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Den Hauswirtschaftsraum clever planen

Der Universalraum für Ihr neues Haus – so klappt’s mit dem Hauswirtschaftsraum.

Früher waren es Waschküche und Kellerräume, die bei der Planung von neuen Häusern zum Standard gehörten. Aus Kostengründen wird bei immer mehr Neubauten auf einen Keller verzichtet. Stattdessen entscheiden sich viele Hausbesitzer für einen Mehrzweck-Hauswirtschaftsraum. Neben der Haustechnik lassen sich hier Putzutensilien, Waschmaschine, Trockner sowie andere alltägliche Gegenstände und Vorräte verstauen. Bei der Planung des Hauswirtschaftsraums sind allerdings einige Dinge zu berücksichtigen. Was genau, das erfahren Sie hier.

Das Wichtigste zum Hauswirtschaftsraum

auf einen Blick:

  • Ein Hauswirtschaftsraum ist multifunktional. Er dient als Waschraum, Getränkelager, Abstell- und Vorratskammer.
  • Boden und Wände sollten darauf ausgelegt sein, dass es sich hier um einen Feuchtraum handelt.
  • Zur Planung gehören auch praktische Möbel und Schränke für optimalen Stauraum.
  • Ein guter Grundriss sowie die Lage im Haus sind essenziell und beugen späteren Problemen in der Einrichtung vor. Es sollten notwendige Wasser- und Stromanschlüsse berücksichtigt werden.
  • Oftmals beherbergt der HWR auch die Haustechnik: Heizung, Lüftungsanlage, Steuerung und Stromspeicher der Photovoltaikanlage sowie den Serverschrank für Internet und Smart Home.

Was gehört in den Hauswirtschaftsraum?

Welche Anforderungen muss ein Hauswirtschaftsraum erfüllen? Grundsätzlich sollte ein HWR multifunktional sein. Organisation ist alles. Im Prinzip muss er die Funktionen vieler Räume erfüllen:

Küche

An einer Spüle können Obst und Gemüse gewaschen und geschält werden. In Kombination mit einer Gefriertruhe werden hier auch Lebensmittel aufgetaut oder für das Einfrieren vorbereitet.

Vorratskammer

Es gibt wohl kaum einen besseren Raum als den Hauswirtschaftsraum, um lange haltbare Vorräte wie etwa Dosen, Nudeln, Tütensuppen und ähnliches in diesem Raum dunkel und trocken zu lagern.

Waschraum

Wer Waschmaschine und Trockner nicht im Badezimmer oder gar in der Küche deponieren möchte, findet im Hauswirtschaftsraum die besten Bedingungen. Hier kann außerdem dreckige Wäsche gesammelt und saubere Wäsche direkt gebügelt werden. Bügelbrett und Bügeleisen finden hier natürlich auch ihren Platz.

Getränkelager

Sprudel, Wasser und Bierkisten müssen schließlich irgendwo gelagert werden. Auch hier bietet sich der Hauswirtschaftsraum als perfektes Lager an. Gut zugänglich, geräumig und meist wohltemperiert lagern Getränke hier optimal.

Abstellraum

Wohin mit dem Raclette-Grill und dem Fondue, das man zweimal im Jahr benötigt? Und die Kabeltrommel, Staubsauger, den Weihnachtsschmuck, die zahlreichen Kerzen und Ersatzbatterien? Das sind nur ein paar Beispiele für Dinge, die im Haushalt irgendwo untergebracht werden müssen. Der Hauswirtschaftsraum bietet sich an.

und manchmal auch Rumpelkammer

Um ehrlich zu sein, ist der Hauswirtschaftsraum auch ein dankbarer Ort, um diverse Dinge “zwischenzulagern”. Man sollte allerdings tunlichst vermeiden, das “Zwischenlagern” zur Regel werden zu lassen. Ein regelmäßiges Entrümpeln ist im Hauswirtschaftsraum daher enorm wichtig, um sich hier immer wohl zu fühlen.

Worauf kommt es bei der Planung an?

Sie sehen selber, dass die Anforderungen an den Hauswirtschaftsraum relativ groß sein können – ein echter Multifunktionsraum eben! Eine wohldurchdachte Planung ist daher sehr wichtig, um allen Anforderungen und Vorstellungen gerecht zu werden. Der Raum sollte so eingerichtet sein, dass alle Geräte und Utensilien gut verstaut und schnell zur Hand sind. Kurze Arbeitswege zwischen Trockner und Waschmaschine, Platz für die Aufbereitung der Wäsche und Platz für deckenhohe Schränke sorgen für eine maximale Ausnutzung des Raumes.

Machen Sie sich also vorher Gedanken und spielen Sie Abläufe im Haushalt durch, um späteres Chaos und Platzmangel zu vermeiden. Was man auch nicht vergessen sollte: Selbst ein Hauswirtschaftsraum darf in Sachen Design und Interieur nicht vernachlässigt werden.
Die Einrichtung sollte zwar pragmatisch erfolgen, aber der Raum darf sich dennoch zu einem Vorzeigezimmer entwickeln, in dem man sich gerne aufhält. Mit heiteren Farbakzenten lässt sich eine Umgebung entwerfen, in der man die Mühe der Hausarbeit schnell vergisst. Was noch bei der Einrichtung eines Hauswirtschaftraums berücksichtigt werden sollte, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

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Was muss man beim Hauswirtschaftsraum beachten?

Schränke, Regale und weitere Möbel müssen in erster Linie Ihrem individuellen Bedarf entsprechen. Es empfiehlt sich, mit der Einrichtung bis unter die Decke zu gehen, um einen maximalen Stauraum zu schaffen.
Wichtig ist vor allem die Beschaffenheit von Wand und Boden.
Da es sich bei einem Hauswirtschaftsraum um einen Feuchtraum handelt, sollte der Boden zumindest gefliest sein. Eventuell lässt sich bei der Planung sogar ein Ausguss am Boden berücksichtigen, um eventuelle Wasserschäden oder Überschwemmungen mühelos abzufangen. Und auch die Wände sollten gefliest oder zumindest mit einer wasserabweisenden Farbe überdeckt werden.
Grundsätzlich wird eine helle Wand-, Boden- und Deckengestaltung empfohlen. Zum einen aus Gründen der Helligkeit und zum anderen aus Gründen der Sauberkeit und Hygiene. Der Hauswirtschaftsraum ist ein Raum, der genau das widerspiegeln sollte.

Tipp: Wenn Sie die Heizung im Hauswirtschaftsraum unterbringen, fliesen Sie am besten auch die Wände! Aufgrund der abgegebenen Wärme der Anlage wird beispielsweise Putz nach einiger Zeit porös und bröckelt dann von der Wand ab. Fliesen sind hier pflegeleichter und langlebiger.
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Den Hauswirtschaftsraum geschickt in den Grundriss einplanen

Wo im Haus ist der Hauswirtschaftsraum am besten untergebracht? Sollten die nötigen baulichen Voraussetzungen für den HWR geschaffen sein, ist es wichtig, sich für den Grundriss über ein paar Dinge Gedanken zu machen. Hier finden Sie einige Anstöße, die bei der Planung eines Hauswirtschaftsraums dazugehören:

Wie groß sollte ein Hauswirtschaftsraum sein?

Je nach den Bedürfnissen und der Nutzung sollte ein Hauswirtschaftsraum ungefähr 15 bis 20 Quadratmeter groß sein. Die Größe hängt letztendlich aber von der Art und Weise ab, wie er genutzt werden soll. Wer nur eine Waschmaschine, einen Trockner und ein paar Schränke für Utensilien braucht, kommt mit einem kleinen Hauswirtschaftsraum hin. Viele Baufamilien verbinden den Wirtschaftsraum gleichzeitig mit der Haustechnik. In diesem Fall sollte Platz für Heiztherme und Gebäudetechnik eingeplant werden.

Wasser-, Internet- und Stromanschlüsse

Natürlich sollte man sich vorher überlegen, wo die Steckdosen für Waschmaschine, Trockner oder Gefrierschrank liegen. Und das in Kombination mit den Wasseranschlüssen, die benötigt werden. Eine Nähe zur Küche kann helfen, genau diese Wasserleitung anzuzapfen. Auch die Zentrale für Internet- und Telefonanschluss wird gerne im HWR untergebracht.

Braucht ein Hauswirtschaftsraum Fenster?

Grundsätzlich sind Fenster in einem Hauswirtschaftsraum von großer Bedeutung. Aus mehreren Gründen. Zum einen sorgen Fenster für eine optimale Belüftung in einem ohnehin schon sehr feuchten Raum. Sollte ein Wäschetrockner geplant sein, kommt hinzu, dass für Abluft gesorgt werden muss. Dies kann ein Fenster sein oder ein Loch nach draußen. Außerdem ist ein Fenster eine hervorragende Tageslichtquelle, die viele Arbeiten erleichtert.

Nord, Süd, West oder Ost-Ausrichtung?

Wenn möglich empfiehlt es sich, den Hauswirtschaftsraum mit seinen Fenstern in Richtung Norden auszurichten. So ist gewährleistet, dass Getränke und andere Essensvorräte auch an sonnigen Tagen angenehm kühl untergebracht sind.

Hauswirtschafts- und Technikraum

Zentralheizung, Lüftungsanlage und Sicherungskasten - der multifunktionale Raum bietet auch die optimale Lösung, um die Haustechnik und das Netzwerkzentrum zu beherbergen. Wo sonst findet sich ein besserer Platz für den Server oder die Verteilung der Netzwerkkabel, als im Hauswirtschaftsraum? Achten Sie beim Bau also gleich auf die richtige Platzierung für die Elektrik. Oftmals wird auch die Steuerung sowie der Akku der Photovoltaikanlage im Hauswirtschaftsraum untergebracht.

Tipp: Weitere Vorteile bringt ein Hauswirtschaftsraum durch eine zusätzliche Außentür. So müssen Sie beispielsweise Einkäufe von der Garage oder dem Carport nicht weit tragen, sondern können diese direkt im HWR verstauen. Eine Außentür macht ebenfalls Sinn, wenn Sie einen Hund besitzen. Denn so können Sie Ihren Vierbeiner im Hauswirtschaftsraum nach Spaziergängen sauber machen, ohne dass der normale Eingangsbereich dreckig wird.

Wie richtet man einen Hauswirtschaftsraum clever ein?

Um auch wirklich das volle Raumpotential auszunutzen, sollten Sie sich für deckenhohe Schränke entscheiden, um möglichst viel verstauen zu können. Hier lassen sich ausladende Teile wie der Staubsauger, Besen, Eimer und Wischmopp problemlos unterbringen. Und in geschlossenen Schränken werden Lebensmittel optimal dunkel aufbewahrt. Alles gut organisiert und immer griffbereit.
Es empfiehlt sich, offene Regalsysteme mit geschlossenen Schränken zu kombinieren, um ein ordentliches Erscheinungsbild zu gewährleisten.
Wer Waschmaschine und Trockner integrieren möchte, kann diese in Einbauschränken übereinander platzieren.
Sehr praktisch ist auch eine eigene Wäsche-Station für dreckige Wäsche und einen extra Abstellplatz für den Wäschekorb. Achten Sie bei Einbauschränken darauf, dass große, tiefe Schubladen verwendet werden. Dann wird das volle Schrankpotential ausgenutzt. Die Haushaltshelfer und Putzutensilien gehören ohnehin in geschlossene Schränke, damit alles ordentlicher aussieht.
Ebenfalls essenziell ist eine Arbeitsplatte, um verschiedene Tätigkeiten zu verrichten. Falls nicht genug Platz vorhanden ist, kann eine ausziehbare Tischfläche die perfekte Lösung sein. Ein Regal für Getränkekisten und ein übersichtliches System zur Abfalltrennung runden die Ausstattung perfekt ab.

Fazit: Nur ein clever geplanter Hauswirtschaftsraum ist ein guter Hauswirtschaftsraum

Die Vorteile eines HWR liegen auf der Hand. Dieser multifunktionale Raum ist ein überwiegend pragmatisch genutzter Raum. Wer darauf bedacht ist, seine individuellen Ansprüche an den Hauswirtschaftsraum zu definieren, wird automatisch die richtige Größe und die nötigen Anschlüsse berücksichtigen. Dabei sollte bedacht werden, dass diese Entscheidung nicht so leicht rückgängig gemacht werden kann. Im Zweifel sollten Bauherren in der Planung lieber mehr Funktionen für Ihren Hauswirtschaftsraum einkalkulieren, um diesen später erweitern zu können.

Mehr zu: Bauen
Schlagworte: Einrichten, Hausplanung

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