10 Tipps – Den passenden Fertighausanbieter finden

Die Entscheidung für einen Anbieter fällt nicht leicht. Wer bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Auf welches Unternehmen ist Verlass? Wie kann man sicher gehen, tatsächlich den Traum vom Fertighaus verwirklichen zu können? Wir haben 10 Tipps, wie Sie einfach zum passenden Fertighausanbieter kommen und worauf Sie achten sollten.

1. Kontakt zum Anbieter

Sie haben bereits zu Musterhaus.net gefunden – sehr gut. Damit ist bereits der bestmögliche Einstieg geschafft, um den passenden Fertighaushersteller zu finden. Hier haben Sie die Möglichkeit, Kataloge/Infomaterial von unterschiedlichen Fertighausanbietern kostenlos und unverbindlich zu sich nach Hause zu bestellen. Beim Stöbern können Sie sich in aller Ruhe einen Überblick über die vielen Häuser, Preise und und Grundrisse verschaffen.

Viele renommierte und erfahrene Hausbauunternehmen haben bei uns eine eigene Präsenz und stellen sich und ihr Angebot vor. Dort finden Sie neben den Kontaktdaten auch den Weg zu den Musterhäusern des Herstellers.

Unser Tipp: Bestellen Sie sich unverbindlich Kataloge, sichten Sie die Angebote und lassen sich von den Bauberatern der Unternehmen ausführlich über die Firma und ihre Häuser informieren!

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2. Transparenz bei den Kosten

Ein zentrales Kriterium für Bauherren bei der Wahl des passenden Baupartners ist das Thema Kostentransparenz. Bei einer Umfrage von Forsa im Auftrag der Deutschen Fertighaus Holding GmbH nannten 92 Prozent der Befragten das Thema als besonders wichtig.

Achten Sie daher zunächst auf eine Garantie zu einem Festpreis. Gute Hersteller gewähren ihn in der Regel für einen Zeitraum von 12 bis 15 Monaten. Sorgfalt ist beim Prüfen des Vertrags geboten. In der Festpreisgarantie müssen wirklich alle Posten aufgeführt sein, die wichtig sind. Erdarbeiten, die Einrichtung der Baustelle und das Baugrundgutachten werden häufig nicht mit aufgeführt, sollten aber im Preis inklusive sein.

Für Kostentransparenz sorgt eine ausführliche Bauleistungsbeschreibung. Sie gibt es als Checkliste zum Download beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Hinweis! Manche Unternehmen vermittlen unabhängige Gutachter, die für Qualität am Bau sorgen sollen – Pfusch ist nun einmal ärgerlich. Sofern das Unternehmen die Baubegleitung beauftragt, müssen zwei Fragen geklärt sein:

  1. Ist die Unabhängigkeit des Experten zweifelsfrei gesichert?
  2. Sind die Kosten im Werkvertrag inkl. Leistungen mit aufgeführt?

In der Regel suchen sich künftige Bauherren die Gutachter selbst. Eine Übersichts-Karte mit den Regional-Büros kompetenter Baubegleitungen gibt es beim Verband Privater Bauherren. Über die Suchfunktion gelangt man zum Bauberater vor Ort.

Die Energieeffizienz steht ebenfalls hoch im Kurs. Wer die aktuellen KfW-Effizienzhaus-Standards 55, 40 und 40 Plus einhält, bekommt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau ein zinsgünstiges Darlehen sowie einen Tilgungszuschuss. Näheres dazu unter dem Punkt Förderung für energieeffizient gebaute Fertighäuser.

Die Ergebnisse der Studie im Einzelnen

Knapp zwei Drittel der Befragten ist die Erfahrung des Fertighausanbieters wichtig sowie alle Leistungen aus einer Hand zu erhalten. In der Tat ist das ein wichtiger Punkt. Für den Bauablauf und die Kosten wäre es ein Fiasko, wenn eines oder mehrere Gewerke ausfallen – und womöglich schon bezahlt sind. Überweisungen für Bauleistungen sollten ohnehin nicht vorab getätigt werden, sondern je nach erfolgreichem Baufortschritt. Wer sich also gegen den Bau „aus einer Hand“ entscheidet, geht ein gewisses Risiko ein und sollte genau prüfen, wer was wann zu welchem Preis leistet.

Empfehlung: Unter dem Dach des BDF (Bund Deutscher Fertigbau) sind 47 erfahrene Hersteller vereinigt. Auf unserem Portal sind die Mitglieder des BDF mit ihrem Verbands-Logo versehen. Darüber hinaus gibt es viele regionale Anbieter, die über große Erfahrung verfügen und grundsätzlich sehr vertrauensvoll mit bestimmten Teams von Gewerken kooperieren. Auch hier gilt: Angebote sichten zahlt sich aus!

Forsa Umfrage Fertighaus-Bauherren

Die kurze Bauzeit ist für etwas mehr als die Hälfte der Bauherren wichtig – dabei stellt sich die Frage, was man unter „Bauzeit“ versteht. Das reine Aufstellen eines Einfamilien-Fertighauses dauert oft nur einen Tag. Damit ist das Haus aber noch nicht bezugsfertig. In der Regel geht es mit der Dacheindeckung und der Innenaustattung weiter. Bis zur Abnahme vergehen einige Tage.

Beim Fertighaus wird die „Bauzeit“ gerne verwechselt mit der Gesamtzeit, die es benötigt ein Fertighaus zu produzieren, aufzustellen und schlüsselfertig bzw. bezugsfertig zu übergeben. Dabei müssen die einzelnen Elemente – in den Fabriken der Hersteller – zunächst produziert werden. Von dem Beauftragen des Fertighausanbieters bis zum Einzug können mehrere Monate vergehen. Das hängt neben der Produktionskapazität in den Fabriken auch von der aktuellen Auftragslage ab. Aufwändige Sonderwünsche nehmen ebenfalls Zeit in Anspruch.

Die intelligente Haustechnik wünschen sich ebenfalls gut die Hälfte der Bauherren. Sie ist eine willkommene Unterstützung beim Steuern vieler Abläufe im Haus. Darüber hinaus wird sie ein zunehmend wichtiger Faktor bei der Energieeffizienz.

3. Baufertigstellungsversicherung

Die Baufertigstellungsversicherung wird meistens vom (Fertighaus-)Anbieter abgeschlossen. Die Kosten werden in der Regel an die Bauherren weitergegeben und sollten beim Festpreis vertraglich mitberücksichtigt werden. Die Versicherung schützt Bauherren vor den finanziellen Folgen, falls die Baufirma während der Bauphase in die Insolvenz geht oder bei ihr eine Pfändung ins Haus steht.

Der monetäre Schaden entsteht vor allem, wenn durch den Ausfall des Unternehmens Stillstand auf der Baustelle herrscht – die Zinsen bei der Bank für den noch nicht verbrauchten Anteil des Darlehens laufen nämlich weiter. Ebenso müssen neue Firmen gefunden, mit denen die Preise für die ausgefallenen Leistungen neu verhandelt werden müssen. Die Notsituation der Bauherren wird dann schnell für ein gutes Geschäft genutzt; auch für diese Mehrkosten haftet die Baufertigstellungsversicherung.

Gute Fertighausanbieter haben die Versicherung im Leistungs-Portfolio, denn sie gilt als Indiz für Qualität. Die Versicherer prüfen in der Regel die Bonität der Hausbauunternehmen auf Herz und Nieren. Schließlich wollen auch sie kein Risiko eingehen. Danach erfolgt für jedes einzelne Bauvorhaben, das versichert werden soll, eine separate Risikoprüfung.

Die Versicherung gibt es in drei unterschiedlichen Arten:

Die Ausführungsversicherung – Bauherren sind hierbei mit 20 Prozent der Bausumme gegen die Insolvenz des Fertighausherstellers während der Bauphase abgesichert

Die Gewährleistungsbürgschaft – Sie deckt Baumängel gemäß § 633 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) bis zu fünf Jahre nach dem Tag der Abnahme des Fertighauses ab. Die Deckungssumme beträgt 20 Prozent der Bausumme

Die Vertragserfüllungsbürgschaft – Sie ist eine Kombination der beiden anderen Versicherungen, deckt bis zu 10 Prozent der Bausumme ab und bietet einen umfassenden Schutz

4. Werkvertrag abschließen

Achten Sie darauf, mit dem Fertighausanbieter keinen Kaufvertrag, sondern einen Werkvertrag abzuschließen – das ist ein wesentlicher Unterschied. Der Kaufvertrag dient lediglich dem Erwerb einer Sache. Das Haus würden Sie also kaufen, bezahlen und „ausgehändigt“ bekommen. Ein Widerrufsrecht bestünde nach einer erfolgten Abnahme nicht mehr.

Der Werkvertrag hingegen schützt viel besser vor Mängeln. Darin kann man feste Termine für bestimmte Leistungen und die Zahlung nach Baufortschritt vereinbaren. Das verschafft Planungssicherheit. Gute Fertighaushersteller bieten Werkverträge von sich aus an. Wenn möglich, vereinbaren Sie eine Preisgarantie für mindestens ein Jahr – dann haben Sie Ruhe bei den Finanzen.

Die Grundlage für Werkverträge bildet die VOB/B (Teil B der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen). Darin festgehalten ist eine kürzere Verjährungsfrist von vier Jahren für Mängelansprüche bei Bauwerken. Da laut Bürgerlichem Gesetzbuch (§ 634a) durchaus fünf Jahre möglich sind, sollte man den Anbieter darauf ansprechen!

Der Werkvertrag ist ein umfangreiches und bedeutungsvolles Dokument für Bauherren. Daher sollte er von einem unabhängigen Bauberater geprüft werden.

Zusammengefasst

Die Anforderungen an den Werkvertrag:

  • Zahlung nach Baufortschritt
  • Mindestens 1 Jahr Festpreisgarantie
  • Das Datum der Fertigstellung ist fest terminiert
  • 5 Jahre Verjährungsfrist auf Mängel
  • Ausführliche, vollständige Beschreibung der Leistungen

5. Zahlung nach Baufortschritt

Mit Fertighausanbietern werden Vereinbarungen über Zahlungen nach Baufortschritt individuell festgelegt. Üblich ist eine Zahlung von 5 bis 10 Prozent der Bausumme, sobald die Baugenehmigung vorliegt. Weitere 55 bis 60 Prozent sollten nach der Montage des Hauses überwiesen werden. Rund ein Drittel der Bausumme erfordert der Innenausbau, sobald er fertig ist. Zirka 5 bis 10 Prozent sollten an den Hersteller gehen, nachdem die Abnahme erfolgt ist und eine Schlussrechnung vorliegt.

Anteil Bauschritt
10% Bei Vorlage der Baugenehmigung
20% Nach Beginn der Erdarbeiten
70% Nach Baufortschritt aufgeteilt (folgend)

Aufschlüsselung der einzelnen Kosten nach Baufortschritt:

40% Nach Fertigstellung des Rohbaus
8% Sobald das Dach vollständig fertig ist
3% Nach Installation der Heizungsanlage
3% Nach Installation der Elektroanlage
3% Nach Beginn der Erdarbeiten
10% Nach Einbau der Fenster/Verglasung
6% Sobald der Innenputz abgenommen wurde
3% Wenn der Estrich eingebracht ist
4% Wenn die Fliesen fachgerecht gelegt sind
12% Nach Bezugsfertigkeit
3% Nach Abschluss der Fassadenarbeiten
5% Nach kompletter Fertigstellung

Zusammenfassung

Ein guter Fertighausanbieter erwartet von den Bauherren keine Vorauszahlungen, sondern geht selbstverständlich von einer Zahlung nach dem Prinzip „Zug-um-Zug“ aus. Bei der Entscheidung für oder gegen einen Hersteller sollte die Zahlungsmethode ein ausschlaggebendes Kriterium sein.

6. Auf den Service achten

Eine gute Beratung vermittelt nicht nur den Anschein, das richtige Fertighaus gekauft zu haben – sie verschafft Gewissheit. Diese Gewissheit ergibt sich aus einem möglichst umfassenden Service mit persönlichen Gesprächen, der möglichst alle Bereiche des anstehenden Hausbaus integriert.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat zuletzt 2017 im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv Fertighausanbieter auf ihre Service-Qualität hin getestet. Die Ergebnisse sollten Bauherren ermuntern, ihre Wünsche möglichst konkret zu äußern:

  • Verbesserte Servicequalität: Das Service-Niveau der Fertighausanbieter hat sich im Verhältnis zur Vorstudie gesteigert (2017: 67,5 Punkte; 2015: 65,8 Punkte), ist von einem idealen Level allerdings noch ein gutes Stück entfernt. Die Beratungsgespräche vor Ort punkteten mit ausgeprägter Kundenorientierung, am Telefon und vor allem bei der E-Mail-Bearbeitung gab es jedoch teils eklatante Schwächen.
  • Größte Stärke: die Beratungsgespräche vor Ort. Hier zeigten die Berater Kompetenz und Hilfsbereitschaft und beantworten im Test alle Fragen korrekt und meist auch vollständig.
  • Aber: Konkrete schriftliche Angebote inklusive Zahlen bekamen Interessenten häufig erst im Zweitgespräch.
  • Mittelmäßig: der Service über das Telefon. Wer Fragen an die Unternehmen hat, bekommt am Telefon zwar freundliche, aber häufig leider unvollständige Auskünfte.
  • Verbesserungswürdig: der Service per E-Mail. Bauinteressenten müssen oft sehr lange auf eine Antwort warten, im Schnitt über 52 Stunden. Inhaltlich bleiben viele Fragen offen, 70 Prozent der Antworten waren unvollständig. Und: Zu viele Anfragen, nämlich ein Drittel, blieben gänzlich unbeantwortet.
  • Fazit des DISQ: „Für potenzielle Hauskäufer geht kein Weg an der Beratung vor Ort vorbei. Trotz der Fachkunde der Berater sollten die Interessenten hier aber auch aktiv sein und ihre Bedürfnisse und Vorstellungen deutlich machen.“

Gesamtergebnis Servicestudie Fertighausanbieter 2017

Rang Unternehmen Punkte* Qualitätsurteil
1 Fingerhaus 78,6 gut
2 Schwörerhaus 73,8 gut
3 Bien-Zenker 71,0 gut
4 Baufritz 70,5 gut
5 Hanse Haus 70,2 gut
6 Gussek Haus 70,0 gut
7 Scanhaus 69,0 befriedigend
8 Huf Haus 66,1 befriedigend
9 Allkauf Haus 64,2 befriedigend
10 Weberhaus 62,2 befriedigend
11 Massa Haus 57,9 ausreichend
12 Danwood 56,6 ausreichend

*Maximal 100 Punkte konnten erreicht werden. Zusammensetzung: 60 Maximalpunkte für die Beratungsleistung vor Ort, jeweils höchstens 10 Punkte konnten am Telefon, per E-Mail, Internet und durch das Verschicken von Informationsmaterialien erreicht werden.

Fazit

Die in manchen Aspekten unzureichende Beratungsleistung kann man ausgleichen, wenn… :

  • … Sie Unterlagen über Ihre finanzielle Situation zum Beratungsgespräch mitbringen und die Berater direkt auf eine Bedarfsanalyse hin ansprechen
  • … Sie bereits im Vorfeld Ihre individuellen Wünsche schriftlich festhalten und vorlegen können. Sollten sich Ihre Wünsche erst vor Ort ergeben, machen Sie sich Notizen
  • … Sie vollständige Angebotsunterlagen inkl. Baunebenkosten anfragen
  • … Sie Erwartungen in der E-Mail-Kommunikation herunterschrauben

Die Servicestudie hat mit vergleichsweise kleinem Testaufwand lediglich 12 Fertighausanbieter getestet. Das ist nur ein Bruchteil der gesamten Hersteller-Anzahl. Die Erfahrungen bei anderen Firmen können daher erheblich abweichen. Gut möglich ist obendrein, dass die hier aufgeführten Unternehmen in der Zwischenzeit ihren Service weiter optimiert haben.

7. Achten Sie auf Zertifikate und Mitgliedschaften

Zuverlässigkeit ist das A&O beim Bauen. Aber wem kann man vertrauen, wenns ums liebe Geld geht?! Daher gibt es in Deutschland viele Siegel und Zertifikate, die nach strengen Kriterien und für bestimmte Leistungsmerkmale vergeben werden. Die Fertighaus-Anbieter veröffentlichen in der Regel ihre erhaltenen Zertifikate, um ihre Qualität nachzuweisen.

Damit Bauherren auf der sicheren Seite sind, stellen wir hier eine kleine Auswahl wichtiger Zertifikate und Mitgliedschaften vor. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Siegel rund um die Themen Bauen, Nachhaltigkeit, Wohngesundheit, Materialien etc.

QDF-SiegelDie Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) vergibt dieses Siegel nur nach strengen Kriterien. Zwei Mal im Jahr kontrollieren Güteprüfer die Produktion der Elemente schon in den Fertigungshallen. Die Anbieter müssen sich das Siegel jedes Jahr neu „verdienen“.

BMF-SiegelDieses Zeichen wird an Unternehmen mit hohen Standards in den Bereichen Holz- und Stahlbau vergeben. Die BMF ist Teil des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V, der sich seit 1925 mit der Anerkennung von Gütezeichen befasst.

Creditreform SiegelHiermit zeigen die Fertighaus-Anbieter ihre Bonität an. Dieser Anbieter wird während des Bauprozesses sehr wahrscheinlich nicht insolvent gehen. Die Hersteller sind nicht verpflichtet, dieses Zeichen zu führen – ganz unabhängig von ihrer Zahlungsfähigkeit.

DGNB SiegelDas platinfarbene Logo der DGNB gilt als höchste Auszeichnung für nachhaltiges Bauen und umfasst Aspekte wie Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft, Technik , Standort und viele mehr. Die Auszeichnung gibt es für Neubauten auch in Gold und Silber – je nach Erfüllungsgrad der Anforderungen.

PEFC-SiegelUnternehmen mit dem PEFC-Gütesiegel legen besonderen Wert auf den nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff Holz. PEFC ist die weltweit größte Organisation, die sich für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung einsetzt. In Deutschland sind 2/3 des Waldes entsprechend PEFC-zertifiziert.

Natureplus SiegelNachwachsende bzw. nachhaltige Rohstoffe mit möglichst wenig bis gar keinen Pestiziden, Chemikalien und Kunstdünger – so lauten bei natureplus die Kriterien. Raubbau an Rohstoffen verbietet sich ebenso.

Dena-GütesiegelDer Name ist hier Programm: Das Gütesiegel der Deutschen Energie-Agentur zeichnet Häuser für ihre besondere Energieeffizienz aus. Hier dürfen Bauherren überzeugt sein – wo dieses Siegel auftaucht, steckt mit Sicherheit Energieeffizienz drin.

RAL-GütezeichenDiese beiden Gütezeichen des RAL sind ein sicherer Hinweis für Qualität in der Herstellung und in der Montage von Fertighäusern.

Siegel Der blaue EngelDie Produkte mit dem blauen Engel sind umweltfreundlicher als andere – nicht jedoch vollkommen unbedenklich. Im Zweifel lohnt sich hier das Nachfragen beim Fertighaus-Anbieter über die Nachhaltigkeit der Materialien.

eco-INSTITUT-LabelProdukte mit dem eco-INSTITUT-Label wurden über die gesetzlichen Vorgaben hinaus getestet. Darunter befinden sich auch Baustoffe für Anstriche und Beschichtungen, Dichtstoffe, Holzwerkstoffe, Ausbauplatten, Klebestoffe und mehr.

Institut Bauen und UmweltDas Institut Bauen und Umwelt betreibt ein Programm, das Bauprodukte auf ihre Ökobilanz hin untersucht und auf die Wirkungen auf die Umwelt transparent macht. In den vergangenen 12 Jahren konnte das IBU für mehr als 10.000 Produkte Datensätze für deren Ökobilanz erstellen.

8. Musterhauspark besuchen

Die Fertighausanbieter betreiben ihre Musterhausparks (fast) in jedem Bundesland. Musterhäuser sind vollwertig gebaute Referenzhäuser einzelner oder mehrerer Anbieter, die zur Besichtigung offenstehen. In der Regel stehen vor Ort Fachberater der Firmen mit Rat und Tat zur Seite.

Welches Haus von welcher Firma am besten zu Ihnen passt, finden Sie anhand folgender Kriterien/Fragestellungen heraus:

Wie nützlich ist die Fachberatung der Hausbaufirma vor Ort?

Können Grundrisse individuell zugeschnitten werden?

Wie haben Ihnen die Möglichkeiten bei der Innenausstattung gefallen?

Wie angenehm ist das Raumklima im Haus?

Entspricht die Haustechnik den modernen Ansprüchen der Energieeffizienz?

Sind Sonderwünsche bei der Architektur oder der Ausstattung möglich?

Wie lange wird es von der Unterschrift bis zum Einzug dauern?


Tipp: FertighausWelt Günzburg Video

Tipp 1

Was angehende Bauherren in einem Musterhauspark erwartet, erläutert der Film über die FertighausWelt Günzburg – dem aktuell modernsten Musterhauspark Europas.

Tipp: Musterhauspark Seite besuchen

Tipp 2

Besuchen Sie unsere Themenseite mit einer deutschlandweiten Übersicht der Musterhausparks und vielen Zahlen, Daten und Fakten!

9. Der Energieausweis

Fertighäuser verfügen in der Regel über sehr gute Energieeffizienz-Standards gemäß EnEV. So ist das Ausstellen des Ausweises in der Regel kein Problem. Zuständig ist dafür ein anerkannter Gutachter.

Tipp: Manche Fertighaushersteller bieten ihren Kunden den Energieausweis als Service an.

Gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) ist der Energieausweis seit 2009 Pflicht für alle Neubauten. Er muss auf Verlangen der Baubehörde vorgezeigt werden. Wichtig: Wer ihn nicht vorlegen kann, muss mit einem Bußgeld bis 15.000 Euro rechnen. Der Ausweis muss ebenfalls vorgelegt werden, wenn das Haus später vermietet oder verkauft werden soll. Er besitzt eine Gültigkeit von zehn Jahren. Ist der Energieausweis nicht im Angebot enthalten, muss er vom Bauherren selbst organisiert werden und er muss dafür die Kosten übernehmen. Die Effizienzhaus-Datenbank der Deutsche Energie-Agentur (dena), die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes, der Verband Privater Bauherren sowie der Eigentümerverband Haus & Grund können mit Adressen kompetenter Gutachter weiterhelfen.

10. Infos von Bauherren

Schauen Sie sich um im Internet! Dort gibt es aufschlussreiche Videos in denen Baufamilien ihre Erfahrungen festgehalten haben. Ebenso findet man zahlreiche ausführliche Tagebücher mit glaubwürdigen privaten Berichten über den Fertighausbau.

Unsere Empfehlungen

Videos

Bauherren-Tagebücher

  • Bei Bautagebuch-Liste.de gibt es eine sehr große Auswahl von unabhängigen Berichten, in denen Bauherren über ihre Erfahrungen informieren.
  • Die Bautagebuch-Sammlung hat die Tagebücher unmittelbar den Hausbau-Anbietern zugeordnet und bietet eine stattliche Menge an Berichten.

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