Hausbau
Die eigenen vier Wände stellen für viele Bundesbürger nach wie vor einen der meist gehegten Träume dar. Laut einer aktuellen Umfrage wünschen sich über 80 Prozent aller Befragten eine eigene Immobilie. Über 50 Prozent wären hierbei bereit, beim Hausbau selbst mit anzupacken.
Doch vor dem Einzug in das neue Eigenheim gilt es für den zukünftigen Hausbauer einige grundsätzliche Fragen zu beantworten, die im Folgenden kurz beleuchtet werden sollen.
Die Wahl des geeigneten Grundstücks
Wo soll das Haus stehen? Ist bereits ein geeignetes Grundstück gefunden worden? Hierbei sollte auf die geeignete Größe des Grundstücks geachtet werden und natürlich ob eine Baugenehmigung für das gewählte Grundstück eingeholt werden kann. Ist das Grundstück bereits angeschlossen, das heißt, existieren bereits Versorgungsleitungen? Die Erschließung des Grundstücks schlägt erfahrungsgemäß mit einigen Tausend Euro zu Buche. Dies sollte jeder Hausbauer in seine finanzielle Planung einbeziehen.
Ist die Lage des Baugrundstückes ausreichend an die Infrastruktur angeschlossen? Sind wichtige Einrichtungen des täglichen Lebens in der Nähe? Dies können Kindergärten oder Schulen für Familien mit Kindern sein oder Ärzte und Einkaufsgelegenheiten im Allgemeinen.
Finanzierung der eigenen vier Wände
Ist das Bauvorhaben konkret geplant und ein Baugrundstück in Aussicht, beginnt die Frage der Finanzierung. Ist bereits angespartes Vermögen oder ein zuteilungsreifer Bausparvertrag vorhanden? Ist ein ausreichendes und festes monatliches Einkommen vorhanden? Je mehr dieser positiven Merkmale vorhanden sind, umso höher wird die Bonität des Hausbauers ausfallen. Je höher die Bonität des Hausbauers, umso höher wird dann die Finanzierungsspanne sein, die der Kreditgeber dem Bauherrn einräumen wird.
Die Wahl des Haustyps spielt bei der Finanzierung ebenso eine Rolle. Insbesondere die kfw-Bankengruppe räumt Bauherrn günstige Kredite bei die der Errichtung eines Niedrigenergie- oder Passivhauses ein.
Art des Hauses und Hausbau Typ
Passivhäuser verfügen über eine hervorragende Wärmedämmung. Darüber hinaus nutzen sie Wärme, die von elektrischen Geräten und Personen im Haushalt abgegeben wird, zur Wärmegewinnung. Hierbei wird sowohl die Umwelt geschont als auch der Geldbeutel des Hausbesitzers. Die Nebenkosten liegen in der Regel weit unter denen von traditionellen Hausbauformen.
Schwedenhäuser, die fast gänzlich aus Holz bestehen, steigen in der Beliebtheit vieler Hausbauer stetig. Die zeitlose und gemütliche Optik dieses speziellen Hauses lässt den Einzelnen ein Stück Skandinavien in die eigenen vier Wände holen.
Massivbauhäuser sind nach wie vor die Klassiker unter den Haustypen. Sie versprechen die längste Lebenszeit. So kann ein solches Haus, das regelmäßig gepflegt und gewartet wird, weit über 100 Jahre erhalten bleiben, so dass die nachfolgende Generation den Traum von den eigenen vier Wänden weiterleben kann.
Vom ersten Spatenstich bis zum Richtfest
Die Dauer des Hausbaus wird stets von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die Bauart des Hauses spielt hierbei eine besonders große Rolle. Handelt es sich um ein Fertigbauhaus, ist der Einzug bereits vier bis acht Wochen nach dem ersten Spatenstich realisierbar. Aufbauhäuser und Bausatzhäuser verlangen viel Eigenarbeit vom Hausbauer, lassen ihn dafür jedoch einen großen Teil der zu tragenden Baukosten einsparen. Ein gewisses handwerkliches Geschick sowie ausreichend Zeit, um am Hausbau selbst mit Hand anzulegen, sind jedoch notwendig.
Ein Hausbau wird stets ein bleibendes und unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten bedeuten. Natürlich bringt es hohe Kosten und viel Arbeit mit sich, doch dies alles ist spätestens beim abschließenden Richtfest vergessen.
Nicht ohne Grund wird ein eigenes Haus heutzutage als Top-Altersvorsorge angesehen.