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Hausbau-Trends 2022: Den Neubau zukunftsgerecht gestalten

Die Hausbau-Trends 2022 setzen klare Zeichen in Richtung Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Komfort. In Deutschland gab es im Jahr 2021 laut Statista 1,12 Millionen Personen, die in den nächsten ein bis zwei Jahren ein Haus bauen wollen – trotz der aktuell steigenden Baupreise.

Das durchschnittliche Einfamilienhaus in unserem Land wartet derzeit mit ungefähr 135 m2 Wohnfläche auf. Allerdings ist der Trend zum Tiny House, dem Winzling unter den Wohnhäusern, unübersehbar. Die Mini-Gebäude sind nicht mehr als 45 m2 groß und kosten in der Regel deutlich unter 200.000 Euro. In Deutschland existieren schon 75 Anbieter für die kleinen Raumwunder. Welche Bautrends gibt es noch?

Das Wichtigste zu den Hausbau-Trends 2022 auf einen Blick:

  • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind die Themen des Jahres.
  • Daneben setzen Bauherren auf Multifunktionalität und Smart Home.
  • Im Trend liegen gleich mehrere bekannte Bauformen.
  • Der Minimalismus hat deutlich die Nase vorn.

Welche Bautrends fördern die Nachhaltigkeit?

Die Nachhaltigkeit beim Hausbau steht auch 2022 wieder absolut im Fokus. Wie lässt sich eine Immobilie so ressourcenschonend wie möglich gestalten? Im Folgenden listen wir die wichtigsten Trends im Bereich nachhaltiges Bauen auf. Diese beziehen sich sowohl auf den Hausbau selbst als auch auf den laufenden Verbrauch.

Flächensparendes Bauen

Versiegelte Fläche hat negative Auswirkungen auf unsere Umwelt. Damit ist die Grundstücksfläche gemeint, die vom Menschen zugebaut wird, beispielsweise durch das überbauen mit Gebäuden, Aufschütten von Kies oder Betonieren. Dadurch kann in Folge Regenwasser nicht mehr so leicht absickern und schattenspendende Pflanzen haben keine Möglichkeit zu wachsen. Die Grundwasservorräte leeren sich, das Risiko von Überschwemmungen steigt und vielen Insekten fehlt der Lebensraum. Aufstocken ist angesagt – wenn das nicht geht, funktioniert auch die Reduzierung der Quadratmeterzahl.

Nachhaltiges Baumaterial

Hanf statt Styropor, Holz statt Beton: Bauherren fragen zunehmend danach, wie viel CO2-Emissionen auf das Konto ihres Baumaterials gehen. Hinzu kommt der Wunsch nach umweltgerechter Entsorgung.

Wärmedämmung

Die Wärmeisolierung gehört bereits seit etwa drei Jahrzehnten zu den wichtigsten Bautrend-Themen überhaupt. Die Regeln des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sind strikt: So besteht beim Neubau beispielsweise die Pflicht sich bei der Form des Heizungssystems für eins zu entscheiden, das erneuerbare Energien zur Wärmeproduktion verwendet. Machen Sie sich auf jeden Fall mit dem gesamten Inhalt des GEG vertraut, um gesetzlich anerkannte Lösungen zu finden.

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Heizen

Fossile Energieträger sind zunehmend „out“, Pelletheizungen und Solarthermie sorgen für klimafreundlicheren Ersatz. Zunehmend begehrt ist die Wärmepumpe, die der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser auch noch im tiefsten Winter Wärme zum Heizen entzieht.

Dachbegrünung

Bauherren, die auf eine Dachbegrünung setzen, geben der Tier- und Pflanzenwelt die Fläche zurück, die sie ihr genommen haben. Allerdings geht die Begrünung mit einem hohen Gewicht einher, darum läuft nichts ohne einen Statiker.

Tipp: Nachhaltiges Bauen hat seinen Preis. Der Staat fördert Klimaschutz und Nachhaltigkeit zum Beispiel durch Zuschüsse und finanzgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), aber auch durch Förderprogramme auf Landesebene. Ihre Hausbank ist der richtige Anlaufpunkt dafür.

Nachhaltigkeit mal anders: Der Trend zu Multifunktionalität

Bauherren möchten ihr Eigenheim zunehmend multifunktional nutzen, zum Beispiel für das Home-Office, um sich lange Anfahrtswege zu sparen. Die eigenen vier Wände können auch einen finanziellen Gewinn generieren – durch eine partielle Vermietung. Mehr Räume einzuplanen oder eine Einliegerwohnung in Ihr Haus zu integrieren, sichert Ihnen die Möglichkeit zur multifunktionalen Nutzung.

Mieter

Mit den Einnahmen aus einer Mietwohnung im Haus lässt sich der Hauskredit schneller abbezahlen. Dafür müssen allerdings pflegeleichte Mieter her, mit denen das Nebeneinanderleben gut funktioniert und keine Probleme bereitet.

Platz für Familie

Die Einliegerwohnung lässt sich auch als Unterkunft für die betagten Eltern oder später für die erwachsenen Kinder verwenden. Familienbezogene Bauherren planen solche Entwicklungen gern mit ein.

Freizeit

Zusätzliche Räume sind für Gesundheit und Freizeit nutzbar. Der Hobbyraum und das private Fitnesscenter stehen hoch im Kurs, ebenso wie das Heimkino.

Lebensmittellagerung

Wer in ländlicher Gegend baut, legt sich heute gern wieder einen eigenen Gemüsegarten an: Die nachhaltige regionale Versorgung mit gesunden Lebensmitteln beginnt damit vor der Haustür. Omas Einmachkeller kehrt im selben Zug zurück, er gehört zu den geheimen Bautrends 2022.

Achtung: Mehr Räume bedeuten nicht unbedingt mehr Flächenverbrauch. Damit sich das eine Bauziel mit dem anderen vereinbaren lässt, sollten Sie über eine Vollunterkellerung und ein ausbaubares Dachgeschoss nachdenken.
Doppelseite eines Hauskataloges

Hausbau-Kataloge
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Der Weg zum Traumhaus, ob Bungalow, Stadtvilla oder andere Haustypen, führt am besten über die Hauskataloge der Hersteller. Die Bestellung ist kostenlos und unverbindlich.

Wie plane ich Smart Home in meinem Neubau ein?

Die Digitalisierung erobert unsere privaten Räume: Neubauten eignen sich perfekt dafür, individuelle Smart-Home-Systeme zu integrieren. Wer seine High-End-Lösung plant, sollte auch die Elektroinstallationen entsprechend ausrichten. Doch zuerst suchen Sie sich aus, welche digitalen Komponenten Sie nutzen möchten:

Checkliste: Was gehört alles zu Smart Home?

Heizungssteuerung
Jalousie- und Markisensteuerung
digitale Bewegungsmelder
digitales Alarmsystem
Smart Door (smarte Haustür)
smarte Rauch- und Gasmelder
Hanfbeton reguliert die Luftfeuchtigkeit.
Steuerung der Lichtanlage
virtuell gesteuerte Haushaltsgeräte
automatische Gartenbewässerung
Solaranlage und Stromspeicher ,,App-gesteuert“
intelligenter Pool/smarte Sauna
Hausbau Trends 2022: Smart Home
Info
Mit Smart Home lässt sich nicht nur der Wohnkomfort enorm steigern; auch die Sicherheit nimmt deutlich zu. Suchen Sie sich Ihre persönlichen Sahnehäubchen aus. Die Preise für ein Smart-Home-System beginnen bei ein paar 100 Euro und sind nach oben hin unbegrenzt.

Bautrend-Favorit 2022: Welche Vorteile bieten Fertighäuser?

Viele Bauherren entscheiden sich für ein Fertighaus. Die Qualität dieser Gebäudevariante hat in den letzten Jahren zugenommen, die zu großen Teilen vorproduzierten Häuser sind langlebiger geworden.
Die Stellzeit könnte nicht zügiger vonstattengehen, die Einzelelemente liefern die Bauunternehmen fertig auf die Baustelle, wodurch sie diese nur noch montieren müssen. Häufig übernimmt der Fertighausanbieter sogar den Bauantrag und entlastet den Bauherren so auch auf der bürokratischen Schiene. Die Kosten für ein solches Haus sind besonders leicht kalkulierbar.
Zu den modernen Trends beim Bau zählen modulare Systeme, die sich nach persönlichem Bedarf variieren und beliebig erweitern lassen. Heraus kommt ein Unikat, das sich bezüglich Optik und Komfort nicht hinter einem Massivhaus verstecken muss.

Tipp: Auf dem Gebiet der Fertighäuser kommen regelmäßig neue, spannende Ideen auf. So hat eine belgische Firma ein System entwickelt, das den Hausbau fast vollständig in die Hände des Bauherrn legt. Lego-artige Blöcke werden hierbei nach vorgefertigtem Plan verbaut, das schafft jeder, der mit einem Schraubendreher umgehen kann.

Welche Hausbau-Trends 2022 erwarten uns noch?

Damit sind die Bautrends aus dem Jahr 2022 noch lange nicht erschöpft.

Insgesamt geht der Hang in Richtung viel Tageslicht: Bodentiefe Fenster sorgen auch in höheren Stockwerken dafür, dass die Sonne tief in alle Räume dringt. Sitzfenster ziehen nicht nur in einschlägigen Katalogen alle Blicke auf sich, sie haben sich auch real im Hausbau integriert.

Sitzfenster

Ein eigener Garten, und sei dieser noch so klein, gehört heute zum Eigenheim dazu. Auch die Terrasse wird fleißig begrünt: Wer aus dem Fenster schaut, will Naturidylle sehen.

Der Minimalismus erlebt im Jahr 2022 sein Revival

Die Bauhaus-Villa gehört zu den Trends des Jahres, genauso wie die berühmt-berüchtigten Tiny Houses. Beide haben eines gemeinsam: Sie sind Vertreter des minimalistischen Stils.

Die Bauhaus-Villa

  • Der geradlinige Stil ist zeitlos und modern.
  • Ein Flachdach ist preiswerter als ein Steildach und ermöglicht den Bau einer Dachterrasse.
  • Eine offene Küche entspricht dem modernen Lebensgefühl.
  • Das Design ist auf Praktikabilität ausgerichtet.
  • Große Glasflächen gewähren viel Tageslicht.
  • Außenbereiche werden gekonnt integriert.

Das Tiny House

  • Die Anschaffungskosten sind gering.
  • Sie brauchen sehr wenig Grundfläche.
  • Der Hausbau ist auch aus Recycling-Material möglich.
  • Kleine Häuser schonen im Allgemeinen wichtige Ressourcen.
  • Mobile Minihäuser sind sehr flexibel.
  • Sie lassen sich vielfältig nutzen, auch als Büro.
  • Es gibt wenig Fläche, die geputzt werden muss.
  • Auch die Wartungsarbeiten halten sich in Grenzen.
Achtung: Bei Tiny Houses kann es unter bestimmten Umständen zu Problemen mit der Baugenehmigung kommen. Informieren Sie sich daher bei Ihrem Bauamt.

Fazit:

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bleiben, auch im Jahr 2022, die wichtigsten Aspekte im Hausbau. Darüber hinaus ist Multifunktionalität gefragt, denn das Eigenheim soll vielfältig nutzbar sein, zum Beispiel fürs Home-Office. Das Smart Home nimmt weiter Fahrt auf, in vielen verschiedenen Haustypen vom Doppelhaus über das Tiny House bis hin zum Bungalow. Die Innovationen sprudeln auf allen Gebieten, darum erwarten wir in Zukunft noch mehr Individualität und einen schonenderen und nachhaltigeren Umgang mit der Natur.

Häufig gestellte Fragen zu den Hausbau-Trends 2022

Wie hoch liegen die Baupreise für 2022?

Bei den Baupreisen weist der Trend leider deutlich nach oben. Werkstoffe werden derzeit immer teurer und auch die steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz schlagen sich im Preis nieder. Gründe, die trotzdem dafür sprechen noch dieses Jahr mit dem Hausbau zu beginnen, können Sie in unserem Ratgeber nachlesen:

  Unser Ratgeber:  

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Jetzt bauen – oder noch warten?

Anfang des Jahres 2022 zeigt sich der Hausbaumarkt weiter auf Wachstumskurs, hoher Preise und deutlich anziehender Bauzinsen zum Trotz. In unserem Ratgeber gehen wir der Frage auf den Grund: Soll man jetzt noch bauen – oder besser noch warten?

Zum Ratgeber

Kann ich auch im Winter mit dem Hausbau starten?

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit eines Hausbaus auch im Winter, jedoch entstehen vor allem bei Massivhäusern gerade in der kalten Jahreszeit häufig Schäden. Besser geeignet für den Hausbau bzw. Rohbau bei geringen Temperaturen sind Fertighäuser, da diese innerhalb von nur ein bis drei Tagen aufgestellt sind.

Wie finde ich eine Baufirma, die meine Ideen umsetzt?

Im ersten Schritt können Sie jederzeit unsere kostenlosen Hausbau-Kataloge anfordern und sich dort über verschiedene Baufirmen erkundigen. Eine weitere, hilfreiche Art, an eine seriöse Baufirma zu gelangen, ist die persönliche Empfehlung. Hören Sie sich in Ihrer Umgebung um, fragen Sie Bekannte, die im Hausbau stecken oder ihr Projekt vor Kurzem beendet haben: Welche Firma haben sie beauftragt? Lief alles zu ihrer Zufriedenheit? Wenn Sie sich eine Baufirma aus dem Internet herauspicken, sollten Sie nach Referenzen und namhaften Subunternehmen fragen.

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