiter. Ebenso müssen neue Firmen gefunden, mit denen die Preise für die ausgefallenen Leistungen neu verhandelt werden müssen. Die Notsituation der Bauherren wird dann schnell für ein gutes Geschäft genutzt; auch für diese Mehrkosten haftet die Baufertigstellungsversicherung.

Gute Fertighausanbieter haben die Versicherung im Leistungs-Portfolio, denn sie gilt als Indiz für Qualität. Die Versicherer prüfen in der Regel die Bonität der Hausbauunternehmen auf Herz und Nieren. Schließlich wollen auch sie kein Risiko eingehen. Danach erfolgt für jedes einzelne Bauvorhaben, das versichert werden soll, eine separate Risikoprüfung.

Die Versicherung gibt es in drei unterschiedlichen Arten:

Die Ausführungsversicherung – Bauherren sind hierbei mit 20 Prozent der Bausumme gegen die Insolvenz des Fertighausherstellers während der Bauphase abgesichert

Die Gewährleistungsbürgschaft – Sie deckt Baumängel gemäß § 633 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) bis zu fünf Jahre nach dem Tag der Abnahme des Fertighauses ab. Die Deckungssumme beträgt 20 Prozent der Bausumme

Die Vertragserfüllungsbürgschaft – Sie ist eine Kombination der beiden anderen Versicherungen, deckt bis zu 10 Prozent der Bausumme ab und bietet einen umfassenden Schutz

4. Werkvertrag abschließen

Achte darauf, mit dem Fertighausanbieter keinen Kaufvertrag, sondern einen Werkvertrag abzuschließen – das ist ein wesentlicher Unterschied. Der Kaufvertrag dient lediglich dem Erwerb einer Sache. Das Haus würdest Du also kaufen, bezahlen und „ausgehändigt“ bekommen. Ein Widerrufsrecht bestünde nach einer erfolgten Abnahme nicht mehr.

Der Werkvertrag hingegen schützt Dich viel besser vor Mängeln. Darin kannst Du feste Termine für bestimmte Leistungen und die Zahlung nach Baufortschritt vereinbaren. Das verschafft Dir Planungssicherheit. Gute Fertighaushersteller bieten Werkverträge von sich aus an. Wenn möglich vereinbare eine Preisgarantie für mindestens ein Jahr – dann hast Du Ruhe bei den Finanzen.

Die Grundlage für Werkverträge bildet die VOB/B (Teil B der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen). Darin festgehalten ist eine kürzere Verjährungsfrist von vier Jahren für Mängelansprüche bei Bauwerken. Da laut Bürgerlichem Gesetzbuch (§ 634a) durchaus fünf Jahre möglich sind, solltest Du den Anbieter darauf ansprechen!

Der Werkvertrag ist ein umfangreiches und bedeutungsvolles Dokument für Bauherren. Daher sollte er von einem unabhängigen Bauberater geprüft werden.

Zusammengefasst

Die Anforderungen an den Werkvertrag:

  • Zahlung nach Baufortschritt
  • Mindestens 1 Jahr Festpreisgarantie
  • Das Datum der Fertigstellung ist fest terminiert
  • 5 Jahre Verjährungsfrist auf Mängel
  • Ausführliche, vollständige Beschreibung der Leistungen

5. Zahlung nach Baufortschritt

Mit Fertighausanbietern werden Vereinbarungen über Zahlungen nach Baufortschritt individuell festgelegt. Üblich ist eine Zahlung von 5 bis 10 Prozent der Bausumme, sobald die Baugenehmigung vorliegt. Weitere 55 bis 60 Prozent sollten nach der Montage des Hauses überwiesen werden. Rund ein Drittel der Bausumme erfordert der Innenausbau, sobald er fertig ist. Zirka 5 bis 10 Prozent sollten an den Hersteller gehen, nachdem die Abnahme erfolgt ist und eine Schlussrechnung vorliegt.

Anteil Bauschritt
10% Bei Vorlage der Baugenehmigung
20% Nach Beginn der Erdarbeiten
70% Nach Baufortschritt aufgeteilt (folgend)

Aufschlüsselung der einzelnen Kosten nach Baufortschritt:

40% Nach Fertigstellung des Rohbaus
8% Sobald das Dach vollständig fertig ist
3% Nach Installation der Heizungsanlage
3% Nach Installation der Elektroanlage
3% Nach Beginn der Erdarbeiten
10% Nach Einbau der Fenster/Verglasung
6% Sobald der Innenputz abgenommen wurde
3% Wenn der Estrich eingebracht ist
4% Wenn die Fliesen fachgerecht gelegt sind
12% Nach Bezugsfertigkeit
3% Nach Abschluss der Fassadenarbeiten
5% Nach kompletter Fertigstellung

Fazit

Ein guter Fertighausanbieter erwartet von den Bauherren keine Vorauszahlungen, sondern geht selbstverständlich von einer Zahlung nach dem Prinzip „Zug-um-Zug“ aus. Bei der Entscheidung für oder gegen einen Hersteller sollte die Zahlungsmethode ein ausschlaggebendes Kriterium sein.

6. Auf den Service achten

Eine gute Beratung vermittelt nicht nur den Anschein, das richtige Fertighaus gekauft zu haben – sie verschafft Gewissheit. Diese Gewissheit ergibt sich aus einem möglichst umfassenden Service mit persönlichen Gesprächen, der möglichst alle Bereiche des anstehenden Hausbaus integriert.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat 2015 im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv elf Fertighausanbieter auf ihre Service-Qualität hin getestet. Die Ergebnisse sollten Bauherren ermuntern, ihre Wünsche möglichst konkret zu äußern:

  • Größtes Defizit: Die bedarfsgerechte Beratung geriet viel zu kurz. Die finanziellen Hintergründe der potenziellen Bauherren wurden zu selten bzw. nur mangelhaft ermittelt. Einkommen und aktuelle Mietausgaben wurden in nicht einmal jedem dritten Gespräch berücksichtigt
  • Ein Drittel der Beratungen orientierten sich zu wenig an den individuellen Bauvorstellungen der Kunden. Die Mitarbeiter hielten sich zu sehr an Standards für Verkaufsgespräche
  • Als „gut“ wurde die Kompetenz der Berater bewertet. Sie nahmen sich genügend Zeit zur Beantwortung von Fragen – zum Beispiel zur Energieeffizienz
  • Bauinteressierte fanden sich in einer ansprechenden Beratungs-Umgebung wieder, die ihnen ermöglichte sich einen konkreten Eindruck von den Gestaltungsmöglichkeiten des neuen Fertighaus-Traums zu machen
  • Lediglich rund 60 Prozent der Kunden erhielt nach dem Gespräch ein paar Angebotsunterlagen. Nur etwas mehr als zwei Drittel dieser Angebote beinhalteten eine Übersicht mit den Leistungen bzw. eine Aufstellungen der Kosten
  • Ganz schlecht: In nicht einmal einem Drittel der Angebote gab es den Hinweis auf die Baunebenkosten. Das selbe gilt für individuelle Grundrisse, Ansichten vom Haus und Informationen über Fördermittel
  • Ganz stark: der Service über das Telefon
  • Ganz schwach: der Service per E-Mail – zu viele Anfragen blieben unbeantwortet

Gesamtergebnis Servicestudie Fertighausanbieter 2015

Rang Unternehmen Punkte* Qualitätsurteil
1 Fingerhaus 75,5 gut
2 Schwörerhaus 72,9 gut
3 Kampa 68,3 befriedigend
4 Bien-Zenker 67,4 befriedigend
5 Gussek Haus 67,2 befriedigend
6 Allkauf Haus 66,3 befriedigend
7 Hanse Haus 66,0 befriedigend
8 Okal Haus 62,5 befriedigend
9 Weberhaus 60,9 befriedigend
10 Haas Fertigbau 59,0 ausreichend
11 Massa Haus 57,7 ausreichend

*Maximal 100 Punkte konnten erreicht werden. Zusammensetzung: 60 Maximalpunkte für die Beratungsleistung vor Ort, jeweils höchstens 10 Punkte konnten am Telefon, per E-Mail, Internet und durch das Verschicken von Informationsmaterialien erreicht werden.

Fazit

Die in manchen Aspekten unzureichende Beratungsleistung kannst Du ausgleichen, wenn… :

  • … Du Unterlagen über Deine finanzielle Situation zum Beratungsgespräch mitbringst und die Berater direkt auf eine Bedarfsanalyse hin ansprichst
  • … Du bereits im Vorfeld Deine individuellen Wünsche schriftlich festhältst und vorlegen kannst. Sollten sich Deine Wünsche erst vor Ort ergeben, mach Dir Notizen
  • … Du vollständige Angebotsunterlagen inkl. Baunebenkosten anfragst
  • … Du Erwartungen in der E-Mail-Kommunikation herunterschraubst

Die Servicestudie hat lediglich 11 Fertighausanbieter getestet. Das ist nur ein Bruchteil der gesamten Hersteller-Anzahl. Die Erfahrungen bei anderen Firmen können daher erheblich abweichen. Gut möglich ist obendrein, dass die hier aufgeführten Unternehmen in der Zwischenzeit ihren Service optimiert haben.

7. Achte auf Zertifikate und Mitgliedschaften

Zuverlässigkeit ist das A & O beim Bauen. Aber, wem kann man vertrauen, wenn’s ums liebe Geld geht?! Daher gibt es in Deutschland viele Siegel und Zertifikate, die nach strengen Kriterien und für bestimmte Leistungsmerkmale vergeben werden. Die Fertighaus-Anbieter veröffentlichen in der Regel ihre erhaltenen Zertifikate, um ihre Qualität nachzuweisen.

Damit Bauherren auf der sicheren Seite sind, stellen wir hier eine kleine Auswahl wichtiger Zertifikate und Mitgliedschaften vor. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Siegel rund um die Themen Bauen, Nachhaltigkeit, Wohngesundheit, Materialien etc.

QDF-SiegelDie Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) vergibt dieses Siegel nur nach strengen Kriterien. Zwei Mal im Jahr kontrollieren Güteprüfer die Produktion der Elemente schon in den Fertigungshallen. Die Anbieter müssen sich das Siegel jedes Jahr neu „verdienen“.

BMF-SiegelDieses Zeichen wird an Unternehmen mit hohen Standards in den Bereichen Holz- und Stahlbau vergeben. Die BMF ist Teil des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V, der sich seit 1925 mit der Anerkennung von Gütezeichen befasst.

Creditreform SiegelHiermit zeigen die Fertighaus-Anbieter ihre Bonität an. Dieser Anbieter wird während des Bauprozesses sehr wahrscheinlich nicht insolvent gehen. Die Hersteller sind nicht verpflichtet, dieses Zeichen zu führen – ganz unabhängig von ihrer Zahlungsfähigkeit.

DGNB SiegelDas platinfarbene Logo der DGNB gilt als höchste Auszeichnung für nachhaltiges Bauen und umfasst Aspekte wie Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft, Technik , Standort und viele mehr. Die Auszeichnung gibt es für Neubauten auch in Gold und Silber – je nach Erfüllungsgrad der Anforderungen.

PEFC-SiegelUnternehmen mit dem PEFC-Gütesiegel legen besonderen Wert auf den nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff Holz. PEFC ist die weltweit größte Organisation, die sich für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung einsetzt. In Deutschland sind 2/3 des Waldes entsprechend PEFC-zertifiziert.

Natureplus SiegelNachwachsende bzw. nachhaltige Rohstoffe mit möglichst wenig bis gar keinen Pestiziden, Chemikalien und Kunstdünger – so lauten bei natureplus die Kriterien. Raubbau an Rohstoffen verbietet sich ebenso.

Dena-GütesiegelDer Name ist hier Programm: Das Gütesiegel der Deutschen Energie-Agentur zeichnet Häuser für ihre besondere Energieeffizienz aus. Hier dürfen Bauherren überzeugt sein – wo dieses Siegel auftaucht, steckt mit Sicherheit Energieeffizienz drin.

RAL-GütezeichenDiese beiden Gütezeichen des RAL sind ein sicherer Hinweis für Qualität in der Herstellung und in der Montage von Fertighäusern.

Siegel Der blaue EngelDie Produkte mit dem blauen Engel sind umweltfreundlicher als andere – nicht jedoch vollkommen unbedenklich. Im Zweifel lohnt sich hier das Nachfragen beim Fertighaus-Anbieter über die Nachhaltigkeit der Materialien.

eco-INSTITUT-LabelProdukte mit dem eco-INSTITUT-Label wurden über die gesetzlichen Vorgaben hinaus getestet. Darunter befinden sich auch Baustoffe für Anstriche und Beschichtungen, Dichtstoffe, Holzwerkstoffe, Ausbauplatten, Klebestoffe und mehr.

Institut Bauen und UmweltDas Institut Bauen und Umwelt betreibt ein Programm, das Bauprodukte auf ihre Ökobilanz hin untersucht und auf die Wirkungen auf die Umwelt transparent macht. In den vergangenen 12 Jahren konnte das IBU für mehr als 10.000 Produkte Datensätze für deren Ökobilanz erstellen.

8. Musterhauspark besuchen

Die Fertighausanbieter betreiben ihre Musterhausparks (fast) in jedem Bundesland. Musterhäuser sind vollwertig gebaute Referenzhäuser einzelner oder mehrerer Anbieter, die zur Besichtigung offenstehen. In der Regel stehen vor Ort Fachberater der Firmen mit Rat und Tat zur Seite.

Welches Haus von welcher Firma am besten zu Dir passt findest Du anhand folgender Kriterien/Fragestellungen heraus:

Wie nützlich ist die Fachberatung der Hausbaufirma vor Ort?

Können Grundrisse individuell zugeschnitten werden?

Wie haben Dir die Möglichkeiten bei der Innenausstattung gefallen?

Wie angenehm ist das Raumklima im Haus?

Entspricht die Haustechnik den modernen Ansprüchen der Energieeffizienz?

Sind Sonderwünsche bei der Architektur oder der Ausstattung möglich?

Wie lange wird es von der Unterschrift bis zum Einzug dauern?


Tipp: FertighausWelt Günzburg Video

Tipp 1

Was angehende Bauherren in einem Musterhauspark erwartet, erläutert der Film über die FertighausWelt Günzburg – dem aktuell modernsten Musterhauspark Europas.

Tipp: Musterhauspark Seite besuchen

Tipp 2

Besuche unsere Themenseite mit einer deutschlandweiten Übersicht der Musterhausparks und vielen Zahlen, Daten und Fakten!

9. Der Energieausweis

Fertighäuser verfügen in der Regel über sehr gute Energieeffizienz-Standards gemäß EnEV. So ist das Ausstellen des Ausweises in der Regel kein Problem. Zuständig ist dafür ein anerkannter Gutachter.

Tipp: Manche Fertighaushersteller bieten ihren Kunden den Energieausweis als Service an.

Gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) ist der Energieausweis seit 2009 Pflicht für alle Neubauten. Er muss auf Verlangen der Baubehörde vorgezeigt werden. Wichtig: Wer ihn nicht vorlegen kann, muss mit einem Bußgeld bis 15.000 Euro rechnen. Der Ausweis muss ebenfalls vorgelegt werden, wenn das Haus später vermietet oder verkauft werden soll. Er besitzt eine Gültigkeit von zehn Jahren. Ist der Energieausweis nicht im Angebot enthalten, muss er vom Bauherren selbst organisiert werden und dafür die Kosten übernehmen. Die Effizienzhaus-Datenbank der Deutsche Energie-Agentur (dena), die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramm des Bundes, der Verband Privater Bauherren sowie der Eigentümerverband Haus & Grund können mit Adressen kompetenter Gutachter weiterhelfen.

10. Infos von Bauherren

Schau Dich um im Internet! Dort gibt es aufschlussreiche Videos in denen Baufamilien ihre Erfahrungen festgehalten haben. Ebenso gibt es ausführliche Tagebücher mit glaubwürdigen privaten Berichten über den Fertighausbau. Darüber hinaus kannst Du an Terminen mit Hausaufstellungen/-besichtigungen teilnehmen. In der Regel sind Berater und Bauherren vor Ort und stehen gerne für Fragen zur Verfügung.

Unsere Empfehlungen

Videos

Termine für Hausaufstellungen/ -besichtigungen

  • Beim Bund Deutscher Fertigbau (BDF) gibt es einen Kalender mit vielen Terminen – auch mit Hausaufstellungen/-besichtigungen
  • Als Leserservice bieten wir neben unserem Ratgeber und unseren News auch eine Übersicht mit den wichtigsten Terminen an. Darunter befinden sich auch viele Fertighaus-Aufstellungen/-besichtigungen.
  • Aktuelle Termine – inkl. Hausaufstellungen – findest Du auch auf unserem Facebook-Account.

Bauherren-Tagebücher

  • Bei Bautagebuch-Liste.de gibt es eine sehr große Auswahl von unabhängigen Berichten, in denen Bauherren über ihre Erfahrungen informieren.
  • Die Bautagebuch-Sammlung hat die Tagebücher unmittelbar den Hausbau-Anbietern zugeordnet und bietet eine stattliche Menge an Berichten.

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