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Wie Sie Kostenfallen beim Hausbau vermeiden

Da Immobilien und Grundstücke heute viel Geld kosten, ist es umso wichtiger den finanziellen Aufwand gering zu halten und beim Hausbau nicht in Kostenfallen zu tappen. Lesen Sie in diesem Artikel, welche es gibt und wie Sie diese umgehen.

Das Wichtigste zu Kostenfallen beim Hausbau
auf einen Blick:

  • Da nicht alle unvorhersehbaren Ereignisse und Nebenkosten abwendbar sind, sollten Sie eine Kreditsumme beantragen, die über der Bausumme liegt.
  • Mit einer langfristigen Planung vermeiden Sie nicht nur in der Gegenwart, sondern auch zukünftig unnötige Baukosten.
  • Achten Sie sowohl bei der Auswahl der Materialien als auch bei den Handwerkern und Architekten auf Qualität. Der dafür gezahlte Aufpreis ist deutlich kleiner als potenzielle Zusatzkosten, die durch schlechte Arbeit entstehen.
  • Die meisten Zusatzkosten beim Hausbau sind durch gute Planung und Vergleiche vermeidbar.

10 Typische Kostenfallen beim Hausbau und wie Sie sie verhindern

Die typischen Kostenfallen entstehen in verschiedenen Phasen des Hausbaus. Wir geben Ihnen einen Überblick und zeigen, was Sie tun können, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.

Kostenfalle 1:
Schlechte Konditionen bei der Baufinanzierung

Die Konditionen der Baufinanzierung haben einen erheblichen Einfluss darauf, wie viel Geld Sie für Ihr Bauprojekt ausgeben können. Hohe Zinsen oder Tilgungsraten begrenzen Ihre Ressourcen für den Hausbau.

Bevor Sie einen Kredit mit hohen Zinsen abschließen, sollten Sie sich alternative Angebote einholen. Nehmen Sie nicht das erstbeste Angebot Ihrer Hausbank an, sondern vergleichen Sie vorab die Darlehen verschiedener Kreditinstitute. Recherchieren Sie zudem, welche Konditionen für Ihre finanzielle Situation bei einem Bauvorhaben üblich sind.

Kostenfalle 2:
Zu knapp bemessene Baufinanzierung

Leider läuft der Bau eines Hauses selten wie geplant. Schlechte Wetterbedingungen, höherer Materialverschleiß und Baunebenkosten für die Erschließung des Grundstücks, Architekten, Notar, Baugenehmigung und einen Makler können den Preis für Ihr Bauprojekt in die Höhe treiben.

Jede durchdachte Baukalkulation enthält deshalb einen finanziellen Puffer für Baunebenkosten. Wenn Ihre Kreditsumme etwa 10 Prozent höher liegt als die in der Kalkulation vorgesehene Summe für den Bau, haben Sie Spielraum für unerwartete Zwischenfälle. So müssen Sie sich um die Finanzierung des Bauprojektes weniger Sorgen machen.

Kostenfalle 3:
Funktionalität & Flexibilität: Weniger ist mehr

Fehler bei der Planung des Hausbaus können zu groben Fehlkalkulationen führen. Insbesondere wenn Ihr Eigenheim etwas exklusiver oder ausgefallener sein soll, kommt es schnell zu Missverständnissen und Planungsfehlern.

Um das zu vermeiden, sollten Bauherren den Grundriss einfach planen. Sie können später problemlos Anbauten oder Trennungen durch Wände hinzufügen. Ein klassisches Einfamilienhaus lässt sich im Vergleich zu anderen Haustypen besonders günstig bauen. Mit einem einfachen Satteldach sparen Sie zusätzlich Baukosten.

Überlegen Sie sich auch, ob ein Keller wirklich notwendig ist. Geräte wie die Heizung oder Waschmaschine lassen sich in einem Haustechnik- und Wirtschaftsraum unterbringen. Wenn Sie ein Einfamilienhaus ohne Keller bauen, sparen Sie 15.000 bis 30.000 Euro.

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Kostenfalle 4:
Unseriöse Bauunternehmen oder Handwerker

Auf der Suche nach dem besten Angebot für Handwerkerarbeiten achten viele Bauherren ausschließlich auf den Preis. So kann es passieren, dass Sie an ein unseriöses Bauunternehmen geraten. Die Kosten, die durch notwendige Ausbesserungen oder das Suchen einer neuen Firma entstehen, übersteigen die des ursprünglich eingesparten Preises um ein Vielfaches.

Bevor Sie die Zusammenarbeit vertraglich festhalten, sollten Sie sich deshalb vorher über das Bauunternehmen informieren. Im Internet gibt es zahlreiche Portale, auf denen Sie Bewertungen zu Handwerkern und Bauunternehmen finden. Es ist auch eine gute Idee, im Freundes- und Bekanntenkreis nach Empfehlungen zu fragen.

Kostenfalle 5:
Unentdeckte Baumängel

Tauchen Baumängel auf, ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer. Möglicherweise müssen Sie einige Planungen über den Haufen werfen, was ebenfalls Kosten verursacht.

Deshalb sollten Sie einen unabhängigen Bausachverständigen hinzuziehen. Dieser kostet zwar etwas mehr Geld, kann Ihnen aber unerwartete Überraschungen und hohe finanzielle Belastungen ersparen.

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Kostenfalle 6:
Zusätzliche und unerwartete Kosten beim Hausbau

Sie sollten sich vor dem Bau sehr gut mit dem Baudienstleister abstimmen und vertraglich festhalten, welche Leistungen inklusive sind und was Sie extra bezahlen müssen. Wenn Sie später in der Bauphase feststellen, dass einige Leistungen zusätzlich kosten oder sogar extern eingekauft werden müssen, verzögert sich das Bauvorhaben und bringt Ihre Kalkulation durcheinander.

Um das zu vermeiden, sollten Sie sich vorab intensiv mit dem Baudienstleister austauschen und den Bauvertrag prüfen. Schauen Sie sich dabei die Bau- und Leistungsbeschreibung an. Vergleichen Sie verschiedene Baufirmen, wählen Sie das Angebot aus, das am besten zu Ihrem Bauvorhaben passt und verhandeln Sie ruhig nach.

Achten Sie auch darauf, dass im Bauvertrag eine Festpreisgarantie geregelt ist. Dabei handelt es sich um eine Preisbindung für den Hausbau. Der Preis ist dabei für eine bestimmte Zeit festgelegt und bleibt auch bei unerwarteten Kosten gültig. Die Voraussetzung ist eine vollumfängliche Bau- und Leistungsbeschreibung.

Die Festpreisvereinbarung sorgt dafür, dass keine hohen Zusatzkosten auf Sie umgelegt werden – beispielsweise, wenn die Kosten für das Material und die Handwerker steigen. So haben Sie eine höhere Kosten- und Kalkulationssicherheit.

Kostenfalle 7:
Kosten durch unentdeckte Altlasten

Ein Grundstück kann nicht immer ohne Weiteres bebaut werden. In manchen Fällen müssen Sie den Boden austauschen oder sanieren lassen, um ihn von Altlasten zu befreien.

Wenn Sie Altlasten auf dem Grundstück frühzeitig entdecken, ist die Sanierung und der Austausch nicht besonders teuer. Fallen die Altlasten erst in der Bauphase auf, müssen unter Umständen Bauschritte rückgängig gemacht werden. Das verursacht einen zusätzlichen finanziellen Aufwand.

Vermeiden können Sie das Ganze, indem Sie vorab ein ausführliches Baugrundgutachten erstellen lassen. Im Verhältnis zu den Kosten, die bei einer späteren Entdeckung anfallen, sind die Kosten für das Bodengutachten sehr gering.

Bohrung für Bodengutachten

Bohrung für Bodengutachten

Kostenfalle 8:
Verzögerte Fertigstellung des Bauprojektes

Bauprojekte dauern oft länger als ursprünglich geplant. Das liegt zum Beispiel an Fehlkalkulationen oder langsam arbeitenden Handwerkern. Häufig spielen auch externe Umstände wie Wetterbedingungen oder Krankheitsfälle in der Baufamilie eine Rolle. Ärgerlich ist es trotzdem, weil Bauherren länger Miete – beziehungsweise Nebenkosten –
für ein Grundstück zahlen müssen, das sie noch nicht nutzen können.

Vereinbaren Sie einen Fertigstellungstermin für das Bauprojekt. Eine im Bauvertrag festgehaltene Bauzeitgarantie gibt Ihnen Planungssicherheit. Damit garantiert die Baufirma, dass sie die Leistungen zu einem festgelegten Termin fertigstellt. Andernfalls muss das Unternehmen für die zusätzlichen Kosten aufkommen. So schützen Sie sich zumindest vor dem finanziellen Aufwand einer Bauverzögerung, die das Bauunternehmen verursacht.

Kostenfalle 9:
Überschätzung der eigenen Zahlungsfähigkeit

Sie sollten sich keine zu hohe monatliche Rate aufbürden, insbesondere wenn Ihr Gehalt schwankt – zum Beispiel, weil Sie selbstständig sind oder auf Prämienbasis arbeiten.

Wenn Sie Ihre Kreditraten nicht mehr bedienen können, muss Ihr Haus im schlimmsten Fall zwangsversteigert werden, um den Bankkredit zu bezahlen. Bei Zwangsversteigerungen wird die Immobilie häufig weit unter Wert verkauft, was sich natürlich auch negativ auf Ihre finanzielle Situation auswirkt.

Kalkulieren Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben vorher gründlich und ziehen Sie auch Abschläge von Ihrem monatlichen Überschuss ab, um die Finanzierung Ihres Bauprojektes auf sichere Beine zu stellen.

Kostenfalle 10:
Keine langfristige Kalkulation

Denken Sie bei der Gestaltung Ihres Traumhauses auch an die Zukunft. Wenn Sie eine Familie haben oder gründen möchten, sollten Sie das Haus entsprechend groß bauen. Bedenken Sie aber, dass die Kinder irgendwann wieder ausziehen.

Um den dadurch entstehenden Platz nicht ungenutzt zu lassen, sollten Sie das Haus so bauen, dass Sie es in zwei separate Wohnungen unterteilen und eine bei Bedarf vermieten können.

Fazit:

Beim Hausbau gibt es einige Kostenfallen zu beachten. Mit intelligenter Planung und Vergleichen lassen sich unnötige Baunebenkosten umgehen. Ereignisse wie Krankheitsfälle oder extreme Wetterbedingungen können Sie aber natürlich nicht beeinflussen. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie daher eine Kreditsumme beantragen, die etwa 10 Prozent über den kalkulierten Baukosten liegt, um eventuelle Zusatzkosten abzufangen.

Häufig gestellte Fragen zu den Kostenfallen beim Hausbau

Welche Kosten fallen beim Hausbau an?

Vor und während dem Bau des Hauses entstehen Baunebenkosten und Kosten für das Grundstück. Zu den Unterhaltskosten zählen in erster Linie die Grunderwerbsteuer und die Gemeindekosten, aber auch Versicherungskosten – beispielsweise für die Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.

Was mache ich, wenn Extrakosten entstehen, die ich nicht finanzieren kann?

Wenn Sie die benötigte Kreditsumme zu gering kalkuliert haben, können Sie eventuell nicht alle finanziellen Verpflichtungen, die mit dem Bauprojekt einhergehen, stemmen. Sie müssen dann entweder eine andere Kreditquelle finden, eine Kreditaufstockung beantragen, sich Geld bei Freunden oder Verwandten leihen oder Teile des Bauprojektes auslassen.

Welche versteckten Kosten fallen häufig an?

Zu den Baunebenkosten, die Bauherren häufig übersehen, gehören Sanierungskosten für Bodensanierungen und das Entfernen von Altlasten, Bauantragsgebühren, Grundstücksvermessungskosten sowie unvorhergesehene Kosten durch Preisänderungen bei den Rohstoffen.

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