Fertighaus

Fertighaus

Mit dem Fertighaus verbinden manche Bauinteressenten zunächst ein „fertiges Haus“, das voll ausgestattet und bezugsfertig ist. Rein sprachlich gesehen ist das sogar naheliegend. Doch: Der Begriff „Fertighaus“ beschreibt eigentlich ein Gebäude, das aus vorgefertigten Bauteilen errichtet wird, die zuvor in einer Werkhalle vorproduziert wurden.

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Fertighaus-Bauweisen

Fertighaus-Bauweisen

Die unterschiedlichen Fertighaus-Bauweisen im Überblick.

Fertighaus Entstehung

Ein Fertighaus entsteht

Die aufwendige Produktion vom Werk bis zum Einzug anschaulich erklärt!

Wandaufbau Fertighaus

Fertighaus Wandaufbau

Der innovative Wandaufbau macht die hohe Energieeffizienz erst möglich.

Fertighaus-Vor- & Nachteile

Vorteile und Nachteile

Check: Moderne Fertighäuser sind innovativ, individuell und langlebig.

Zahlen, Daten, Fakten

Zahlen, Daten, Fakten

Wichtige Informationen, Zahlen und Fakten rund um das Fertighaus.

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Unterschiedliche Bauweisen beim Fertighaus

Der Großteil der Fertighäuser wird in Holzbauweise gebaut. Dabei wird zwischen mehreren Varianten unterschieden:

Holzrahmenbauweise

Beim (Holz-)Rahmenbau wird ein Traggerüst gebaut, das die vertikale Tragfunktion übernimmt. Die sogenannte Beplankung mit Holz- oder Gipswerkstoffplatten sorgt für die horizontale Stabilität. Die Zwischenräume werden anschließend mit Dämmmaterial ausgefüllt und isoliert. Der Holzrahmen kann anders als beim Holzskelettbau nicht alleine stehen.

Details zur Holzrahmenbauweise

Holzrahmenbau

Holztafelbauweise

Die (Holz-)Tafelbauweise hat das selbe Konstruktionsprinzip wie der Rahmenbau. Im Gegensatz dazu wird hier aber fast der komplette Wandaufbau in der Fabrik ausgeführt: Dämmung, Dampfbremse, Windsperre und Fassade sind bereits enthalten. Die Tafeln übernehmen eine tragende Funktion, sie sind beidseitig beplankt und auch der Dämmstoff wird vorab eingefügt.

Details zur Holztafelbauweise

Holztafelbau-Element am Baukran

Holzständerbauweise

Beim Holzständerbau wird ähnlich wie beim traditionellen Fachwerkbau – zunächst ein Skelett aus waagerechten Balken und senkrechten Ständern errichtet. Die Zwischenräume werden dann mit Dämmstoffen gefüllt, mit Span- oder Gipskartonplatten bedeckt und anschließend verputzt. Alternativ können auch Ziegelsteine oder Glaselemente in die Zwischenräume eingesetzt werden.

Details zur Holzständerbauweise

Holzständerwerk im Rohbau

Holzmassivbauweise

In der Holzmassivbauweise werden massive Holzbauelemente verwendet, die meist aus Brettschicht- oder Brettsperrholz bestehen. Die einzelnen Lagen sind entweder verleimt oder mit Holzdübeln und Drahtstiften verbunden. Bei dieser Bauweise gibt es keine Beplankung oder Zwischenräume, die im Nachhinein mit Dämmmaterialien ausgefüllt werden müssen.

Details zur Holzmassivbauweise

Holzmassivbau-Element am Baukran

Holzskelettbauweise

Details zur Skelettbauweise

Holzskelett-Bauteil in der Werkstatt

Fertigbauweise muss nicht zwangsläufig mit Holz ausgeführt werden. Die Elemente können auch aus anderen Materialien bestehen:

Ziegel-Elementbauweise

Lange wurden Ziegel nur im klassischen „Stein auf Stein“-Mauerwerksbau verwendet. Doch die Baubranche hat sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt: bei der Ziegel-Elementbauweise werden in der Fabrik Decken- und Dachelemente vorgefertigt.

Details zur Ziegel-Elementbauweise

Ziegelwand-Element am Baukran

Beton-Elementbauweise

Ähnlich verhält es sich mit der Beton-Elementbauweise; hier werden die Elemente aus Beton (meistens Leichtbeton) gefertigt. Durch computergestützte Fertigung ist millimetergenaue Arbeit möglich, die einzelnen Elemente können witterungsunabhängig trocknen und schließlich zur Baustelle transportiert und aufgestellt werden.

Details zur Beton-Elementbauweise

Beton-Element am Baukran

Wie entsteht ein Fertighaus?

Bevor der Aufbau starten kann, müssen die einzelnen Elemente im Werk hergestellt werden. Wir erläutern den Prozess, wie ein Fertighaus von der Planung bis zur Montage entsteht.  

Die Produktion eines Fertighauses in 15 Schritten

Produktion und Montage eines Fertighauses in 15 Schritten erklärt
  1. Konstruktion des Fertighauses mit CAD
  2. Übermittlung der Daten an Maschinen; automatisches Zuschneiden der Holzbalken
  3. Automatisches Zuschneiden der Werkstoffplatten für die Wände mit der Plattensäge
  4. Legen des Riegelwerks und Verbindung der einzelnen Hölzer miteinander
  5. Beplankung einer Seite der Wandelemente mit Holz- und Gipsstoffplatten, Vorbereitung der Löcher und Öffnungen
  6. Wendung der Wand und, je nachdem ob Außen- oder Innenwand, entsprechende Weiterverarbeitung der Innenwandelemente
  7. Einbringen von Dämmmaterial, Rohren für Kabel und dergleichen
  8. Anschließend Beplankung der zweiten Seite und Fräsen der Öffnungen – das Element ist fertig (Außenwandelemente)
  9. Anbringen der Dampfbremse
  10. Einlegen von Dämmmaterial, Rohren etc.
  11. Beplankung der zweiten Seite mit Holz- und Gipsstoffplatten
  12. Anbringen der Vollwärmedämmung
  13. Verputzen der Außenseite
  14. Einbau von Fenstern, Türen und Rollokästen
  15. Transport zur Baustelle und Aufstellen des Rohbaus

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Der Wandaufbau beim Fertighaus

Bei Fertighäusern besteht der Wandaufbau aus mehreren Schichten – mit Ausnahme der massiven Fertigbauweise. Die Dämmmaterialien sind hier direkt in die Wand eingebaut und werden nicht erst nachträglich auf der Außenseite angebracht. Das sorgt dafür, dass Fertighauswände, die eine vergleichbaren Stärke wie Massivhauswände haben, bessere Dämmeigenschaften und Energiebilanzen vorweisen können.

Querschnitt Wandaufbau WeberHaus

Querschnitt Wandaufbau WeberHaus.

Übersicht eines typischen Wandaufbaus:

  • Außenfassade aus schützendem Material, z.B. Putz oder Klinker
  • Armierungsputz zur Verbindung von Oberputz und Dämmplatte
  • Holzfaserdämmplatte
  • Holzbalken der Rahmenkonstruktion, beziehungsweise Mineraldämmstoff in den Zwischenräumen
  • Dampfbremse
  • Holzwerkstoffplatte
  • Ggf. Installationsebene
  • Gipskarton und Wandbelag

Gemessen wird die Wärmedämmung mit dem sogenannten U-Wert. Je niedriger der U-Wert, der in W/m2K angegeben wird, desto weniger Wärme dringt durch das Bauteil nach außen.

In den vergangenen Jahren hat sich hier eine Menge getan: Besonders in der Fertighausbranche sind die U-Werte durch ständige Weiterentwicklung der Baustoffe stark gesunken, sodass bei vielen Fertighäusern mittlerweile eine bessere Energiebilanz erreicht wird, als vom Gesetz vorgegeben.

Was den Wandaufbau im Speziellen und die Verwendung der Materialien angeht, hat jeder Fertighaus-Hersteller seine eigene Konstruktion; das Prinzip ist in der Regel aber vergleichbar.

Wandaufbau am Beispiel von Weberhaus’ ÖvoNatur

Der Fertighausanbieter WeberHaus setzt beim Wandaufbau auf nachwachsende Rohstoffe und weitgehend ökologische Materialien. Dafür bekam die Firma als eine der ersten in Deutschland das Zertifikat „wohnmedizinisch empfohlen“, da sowohl Dämmung als auch Raumklima weit über den gesetzlichen Standards liegen. Die ÖvoNatur-Wand ist in zwei unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, die jedoch in Bezug auf U-Wert und Schallschutz nahezu identische Werte aufzeigen.

U-Wert:

ÖvoNatur 0,15 W/m²K

Schallschutz:

ÖvoNatur > 49db

Fertighaus Wandaufbau
  1. Edelputz, fugenfrei aufgebracht
  2. Armierungsspachtel mit Gewebe
  3. Ökologische Holzfaserdämmplatte
  4. Mineralische Vollwärmedämmung
  5. Massive Holzfachwerkkonstruktion
  6. ÖvoNatur-Holzwerkstoffplatte
  7. Dampfbremsvlies
  8. Gipskarton + Wandbelag

Auf der Außenseite befinden sich der Oberputz und eine Schicht Armierungsputz (zur Verbindung von Putz und Dämmplatte), gefolgt von der Ökologischen Holzfaserdämmplatte, die aus unbehandelten Hackschnitzeln gepresst wird. Zwischen den massiven Hölzern des Fachwerks ist mineralische Vollwärmedämmung eingebaut; sie besteht zu 85 % aus Altglas mit Beimischungen aus Quarzsand und Bindemitteln. Für den hohen Recyclingglasanteil hat dieser Dämmstoff den Blauen Umweltengel erhalten. Die nächste Schicht bildet eine Holzwerkstoffplatte aus Fichtenholz, gefolgt von einem Dampfbremsvlies. Den Abschluss der Wand bilden schließlich Gipskarton und der Wandbelag.

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Die Fertigbauweise – Vorteile und Nachteile

Beim Begriff Fertighaus herrscht bei manchem Bauherr unbegründet Zweifel. Fertighäuser seien nicht nur schnell gebaut, sondern ebenso schnell ein Sanierungsfall. Außerdem seien sie leicht entflammbar, würden schnell von Schädlingen befallen werden und seien einfach nicht werthaltig genug – sie wären schlicht „billig“, nicht nur beim Preis. Diese Vorurteile entsprechen selbstverständlich nicht der Realität. Die Fertigbauweise bietet viele Vorteile – und ein paar Nachteile.

Die Fertighausbranche hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten selbst dauerhafter Qualitätssteigerung verschrieben und arbeitet konsequent an innovativen Ideen zur Optimierung ihrer Häuser. Moderne Fertighäuser sind daher nicht nur individuell planbar, auch die Baumaterialien werden beständig weiterentwickelt. Strenge Gütesiegel sowie bestimmte Anforderungen an Qualität und Sicherheit sorgen für hohe Standards und viele Fördermöglichkeiten bei der Finanzierung. Durch moderne Computertechnik ist bei der Fertigung der Elemente millimetergenaue Arbeit möglich. Das vermeintliche „Billighaus“ ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil im Hausbau. Nicht von ungefähr entscheidet sich jeder fünfte bis sechste Bauherr in Deutschland für ein Eigenheim in Fertigbauweise. In Baden-Württemberg ist es sogar fast jeder Dritte.

Fertighäuser haben viele Vorteile

Die Fertighaushersteller unternehmen einiges, um Kunden zu gewinnen. Zu ihrer Vertriebsstrategie gehört viel Überzeugungsarbeit. Das Mittel dazu sind die zahlreichen, hautpsächlich südlich des Mains verteilten, Musterhausparks bzw. Hausausstellungen – die „FertighausWelten“. Massivhaus-Anbieter leben hingegen (noch) von ihrer deutlichen Marktdominanz und betreiben nur selten Musterhaus-Siedlungen – Ausnahmen sind die Musterhausparks von Viebrockhaus in Norddeutschland.

Konkrete Eindrücke in den Haus-Ausstellungen

Bei den FertighausWelten können angehende Bauherren mehrere Haustypen bis ins Detail besichtigen, die Materialien anfassen, ein Gefühl für die Räume bekommen und sich Inspiration für das eigene Bauvorhaben holen. Die Vielfalt der Angebote – sowohl was den eigentlichen Bau als auch die Innenausstattung betrifft – ist riesig.

Beste Qualität durch Präzision

Sowohl bei der Herstellung der einzelnen Fertighauselemente als auch beim Bau läuft in der Fertighausbranche vieles standardisiert ab. Die industrielle Produktion unter kontrollierten Bedingungen minimiert Fehler, die Bautrupps sind perfekt aufeinander eingespielt und arbeiten hoch effizient.

Pünktliche Hausübergabe

Das vertraglich festgehaltene Aufstell-Datum verzögert sich nicht durch unerwartet längere Trockenphasen wie beim Massivbau oder längere Lieferzeiten bzw. wetterbedingten Baustopp. Das Errichten kann an nur einem Tag oder zwei Tagen vonstatten gehen, wobei sogar Regen und Kälte kein Hinderungsgrund sind (Wetterextreme ausgenommen).

Eigenleistungen im Trockenbau

Da Fertighäuser in mehreren Ausbaustufen angeboten werden, gibt es viele Gelegenheiten, Eigenleistung zu erbringen. Diese ist im Trockenbau und daher jederzeit – auch stundenweise – möglich, ohne dass die Baustelle aufwändig geschützt werden muss.

Alles aus einer Hand

Stringenter als bei den Massivhausanbietern läuft es bei den Fertighausherstellern meistens nach dem Prinzip „Alles aus einer Hand“. Dass die Herstellerfirmen umfassende Angebote mit mehreren Ausbaustufen anbieten bzw. alle Gewerke durch die selbe Firma übernommen werden, ist eher die Regel als die Ausnahme. Dies erleichtert die Kommunikation und vermeidet eine Menge Stress.

Kurze Montagezeit

Die Vorproduktion der Teile bringt noch weitere Vorzüge: Die Arbeit in den Werkshallen ist witterungsunabhängig, auch bei Regen und Schnee bleiben alle Materialien trocken und es gibt keine Verzögerung bei der Herstellung. Auch die reine Bau- und Montagezeit ist kürzer als beim Massivbau – hier kann es jedoch unter Umständen durch die hohe Nachfrage zu Wartezeiten im Vorfeld kommen. Planungssicherheit entsteht dadurch, dass ein Termin für die Hausaufstellung fest vereinbart werden kann.

Energieeffizient und nachhaltig

Früher galten Massivbauten als wesentlich besser gedämmt und isoliert, doch auch das hat sich in den vergangenen Jahren relativiert. Zum einen verfügt Holz, das in den meisten Fällen den größten Teil des Baustoffs darstellt, naturgemäß über gute Dämmeigenschaften und sorgt außerdem für gutes Raumklima. Zum anderen werden die Wände mit mehreren Schichten hochentwickelter Dämmstoffe isoliert, sodass mittlerweile fast jedes Fertighaus in einer KfW-förderfähigen Energieeffizienzklasse gebaut werden kann.

Nachteile beim Fertighaus

So viel sich auch in den vergangenen Jahrzehnten in der Fertigbaubranche getan hat, einige Nachteile gegenüber der Massivbauweise gibt es nach wie vor zu berücksichtigen.

Höherer Aufwand für Schallschutz

Die Wände beim Fertighaus sind zwar heutzutage sehr gut isoliert und wärmegedämmt, Probleme KANN es aber nach wie vor beim Schallschutz geben. Durch die relativ leichten Baustoffe kann es im Inneren recht hellhörig sein. Um einen guten Schallschutz zu erreichen, können die Wände zusätzlich isoliert werden – dies kostet aber in der Regel extra. Ein weiterer Nachteil sind die verhältnismäßig leichten Wände: Schwere Gegenstände wie Hängeschränke können nicht überall angebracht werden.

Geringere Werthaltigkeit

Problematisch werden kann es, wenn ein Wasserschaden auftritt. Massive Wände sind unempfindlicher und robuster, eine Fertighauswand kann schwere Schäden davontragen und es besteht hohe Schimmelgefahr durch die eingedrungene Feuchtigkeit. Massivhäuser gelten als langlebiger; angenommen wird eine Nutzungsdauer von etwa 100 Jahren. Im Vergleich dazu liegen diese Angaben für Fertighäusern je nach Ausführung und Alter zwischen 60 und 90 Jahren. Das hat auch einen Einfluss auf den Wiederverkaufswert, dieser liegt häufig sehr viel niedriger als bei einem vergleichbaren Massivhaus.

Musterhausparks:
Wahre Fertighaus-Träume!

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Sehenswert – Filme mit Tipps und Infos zum Fertighaus

Videos zur Fertigbauweise: Hier erfährst Du wie Fertighäuser entstehen und was Experten sagen.

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Weitere Infos für Deinen Hausbau

Die Nachfrage steigt: Derzeit liegt die Fertigbauquote bei 17,8 Prozent. Im Jahr 2006 lag sie noch bei 13 Prozent.

Laut Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) liegt das langfristige Ziel bei rund 30 Prozent Marktanteil. Fakt ist: Der Anteil der gebauten Fertighäuser steigt kontinuierlich. Einen großen Anteil daran haben die Musterhaus-Ausstellungen – die „FertighausWelten“. In Baden-Württemberg baut schon fast jeder Dritte ein Fertighaus; ohnehin liegt der Schwerpunkt der Branche südlich des Mains.

Anteil des Fertigbaus auf Länderebene 2006

Anteil des Fertigbaus auf Länderebene 2006

Anteil des Fertigbaus auf Länderebene 2016

Anteil des Fertigbaus auf Länderebene 2016

BDF Logo Das frühere Image vom „Einheitshaus von der Stange“ ist heute längst überholt. Mittlerweile gibt es zahllose Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung: Von der Größe über die Anzahl der Zimmer bis hin zur Dachform kann alles ganz nach Wunsch geplant werden. Extras, wie zum Beispiel ein Keller, sind ebenfalls kein Problem mehr. Die Branche hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt, der Marktanteil in Deutschland beträgt aktuell 17,7 Prozent – Tendenz steigend.

Es (Das Fertighaus) kennzeichnet den modernen Lebensstil von vielen Menschen unserer Gesellschaft, dass sie einen gesunden Mittelweg zwischen Anpassung und Individualität beschreiten. Wer auch beim Hausbau nicht von diesem Weg abweichen möchte, kann sich für ein modernes Holz-Fertighaus entscheiden, denn das bietet unzählige Gestaltungsmöglichkeiten.

Foto Dirk Uwe Klaas

Dirk-Uwe Klaas, ehem. Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF).

Sobald die notwendigen Teile zur Baustelle transportiert sind, geht das Errichten eines Fertighauses in der Regel schnell: Meist steht der regendichte Rohbau schon nach ein bis zwei Tagen zur Dacheindeckung und dem Innenausbau bereit. Doch bevor der Aufbau starten kann, müssen die einzelnen Elemente im Werk hergestellt werden. Wir erläutern den Prozess, wie ein Fertighaus von der Planung bis zur Errichtung entsteht.


Konstruktion und Zuschnitt

Der erste Schritt bei der Produktion der Fertighaus-Module findet am Computer statt. Mithilfe einer speziellen Software (CAD) wird das Haus konstruiert. Dann erst beginnt die eigentliche Fertigung: Das Holz wird in die Fabrikhalle transportiert. Dort werden zunächst die Holzbalken automatisch zugeschnitten – moderne CNC-Werkzeugmaschinen können dafür einfach die Daten aus dem CAD-Programm umwandeln und millimetergenaue Präzisionsarbeit leisten.

Das Material wird dabei so verwendet, dass kaum Reste oder Holzabfälle übrigbleiben. Die Balken werden hier nicht nur auf die richtige Länge gesägt, die Maschine übernimmt auch Bohr- und Fräsarbeiten, sodass die Hölzer anschließend in der nächsten Station weiterverarbeitet werden können. Ähnlich verhält es sich mit der Plattensäge: Dort werden alle Plattenmaterialien für die Wände zugeschnitten.

Fertighaus Holzrahmen-Konstruktion

Fertighaus Holzrahmen-Konstruktion · © FingerHaus


Riegelwerk und Wandfertigung

Im nächsten Schritt wird das Traggerüst für Innen- und Außenwände, das sogenannte Riegelwerk, hergestellt. Die fertig zugeschnittenen Hölzer werden in die richtige Position gelegt und miteinander verbunden; hier trifft moderne Computertechnik auf handwerkliche Arbeit, alle Teile werden exakt platziert und mit Hilfe von computergesteuerten Maschinen passgenau zusammengefügt. Die fertigen Trageelemente werden im Anschluss zur Wandfertigung weitergeleitet. Dort wird zunächst eine Seite des Riegelwerks (eine spätere Wandinnenseite) mit Holz- und Gipsstoffplatten beplankt. Löcher für die spätere Verbindung der Elemente sowie Öffnungen für Rohre und die Elektroinstallation werden gefräst und vorbereitet. Dann wird das einseitig beplankte Wandelement mit einem sogenannten „Schmetterlingswender“ aufgerichtet und umgedreht.

Je nachdem, ob es sich bei den Wandelementen um eine spätere Außen- oder Innenwand handelt, folgen nun unterschiedliche Arbeitsschritte: Bei den Innenwänden wird die Schall- und Wärmedämmung angebracht, zudem werden Rohre für spätere Kabelverlegung in die Wände gelegt. Dann wird die zweite Seite mit Holz- und Gipsplatten beplankt, werden die entsprechenden Öffnungen gefräst und fertig sind die Wandelemente für die Innenwände.

Auch bei den Außenwänden werden die entsprechenenden Öffnungen und Löcher für Elektrik, Rohre und Fenster vorbereitet sowie das Dämmmaterial eingebracht. Außerdem wird – falls eine vorhanden sein soll – die Dampfbremse verbaut. Nachdem ebenfalls Holz- und Gipsstoffplatten auf dem Riegelwerk angebracht werden, kommt zusätzlich die Vollwärmedämmung auf die Außenwand.

Zur Fertigstellung der Rohbauelemente fehlen nun noch der Außenputz sowie der Einbau von Fenstern und Türen. Dafür werden die Wandteile aufgestellt und die Außenseite verputzt. Nach dem Trocknen werden Fenster, Türen und Rollokästen eingebaut; die fertigen Elemente können nun im Werk gelagert werden, bis alle Teile des Fertighauses komplett sind und gesammelt zur Baustelle transportiert werden. Die Produktion der Giebelwände erfolgt nach dem gleichen Prinzip: Die Daten aus der CAD-Software werden auf die Maschinen übertragen, die dann die entsprechenenden Zuschnitte für den Giebel anfertigen.

Fertighaus Produktion im Werk

Fertighaus Wandfertigung im Werk · © Fingerhaus


Aufbau und Montage

Auch Dach- und Deckenelemente werden im Werk hergestellt, was die schnelle Aufstellung des regendichten Rohbaus ermöglicht. Diese kann nämlich innerhalb kürzester Zeit geschehen, teilweise braucht es nur einen Tag um alle Elemente zu montieren.

Dafür werden zunächst alle fertigen Bauteile mit LKWs zur Baustelle transportiert und dort mithilfe eines Krans in die richtige Position gebracht. Die Bauarbeiter verbinden und befestigen die Teile untereinander. Sind Erd- und Obergeschoss aufgestellt, erfolgt die Aufsetzung des Dachstuhls.

Dachform und Eindeckung sind beim Fertighaus vielfältig und können im Vorfeld ganz nach Wunsch und Budget ausgewählt werden. Als letztes wird das Dach eingedeckt, sodass keine Feuchtigkeit eindringen kann. Nun ist der Rohbau fertig und der Innenausbau kann beginnen – je nach Ausbaustufe in Eigenleistung oder vom Anbieter.

Fertighaus Montage auf Baustelle

Fertighausmontage auf der Baustelle · © WeberHaus

Firma Gründung Mitarbeiter Häuser gesamt Häuser pro Jahr Musterhäuser
DFH (Okal, allkauf, massa) 2001 1.550 130.000 2.100 120
Schwörer Haus 1950 1.700 39.000 900 50
Wolf System 1966 2.700 nicht bekannt 800 5
WeberHaus 1960 1.000 34.000 750 33
Bien-Zenker 1906 500 80.000 720 29
FingerHaus 1820 600 12.000 715 26
ScanHaus Marlow 1992 500 nicht bekannt 650 60
Haas Fertigbau 1972 1.050 28.000 600 7
LUXHAUS 1924 400 nicht bekannt 300 12
HANSE HAUS 1929 560 31.000 300 16
GUSSEK HAUS 1951 400 15.000 230 14
Baufritz 1896 300 nicht bekannt 200 7
SCHWABENHAUS 1966 130 23.000 200 13
ProHaus 1999 45 nicht bekannt 200 13
Danhaus 1978 100 nicht bekannt 200 14

Stand: April 2017